China- Schock 2.0 - was hat das mit der heimischen Landwirtschaft zu tun?

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Wenn die heimischen Märkte unter Druck sind, die Erzeugerpreise abstürzen und bei jedem Stück Fleisch, bei jedem Liter Milch und bei jeder Tonne Getreide Bauerngeld dazu gelegt wird, kommt unwillkürlich der Ruf nach Export. Andere Länder, besonders außerhalb Europas, sollen die Probleme lösen. Das hat schon öfters funktioniert. Und ganz oben auf der Wunschliste steht seit Jahren China, das Land mit 1,4 Mrd. Konsumenten, soll uns von Überschüssen retten und möglichst noch Geld verdienen lassen. Aber die geopolitische Lage ändert sich gegenwärtig und in Zukunft grundlegend - auch im Handel mit dem Reich der Mitte.…

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Weidehaltung gehört in die Zukunft – nicht auf die Streichliste

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums für ein Bürokratierückbaugesetz angenommen. Doch neben dem Abbau überflüssiger Bürokratie findet sich darin auch die Streichung von Förderangeboten unter anderem für die Weidehaltung von Milchkühen und des Biotopverbundes sowie die Streichung von Verbraucherschutzregelungen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat nach dem Beschluss bereits Beratungsbedarf dazu für das parlamentarische Verfahren angemeldet. Eine Korrektur des Beschlusses durch den Bundestag fordert auch die grüne Bundestagsabgeordnete Ophelia Nick. Vor dem Beschluss hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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Gestalten statt privatisieren: Agrarflächen für bäuerliche Betriebe nutzen und Existenzgründungen ermöglichen

Trotz anders lautender Vorgaben verkauft die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) weiter fleißig landwirtschaftliche Nutzflächen. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit Verweis auf eine Darstellung der Bundesregierung mit, wonach seit dem 1. Januar 2025 bereits über 930 Hektar Land veräußert wurden, obwohl der Verkauf seit genau diesem Datum verboten ist. Die offizielle Begründung der Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, dass es sich um Kleinst- und Streuflächen handele, ist nach Ansicht der AbL unzureichend und wirft neue Fragen auf. Unklar…

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THKG: EU-Notifizierungsverfahren um drei Monate verlängert

Die Frist für das im Mai gestartete EU-Notifizierungsverfahren zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) wird um drei Monate verlängert. Wie aus der EU-Datenbank für Notifizierungen TRIS ersichtlich ist, wurde die Frist vom 12. August auf den 12. November 2026 verschoben. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mahnt ein Festhalten am angekündigten in Kraft treten des Gesetzes zum Januar 2027 an, um möglichst schnell Planungssicherheit für die Betriebe zu schaffen. Das hält der Tierschutzbund für unwahrscheinlich und fordert, die drei Monate mehr Zeit müssten genutzt werden, um einen Aufschlag vorzulegen, der sowohl mehr Tierschutz…

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Bauernorganisationen fordern Ex-Post-Evaluation der fusionierten Arla

In ihrem in der vergangenen Woche veröffentlichten Hauptgutachten „Wettbewerb 2026“ schlägt die Monopolkommission unter anderem erneut die Ex-Post-Evaluation bei Fusionen vor. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die MEG Milch Board fordern diese Evaluation für die Fusion der neuen Arla (ehemals DMK Group und Arla Foods), die seit 1. Juni 2026 freigegeben ist. Sie ist nun die größte europäische Genossenschaftsmolkerei in Europa und hat ihre Marktmacht – auch gegenüber ihren Bäuerinnen und Bauern – in Deutschland massiv ausgedehnt. „Die EU-Kontrollbehörde muss nun beobachten, ob die Gewinne, die Arla aufgrund der Fusion…

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Fairer Handel: Menschenrechte, Klimaschutz und ökonomischer Erfolg

Der Faire Handel in Deutschland wächst weiter: 2025 erreichte der Umsatz mit fair gehandelten Produkten einen neuen Höchstwert von 2,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 4,7 Prozent. Das teilt das Forum Fairer Handel (FFH) mit. Während die ökonomische Entwicklung seitens des FFH positiv gesehen wird, wird die „politische Bilanz“ kritischer beurteilt. “Die Einhaltung von Menschenrechten, Klimaschutz und ökonomischer Erfolg stehen nicht im Widerspruch. Das zeigt der Faire Handel, der 2025 weiter gewachsen ist”, erklärte FFH-Geschäftsführer Matthias Fiedler, anlässlich der FFH-Jahrespressekonferenz. “Viele Verbraucher*innen…

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Europäische Kommission sieht rosige Zukunft durch Neue Gentechnik bei Tieren

In einem neu veröffentlichten Strategiepapier zur Tierzucht äußert die Europäische Kommission die Hoffnung, dass Neue Gentechnikverfahren (NGT) bei Tieren zu einer „Win-Win-Situation für Wirtschaft und Umwelt“ führen würden. Testbiotech stellt dies in Frage und verweist unter anderem auf den vorherrschenden Trend zur Leistungssteigerung bei Nutztieren, der sich nicht nur in der konventionellen Tierzucht beobachten lässt, sondern auch bei Gentechnik-Anwendungen. Vor diesem Hintergrund mahnt Testbiotech, dass im Bereich der Gentechnik bei Tieren hohe Tierwohlstandards und eine umfassende Risikoprüfung gewährleistet bleiben müssen. Es ist nach Ansicht…

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BMLEH schwächt innovative Betriebe im Wettbewerb

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) übt deutliche Kritik an der vom Bundeskabinett beschlossenen Vorlage zum Bundeshaushalt 2027. Diese sieht im Bereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) Kürzungen der Mittel beim Umbau der Tierhaltung sowie besonders stark beim Einzeltitel ‚Zukunftsfähige, umwelt- und ressourcenschonende Landwirtschaft und ökologischer Landbau' vor, der auf 46 Mio. Euro gekürzt werden soll, 2026 waren resp. sind es 67 Mio. Euro. Es sind für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung Agrarstruktur und Küstenschutz" (GAK), massive Kürzungen vorgesehen in Höhe von 54 Mio. Euro. Der Posten „Bundesprogramm Umbau…

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BayWa: Hochmut kommt vor dem Fall – neuer Sanierungsplan wird noch teurer

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Die BayWa war mal „nach der katholischen Kirche die zweitwichtigste Institution in Bayern“ (Wirtschaftsminister Aiwanger). Seit mehr als drei Jahren ist der Agrarhandelskonzern ein krasser Sanierungsfall. Mehr noch – selbst der bisherige Sanierungsplan, der die Schulden von annähernd 5 Mrd. € bis 2028 abbauen sollte, muss verlängert und verschärft werden, wenn der Konzern nicht pleite gehen will. Die Sanierung der BayWa hat die beiden genossenschaftlich getragenen Großaktionäre, die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG und die Raiffeisen Agrar Invest AG aus Österreich, die zusammen rund 67 % der BayWa-Aktien…

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Kürzungen im Agrarhaushalt zeigen Notwendigkeit zum Umdenken

Der vom Bundeskabinett vorgelegte Haushaltsentwurf 2027 bestätigt aus Sicht des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) einmal mehr die Notwendigkeit, die Landwirtschaft unabhängiger von Steuergeldern zu machen. Wer auf die Kürzungen nur mit dem Ruf nach mehr Steuergeldern reagiere, handelt nach Ansicht des BDM „nur sehr bedingt im Interesse der Bäuerinnen und Bauern“. Zwar fällt die Kürzung des Agraretats mit 0,3 Prozent nach Ansicht des BDM auf den ersten Blick gering aus, dennoch kämen unter dem Strich rund 200 Mio. Euro weniger in der Landwirtschaft an. Eine direkte Einkommenswirkung hat die Reduzierung des Bundeszuschusses zur…

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