Bundesamt für giftige Schneewittchen-Äpfel

Äpfel und Birnen in der Bodensee-Region sollen nach dem Willen des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) stärker mit einem gefährlichen Pestizid behandelt und in der Folge der Grenzwert für die Rückstände des Giftes in Kernobst erhöht werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) spricht sich gegen die vom BVL geplante 20fache Grenzwerterhöhung des Fungizids Folpet aus. Das Gift ist wahrscheinlich krebserregend und erbgutverändernd, so der BUND. Der Grund für die Behördengenehmigung ist dabei laut BUND auch der bedrohte Hopfenexport in die USA und nach Japan.  Die nasse Witterung in der Bodenseeregion…

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BMEL reicht Änderungsantrag zum deutschen GAP-Strategieplan bei EU-Kommission ein

Die EU-Agrarförderung in Deutschland soll ab 2025 weiter vereinfacht und vor allem die Öko-Regelungen (Eco-Schemes) für Landwirtinnen und Landwirte attraktiver werden. Das teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) mit und hat dazu am 2. August 2024 den Änderungsantrag zum deutschen GAP-Strategieplan förmlich bei der Europäischen Kommission eingereicht. Zuvor hatte sich das BMEL bereits informell mit der Europäischen Kommission verständigt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in dem Änderungsantrag „hilfreiche Vereinfachungen“ aber auch „ungenutzte Spielräume“. In dem jetzt eingereichten Änderungsantrag finden sich…

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Tierwohl: Die Hunde bellen noch, die Karawane zieht weiter

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ An dieses orientalische Sprichwort erinnert die aktuelle agrarpolitische Diskussion um die Tierhaltungskennzeichnung. Bei den Beduinen galt der Hund nicht viel, während das „Wüstenschiff“ erhaben seinen Weg zog und sich nicht von den Kläffern abhalten ließ. Das Sprichwort benutzte im politischen Raum besonders Helmut Kohl sehr gern, wenn er seine Widersacher abkanzelte. Auch bei der Tierhaltungskennzeichnung gibt es diese zwei Seiten. Die einen („Hunde“) halten sie für überflüssig und unsinnig, die anderen („Karawane“) sehen darin einen wichtigen Schritt für eine Weiterentwicklung des Tierwohls und des…

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Honorierung durch Ökoregelungen trägt (Hülsen-)Früchte

Die Honorierung freiwilliger zusätzlicher ökologischer Maßnahmen im Ackerbau trägt nach Ansicht des Landesbauernverbandes Brandenburg (LBV) Früchte. Für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zeigt das einmal mehr, dass es sich bei den Ökoregelungen um ein zukunftsweisendes Instrument handelt, das weiter ausgebaut und bei den Prämien erhöht und degressiv gestaltet werden muss. Im Anbaujahr 2023/2024 wählten Brandenburgs Landwirte laut einer Mitteilung des LBV verstärkt die Ökoregelung 2 der EU-Agrarförderung an, die den „Anbau vielfältiger Kulturen“ zusätzlich honoriert. Voraussetzung dafür war, dass die Landwirte mindestens fünf…

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Stillstand beim Düngegesetz und weiterhin zu hohe Nitratbelastung

Die Novellierung des Düngegesetzes wurde wie erwartet am 5. Juli im Bundesrat abgelehnt. 11 Bundesländer stimmten gegen die bereits vom Bundestag am 6. Juni beschlossenen Änderungen (die Bauernstimme berichtete). Offen ist weiterhin, ob ein Vermittlungsausschuss zur Erarbeitung einer Kompromisslösung einberufen wird. Vor September ist damit jedoch nicht zu rechnen. Mit diesem Stillstand wird die Umsetzung des Wirkungsmonitoring, welches der EU-Kommission 2023 zugesagt wurde, weiterhin verzögert und die Wiederaufnahme eines Vertragsverletzungsverfahrens riskiert. Passend zu diesem aktuellen Vorgang wurde im Juli der Nitratbericht veröffentlicht, den…

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EFSA veröffentlicht Bericht über Risiken genetisch veränderter Mikroorganismen

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat einen Bericht über den Einsatz von genetisch veränderten Mikroorganismen in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion veröffentlicht. Der Bericht umfasst nicht nur gentechnisch veränderte Mikroorganismen, sondern auch solche aus anderen Herstellungsverfahren. Nach Darstellung der EFSA müssen die bestehenden Prüfrichtlinien erheblich nachgebessert werden, um mit den neuen Verfahren und Anwendungen Schritt halten zu können. Unter anderem sollen Methoden entwickelt werden, um Veränderungen des Mikrobioms bewerten zu können, d.h. der Gemeinschaften von Mikroben, die bspw. den Darm von Menschen und Tieren…

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Nachweise für genomeditierten Raps und Gerste entwickelt

Forschende von zwei deutschen Instituten haben Nachweisverfahren für eine Gersten- und eine Rapslinie entwickelt, die sie zuvor mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) verändert hatten. Wie, das ist im Abschlussbericht zur Machbarkeitsstudie zu „Nachweis- und Identifizierungsverfahren für genomeditierte Pflanzen“ nachzulesen, der im Juli veröffentlicht wurde. Die federführende Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hatte die Studie im April 2020 ausgeschrieben. Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben und das Institut für Phytopathologie der Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel…

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Volksantrag-Initiatoren: „Ablehnung ist schwerer Rückschlag für Flächenschutz und Lebensqualität in Baden-Württemberg“

Der Volksantrag „Ländle leben lassen“, dessen wesentliches Ziel es ist, das im Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg verankerte Flächensparziel umzusetzen, wurde im Landtag im Juli abgelehnt. Die Regierungskoalition hat nach Ansicht der Volksantrag-Initiatoren somit nicht die Absicht, die im Koalitionsvertrag gegebenen Versprechen zum Flächenschutz zu realisieren. Im Gegensatz zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ habe es bisher keinerlei Versuche seitens des Landtags oder der Landesregierung gegeben mit den Initiatoren einen Kompromiss auszuhandeln. Die Formulierungen im Entschließungsantrag der beiden…

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Klimawandel verstärkt Landkonflikte - Indigene in Bolivien rufen Notstand aus

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt zum Tag der indigenen Völker am 9. August vor einer zunehmenden Bedrohung indigener Völker in Südamerika durch Landkonflikte und die Folgen des Klimawandels. „Durch Waldbrände, Ernteausfälle und Konflikte über die Landnutzung wächst der Druck auf indigene Territorien und Lebensweisen. Das hat zu einer dramatischen Verschärfung der Lebensbedingungen indigener Völker in Südamerika geführt“, sagt Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker. Bei der Vergabe von Landrechten durch staatliche Institutionen wird laut GfbV vor allem die Agrarindustrie bevorzugt – zum Nachteil indigener Gemeinschaften.…

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Overshoot: Nachhaltig nutzbare Ressourcen für 2024 sind aufgebraucht

Schon wieder ist Erdüberlastungstag: Nur sieben Monate hat die Menschheit benötigt, um alle für 2024 nachhaltig nutzbaren Ressourcen zu verprassen. Ab dem 1. August beuten wir die natürlichen Ressourcen des Planeten wieder über das regenerierbare Maß hinaus aus und leben über unsere Verhältnisse beziehungsweise auf Kosten künftiger Generationen. Das verkündet das „Global Footprint Network (GFN)“, eine internationale Forschungsorganisation, die den Termin jedes Jahr basierend auf Daten der National Footprint and Biocapacity Accounts neu berechnet. Diese werden von der York University, Toronto und der Footprint Data Foundation produziert und stützen sich…

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