Gentechnikraps in Bundesländern gefunden

In diesem Herbst wurde in acht Bundesländern konventionelles Rapssaatgut mit gentechnischen Rapsverunreinigungen ausgesät. Dies teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) auf Nachfrage mit. Insgesamt seien 48 Parzellen mit jeweils 10 m² verteilt auf zehn Standorte betroffen. Auf diesen Flächen hatte eine französische Saatzuchtfirma Prüfungen für die Sortenregisteranerkennung ihrer konventionellen Winterrapssorte durchgeführt. Betroffen sind die Länder Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern (ca. 60 m² im Landkreis Vorpommern-Greifswald), Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein (ca. 90 m²) und Thüringen. In allen acht…

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Anteilserwerb von Agrarunternehmen macht 21 % der ostdeutschen Flächenverschiebungen aus

Eine neue Studie des Thünen-Instituts zeigt, dass in den ostdeutschen Bundesländern durch den Verkauf von Kapitalanteilen indirekt in großem Umfang Landwirtschaftsfläche auf neue Eigentümer übergeht. Bei 676 Agrarunternehmen mit verschiedenen Rechtsformen (GmbH, GmbH & Co. KG, Genossenschaft, Aktiengesellschaft) in acht ostdeutschen Landkreisen wurden die Veränderungen der Eigentümerstruktur seit 2007 untersucht. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern sind dabei häufig überregional aktive Investoren beteiligt: Rund 34 % der von juristischen Personen bewirtschafteten Landwirtschaftsfläche gehört zu Agrarunternehmen, deren Mehrheitsanteilseigner nicht…

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Biogas als Energiespeicher

Die Energieerzeugung am Verbrauch zu orientieren forderte der Staatssekretär der Landwirtschaftsministeriums in Rheinland-Pfalz, Thomas Griese im Vorfeld der anstehenden EEG-Novelle für eine Neugestaltung des Vergütungssystems im Biomassesegment. Bei der Förderung der Anlagen wird bisher die Nennleistung als Bemessungsgrundlage herangezogen. Damit sind viele Investitionen verhindert worden. Eine, wie von Griese geforderte Umstellung auf die sogenannte Bemessungsleistung hätte zur Folge, dass Anlagenbetreiber Energie zum Zeitpunkt des größten Bedarfs produzieren könnten. Anstatt kontinuierlich das entstehende Gas zu verstromen würde die gesammelt und…

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Bessere Lieferverträge für Milchbauern

Das hat der der Präsident des deutschen Bauernbunds (DBB) Kurt-Henning Klamroth gefordert. Er fordert eine Änderung des Marktstrukturgesetzes. Laut DBB sind die aktuellen Milchlieferverträge mit Andienungspflicht und nachträglicher Preisfestsetzung längst überholt und schwächen die Position der Erzeuger gegenüber den multinationalen Milchkonzernen. Der DBB fordert zukünftig festzuschreiben, das Milchlieferverträge eine befristete Laufzeit von mindestens vier Monaten und höchstens vier Jahren haben sollen. Auch müssten Angaben über einen Festpreis für die Liefermenge einer Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß der Güteklasse Eins im Vertrag…

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Reis ganz neu. Die Wissenschaft macht's möglich

Die Menschheit wächst und die Ernährung muss gesichert werden. Das ist auch für eine Forschergruppe, die an der Ertragssteigerung von Reis arbeitet, eine der Hauptbegründungen ihres tuns. Die Forscher wollen den Stoffwechsel von Reis grundlegen umbauen, damit dieser Trockenheitstoleranter wird. Im Detail soll die C3-Pflanze Reis zur C4 Pflanze werden. Hierbei handelt es sich verkürzt um zwei Wege mit denen die Pflanze kohlendioxid aufnimmt bzw. speichert. Während C3 Pflanzen das zur Photosynthese benötigte CO2 während unmittelbar aufnehmen müssen wenn es hell ist, die Sonne scheint, könne C4 Pflanzen die Co2-Aufnahme zwitlich von der Fotosynthese…

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Messwerte fehlen, aber das Wasser ist gut

Mit einer Onlinepetition will die Qualitätsgemeinschaft für nachhaltige Düngung und Ressourcenschutz (QDR) die Novellierung der Düngeverordnung stoppen. Zur Begründung führt die QDR an, die von der Bundesregierung verfassten Nitratberichte seien untauglich. Zum einen würde gezielt nur eine Auswahl der schlechtesten Messergebnisse aufgenommen und zur EU-Kommission nach Brüssel geschickt. Zum anderen sei das Netz der Messstellen viel zu gering. Auch die QDR, die keine eigenen Messstellen betreibt, ist auf die offiziellen Daten angewiesen. Der Verband kommt dennoch zu dem Schluss: „Würden hingegen repräsentative Messwerte zugrunde gelegt, sei die…

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Den Unterboden im Visier

Eigentlich ist es die Sache der Pflanzen, mit ihren Wurzeln in die tieferen Bodenschichten vorzudringen, um Nährstoffe und Wasser zu erschließen. Wurzelbilder zeigen, dass Weizen seine Wurzeln bis in über 2 Meter Tiefe wachsen lässt. Luzerne übertrifft dies bei weitem und bildet Wurzeln bis in über 4 Meter Tiefe. Ganz von alleine machen das die Pflanzen: allerdings nur dann, wenn man sie nicht züchterisch dahingehend bearbeitet, dass sie ihre ganzen Nährstoffe in den oberen Bodenschichten, dem Pflughorizont, bekommen. Genau dies aber haben die Intensivierung, und der Einsatz von Mineraldüngern mit sich gebracht. Zeit für die Forschung aktiv zu werden.…

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Er kam, die Bauern und Bäuerinnen aber auch

Nicht nur EU-Agrarkommissar Phil Hogan sondern auch noch 100 Bauern und Bäuerinnen und 15 Trecker sind dann doch noch mehr als spontan nach Hersching am Ammersee zur Landesversammlung des bayerischen Bauernverbandes gereist. Wie geplant sprachen BDM-Vorsitzender Romuald Schaber und die AbL-Bundesvorsitzende Gertraud Garfus vor nun umso aufgebrachteren Bauern, angesichts des Hickhack und des Versteckspiels des Kommissars. Einmal mehr kritisierten sie seine starre Haltung in der Milchkrise und forderten alle Beteiligten zum Handeln auf. Hogan hingegen spielte allerdings weiter und wurde in seiner Limousine „in einem Affenzahn“ wie Bäuerin Lucia Egner…

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Kommt er oder kommt er nicht?

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan zu seiner Landesversammlung nach Hersching am 3.12. eingeladen. Daraufhin hat der Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) unter dem Motto „Phil Hogan, Krisen ignorieren heißt Bauern ruinieren!“ zum laut- und bildstarken Protest in den Ort am Ammersee aufgerufen. Hogan hatte im Hinblick auf die aktuelle Milchmarktkrise bislang wenig Interesse am Erhalt einer bäuerlichen Milchviehhaltung in Europa gezeigt. Stattdessen hatte er den Bauern und Bäuerinnen vielmehr in einem Interview unterstellt, sie würden immer nur Jammern, um mehr Geld locker zu machen und dann doch einfach weiter…

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Milchbauern und die Gesellschaft

Nun kriegen auch die Milchbauern und -bäuerinnen ihre Imagekampagne von Milchindustrie und Bauernverband. Damit wird zur üblichen Lösung gegriffen, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz schwindet. Davon waren die Milchbauern und -bäuerinnen bislang eigentlich verschont geblieben, eine neue Forsa-Umfrage zeichnet nun ein etwas anderes Bild. Die Hälfte der Befragten bezweifelte dort, dass es Kühen in modernen Milchviehställen gut geht. Sogar etwas mehr als 50 % kritisieren die Exportstrategie und wollen eine Abkehr von dieser von Industrie und Verbänden bislang priorisierten Handlungsweise hin zu einer Produktion vornehmlich für den heimischen Markt.…

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