Milchbauern demonstrieren in München

Über 3.000 Milchviehhalter aus dem ganzen Bundesgebiet und über 500 Schlepper waren dem Aufruf des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) gefolgt und am 1. September nach München gekommen. Die Kundgebung auf dem Odeonsplatz bildete den Abschluss einer 8-tägigen Staffelfahrt, die auf verschiedenen Routen aus dem gesamten Bundesgebiet nach München geführt hatte. Auf vielen Transparenten und Fahrzeugen waren Forderungen an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und Bundeskanzlerin Merkel zu lesen. Von „Brille putzen“ um die Milchkrise zu erkennen bis zum Verrat an den Bauern durch Deutschen Bauernverband und Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt…

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Treckerdemo in Paris

Weit über 1.000 Traktoren sind heute in Paris eingetroffen. Gestartet sind sie in vielen Regionen Frankreichs. Ein Zentrum bildeten die Veredlungs- und Milchregionen Bretagne und Normandie. Aufgerufen zur großen Demonstrationsfahrt in die französische Hauptstadt hat der französische Bauernverband FNSEA. Genau wie die Bauern in allen anderen europäischen Staaten leiden die französischen Betriebe unter den schlechten Erzeugerpreisen. Die Forderungen der FNSEA entsprechen denen des Deutschen Bauernverbands: Höhere Preise weniger Vorgaben. Die FNSEA fordert direkte und indirekte (Bürgschaften, günstige Kredite usw.) finanziellen Hilfen in Höhe von 600…

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Handelsketten werden es nicht retten!

Hunderte Bauern und Bäuerinnen mit ihren Treckern in fordern heute in München den „Milchmarkt zu gestalten anstatt Krisen zu verwalten.“ Mit vielen unterschiedlichen Aktionen auf der zum Teil eine Woche dauernden Staffelfahrt aus allen Regionen der Republik organisiert vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM) machen sie auf ihre desolate Lage bei einem bei weitem nicht kostendeckenden Milchpreis aufmerksam und fordern Taten von Politik und Molkereien. Das von Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied präsentierte Signal des Discounters Lidl sehen viele Bauern und Bäuerinnen als neuerliche Vernebelungstaktik des Bauernverbandes, der mit seiner…

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Menge reduzieren, statt von Exporten zu phantasieren

Bauern und Bäuerinnen sind bereit, dass ihnen Mögliche zu tun, um von den Überschüssen auf dem Milchmarkt runter zu kommen. Das machte heute einmal mehr eine Delegation mit Trecker und Kuh vor der Tür des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt (CSU) in Berlin deutlich. Gleichzeitig müsse endlich auch die Politik – neben Verarbeitern und Handel - ihren Teil der Verantwortung übernehmen, so die Forderungen, vorgetragen von Abl-Bundesgeschäftsführer Georg Janßen. Anlass war einerseits die seit einer Woche rollende Protestbewegung von Milchbauern und Milchbäuerinnen quer durch Deutschland organisiert vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter…

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Milchbauernaktionen: Deutsche Politiker zum Handeln bewegen

Die Hälfte ist geschafft, nochmal so viel Strecke, Gesprächstermine, Presse- und Diskussionsveranstaltungen, Höfe und Begegnungen stehen an für die Fahrer der zwei nördlichen Staffelfahrtrouten des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) in Richtung München. Am Montag den 21. August sind sie mit 35 Treckern von Pewsum/ Krummhörn in Niedersachsen (Nord-West-Route) und mit 25 Treckern von Hohenwestedt in Schleswig-Holstein (Nord-Ost-Route) aufgebrochen. Die komplett durchfahrenden Schleppergespanne werden jeweils vor Ort in den Regionen von anderen Bauern und Bäuerinnen begleitet – heute im Saarland und in Thüringen. Die MilchviehhalterInnen…

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Schweine ohne Antibiotika durch hygienische Abschottung?

„Vor allem wurde mehr Reinigungsaufwand betrieben, um den Hygienestatus stabil und Krankheiten draußen zu halten“, beschreibt Jens Hansen, Pressesprecher des dänischen Unternehmens Danish Crown, die vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung von Antibiotikaeinsatz in den Schweineställen. Seit acht Monaten führt der nach eigenen Angaben größte europäische Fleischverarbeitungskonzern ein Projekt zur antibiotikafreien Aufzucht und Mast von Schweinen durch – nach eigenen Pressemitteilungen vor allem für den Export als Spezialqualität in die USA. Mittlerweile gab es eine erste Auswertung der Erfahrungen auf den zwei beteiligten Betrieben: Aktuell gelangten…

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Bretonische Schweinebranche vereinbart Richtpreis

In der Bretagne, einer der bedeutendsten Veredlungsregion Frankreichs, waren bis vergangene Woche am französischen Marché du Porc Breton (MPB) die Preise für Schweinefleisch ausgesetzt. Anfang August hatten die Beteiligten unter Vermittlung von Landwirtschaftsminister Le Foll über Mindestpreise verhandelt und sich auf 1,40 Euro/kg zur Sicherung der Erzeugererlöse geeinigt. In der jetzt wieder gestarteten Preisfindungsphase ergab sich eine Durchschnittsnotierung von 1,389 Euro/kg Schlachtgewicht. 1,10 Cent weniger als im Richtpreis vereinbart. Nicht am Handelsgeschehen beteiligt haben sich die Fleischproduzenten Cooperl und Bigard. Sie kritisieren,…

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Schweinefleisch zum Ramschpreis

Genau dies wirft die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) den Einzelhandelsketten Netto und Real vor. Zwar werben die beiden Unternehmen mit deutscher Herkunft und hoher Qualität, mit den Aktionspreise werde das Fleisch allerdings verschleudert. Ähnlich wie im Milchbereich kämpfen auch die Schweineproduzenten seit längerem aufgrund der schlechten Preise um ihre Existenzen. Obwohl die Lage auch in Deutschland angespannt ist regt sich wenig öffentlicher Widerstand der Produzenten. Ganz anders in Frankreich, wo Schweinebauern gemeinsam mit Milchproduzenten an der Grenze Lastwagen angehalten haben um geladenen Lebensmittel, die…

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Schwalben dürfen in in Ställen brüten

Die Veterinärbehörden in Niedersachsen haben es auf die Schwalben in Ställen abgesehen. Zur Tierseuchenprävention, so die Argumentationslinie, sollten die Nester und folglich auch die Schwalben aus den Ställen entfernt werden. Unklar ist ob derartiges Vorgehen rechtlich zulässig gewesen wäre, Schwalben sind eine geschützte Vogelart, hat das Landwirtschaftsministerium in Hannover jetzt klar gestellt, dass es keinen Anlass zu derartigem Vorgehen gebe. Diese Einschätzung teilte auch das Bundeslandwirtschaftsministerium, dass die Verbreitung von Tierseuchen durch Schwalben als „vernachlässigbar“ einschätzte. Christian Meyer, Landwirtschaftschaftminister…

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Unerwartete Solidarität

Ganz überraschend haben die dänischen Milchbauern in der Milchpreiskrise Unterstützung von der Supermarktkette REMA 1000 erhalten. Das Unternehmen kündigte an die Preise für Milch in ihren Filialen um 0,50 dänische Kronen (6,7 €ct) pro Liter anzuheben. Dieser Mehrerlös soll direkt den dänischen Milchbauern zugute kommen. Das Unternehmen, so Einkaufsleiter Anders Jensen, verfolge mit diesem Schritt eine langfristige Strategie zum Erhalt der dänischen Milchbauern.

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