Unzureichende Zulassungsverfahren bei Gentechnik-Pflanzen

Die Behörden in der EU und der Schweiz gehen bei der Zulassung von Gentechnik-Pflanzen nicht angemessen mit den Risiken um. Bei den Zulassungsverfahren genügen die derzeitigen Standards nicht den gesetzlichen Anforderungen, die verlangen, dass unter Anwendung höchster wissenschaftlicher Standards nachgewiesen werden muss, dass die Gentechnik-Pflanzen und daraus gewonnene Nahrungsmittel als sicher angesehen werden können. Zu diesem Ergebnis kommt ein jetzt in Berlin vorgestelltes internationales Forschungsprojekt. Unter dem Titel RAGES (Risikoabschätzung von gentechnisch veränderten Organismen in der EU und der Schweiz) befasste sich ein…

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BDM: Sektorstrategie 2030 nicht ausreichend

Die auf der Grünen Woche vorgestellte Strategie 2030 der deutschen Milchwirtschaft, an der die Verbände der Milchwirtschaft und Milchviehhaltung seit Frühjahr 2019 in zahlreichen Arbeitssitzungen gemeinsam gearbeitet haben, bleibt nach Ansicht des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück und ist vom BDM auch nicht mitunterzeichnet. Der BDM hat in Arbeitsgruppen zwar an der Strategie mitgearbeitet, war jedoch nicht im Lenkungsgremium vertreten, das durch Vertreter von Bauernverband (DBV), Raiffeisenverband (DRV) und Milchindustrieverband (MIV) gebildet wurde. „Der Ansatz der vorliegenden…

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Gene Drives: Europaparlament fordert weltweites Moratorium

Das Europäische Parlament hat ein globales Moratorium für die Freisetzung von Gene Drives gefordert. Durchsetzen müssen es allerdings die EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission. Der Termin dafür ist das nächste Treffen zur UN-Biodiversitätskonvention (CBD) im Oktober 2020 in China. Mit Gene Drives lassen sich Gen-Scheren wie CRISPR/Cas im Erbgut eines Tieres oder einer Pflanze verankern. Dadurch wiederholt sich die gentechnische Veränderung in der nächsten Generation automatisch und kann sich binnen kurzer Zeit in ganzen Populationen ausbreiten. Mehrere Forschungsprojekte befassen sich damit, Mücken, die Krankheiten wie Malaria übertragen, oder…

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Tierschutz und Umweltschutz sind vereinbar

Tiergerechte Schweineställe stoßen nur wenig Emissionen aus. Das teilt das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) unter Bezugnahme auf Messungen des Instituts für Boden und Umwelt der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Nord West mit. „Hessen hat erstmals weltweit Emissionsmessungen bei tiergerechten Außenklimaställen für Schweine durchführen lassen. Die Ergebnisse beweisen: Tierschutz und Umweltschutz sind vereinbar“, sagte die für Umwelt- und Tierschutz zuständige Ministerin Priska Hinz, „Mit dem richtigen Management durch den Betriebsleiter bzw. die Betriebsleiterin…

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Neue Gentechnik: Das Vorsorgeprinzip findet im Bundestag keine Mehrheit

Der Bundestag hat einen Antrag zum Umgang mit der neuen Gentechnik von Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt. Diese wollten die Bundesregierung dazu verpflichten, einer Lockerung der EU-Gentechnikregelungen zugunsten neuer gentechnischer Verfahren nicht zuzustimmen. Die Regierungsfraktionen lehnten den Antrag ebenso ab wie die FDP; die Linke stimmte mit den Grünen. Nach dem Willen der Grünen sollte der Bundestag die Regierung auffordern, „sich auf EU-Ebene für die Stärkung des Vorsorgeprinzips einzusetzen, indem sie konsequent dafür eintritt, dass auch neue gentechnische Methoden wie beispielsweise CRISPR/Cas, TALEN, ODM oder Zinkfinger-Nukleasen unter dem…

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Trend zu Großbetrieben in der Landwirtschaft - Schweinehaltung besonders betroffen

Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung in Deutschland ist im Zeitraum von 2010 bis 2019 um mehr als ein Drittel (35 %) gesunken (von 33 400 auf rund 21 600). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitteilt, ist dieser Rückgang vor dem Hintergrund einer generellen Abnahme der Gesamtzahl landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland überdurchschnittlich hoch: Diese ging zwischen 2010 und 2016, dem Jahr der letzten Agrarstrukturerhebung, von knapp 300 000 auf rund 275 000 Betriebe zurück. Das entspricht einem Minus von rund 8 %. Zahl der kleinen Betriebe mit Schweinehaltung geht besonders stark…

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Bei der Wasserwirtschaft schwindet das Verständnis für Bauernproteste

Mit Blick auf die Bauernproteste und die dort auch geäußerte Kritik an einer Verschärfung der Düngeverordnung schwindet bei „den rheinland-pfälzischen Wasserversorgern als Leidtragenden der Verschmutzung des Grundwassers durch die Landwirtschaft“ das Verständnis für die Protestaktionen zunehmend. Das teilte kürzlich der Landesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e.V. (LDEW) mit. „Wir sprechen bei den aktuellen Anpassungen der Düngeverordnung über die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie, die 1991 in Kraft getreten ist. Seit fast 30 Jahren haben die deutsche Landwirtschaft und Politik die Umsetzung geltenden Rechts versäumt“,…

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„Ein Signal, das die Politik ernst nehmen sollte“

Einen Tag vor der „Wir haben es satt!“-Demonstration (WHES-Demo) hatte die Initiative „Land schafft Verbindung“ (LsV) zu einer Trecker-Demonstration in Berlin und an weiteren Orten bundesweit aufgerufen. Insgesamt sollen nach LsV-Angaben bis zu 20.000 Trecker bundesweit auf der Straße gewesen sein. Einer der Redner der LsV-Demonstration in Berlin war auch Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Anmelder der WHES-Demo am 18.01.. Im Gegenzug sprach auf der WHES-Demo mit Tilo von Donner auch ein LsV-Vertreter. Für Georg Janßen „ein Signal, das die Politik sehr ernst nehmen muss“, sagt er auf der…

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Konzept der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ erwartet

„Eine Zukunft für die Landwirtschaft zu entwickeln“, ist nach Ansicht von Tilo von Donner, einem Vertreter der Initiative „Land schafft Verbindung“ (LsV), die Aufgabe der auf dem Agrargipfel im Kanzleramt beschlossenen „Zukunftskommission Landwirtschaft“. Das sagte er auf der „Wir haben es satt!“-Demonstration in Berlin. Und auch Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ging in seiner Rede auf der LsV-Kundgebung auf die Kommission ein. Damit dort „wirklich was rauskommt“, müssten folgende Punkte geklärt werden: was sind unsere gemeinsamen Ziele; was kostet eine notwendige Anpassung die Betriebe;…

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"Du entscheidest"

"Du entscheidest". Unter dieses Motto stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium in diesem Jahr seinen Auftritt auf der Grünen Woche und will damit auf die Rolle des Verbrauchers und seine Einflussmöglichkeiten innerhalb der Wertschöpfungskette hinweisen. Mit Blick auf die Verantwortung der Verbraucher und Verbraucherinnen sagt der Ehrenvorsitzende des BUND auf der „Wir haben es satt!“-Demo: „Natürlich haben auch wir mit unserer täglichen Einkaufsentscheidung eine Verantwortung“. Aber letztendlich verantwortlich für die Wertschöpfungskette und die daraus resultierenden Folgen wie Umweltprobleme „ist die Politik, die geschworen hat, Schaden vom…

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