Wasserwirtschaft will Verursacher stärker in der Pflicht sehen

Schon länger warnen Wasserwerke besonders in Gebieten mit intensiver Tierhaltung vor erheblichen Folgekosten, die ihnen besonders durch die Nitratüberschüsse bzw. deren Abbau im Trinkwasser entstehen. Nun äußerte sich der Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur Forderung des Umweltausschusses im Bundestag, Hersteller von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln für Umweltschäden durch Rückstände finanziell in die Verantwortung zu nehmen. Er unterstütze diesen Vorstoß mit dem das Verursacher- und Vorsorgeprinzip gestärkt werde, so der BDEV, damit die Gewässer und die Trinkwasserressourcen besser vor Verunreinigungen aus Industrie und…

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Eier zu 98 Prozent ohne Gentechnik in der Hühnerfütterung

Fünf der acht großen deutschen Lebensmitteleinzelhändler haben sich an einer Umfrage des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) beteiligt. Demnach erfüllen 98 Prozent der über Handelsmarken verkauften Eier die "Ohne Gentechnik"-Kriterien. Auf Grund von Marktbeobachtungen geht der VLOG davon aus, dass der Anteil bei allen acht Unternehmen nicht wesentlich von diesem Wert abweicht. Für bisher 56 Prozent aller in Deutschland produzierten konventionellen Eier wurde das offizielle "Ohne GenTechnik"-Siegel vom VLOG vergeben. Bio-Eier erfüllen die Kriterien von vornherein. Registriert sind bei dem Verband insgesamt 33,39 Millionen Hennenplätze in…

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Tierwohlinitiative ein PR-Gag?

Das die geplanten Verbesserungen der Haltungsbedingungen zu einem reinen PR-Gag verkommen könnten davor warnt Friedrich Ostendorff, Biobauer und Mitglied des Bundestages für die Grünen. Viele Bauern haben Interesse an einer Teilnahme an der Brancheninitiative. Allein das Geld, welches die Konzerne und Handelsunternehmen des Lebensmittelsektors, bereitstellen müssten, fehlt. Viele Bauern haben bereits in bessere Haltungsbedingungen Investiert und können jetzt nicht an der Initiative teilnehmen und von besseren Preisen profitieren. Von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt forderte Ostendorff sich nicht auf freiwilligen Lösungsansätzen der Branche…

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Milchpreis Down-Under

Die neuseeländische Molkerei Fonterra senkt ihre Milchauszahlungspreise. Als Grund gibt das Unternehmen die schlechte Absatzsituation am Weltmarkt an. Aktuell wird der Preis für die Saison bis Ende Mai gesenkt (Basispreis 3,90 NZ$ (2,41 Euro)). Schon im Januar war der Preis nach unten korrigiert worden. Anders als in Europa gewährt die Molkerei ihren Lieferanten Liquiditätshilfen. Die Verantwortlichen sehen ein schon 18 Monate dauerndes Marktungleichgewicht. Mitverantwortlich sei auch die rückläufige Nachfrage aus Russland und China. Als Verursacher identifizieren die Neuseeländischen Molkereiverantwortlichen daneben die stark angewachsenen…

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Der Milch-Comic

Gemeinsam mit German Watch hat die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft das Comic „Mensch, Macht,Milch“ aufgelegt. Es geht um Milchproduktion in Deutschland und in den Ländern des Südens. Um die Abhängigkeiten der Bauern von den großen Molkereiunternehmen, von Lieferbeziehungen, Milchpulverexporten und zerstörten Märkten in Afrika und Asien. Aber es geht auch um die Perspektiven einer zukunftsfähigen Milchwirtschaft. Der Comic entstand in Kooperation mit dem, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), dem Evangelischen Entwicklungsdienst Brot für die Welt und dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor. Finanziert und unterstützt wurde das…

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Juristischer Etappenlauf für Rechtsklarheit zum Kükentöten

Die Staatsanwaltschaft Münster hat sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht in Hamm eingelegt, nachdem das Landgericht Münster am 9. März die Verhandlung der eingereichten Klage gegen eine Brüterei in Senden abgelehnt hatte. Es geht um die rechtliche Einschätzung, ob die gängige Praxis deutscher Brütereien, die männlichen Eintagsküken von Legehennenrassen massenhaft und routinemäßig zu töten, strafbar im Sinne des Tierschutzgesetzes ist oder nicht. Die Richter der zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts sagten noch vor Eröffnung eines Verfahrens 'nein': Es handle sich zwar um einen schwerwiegenden Eingriff in den Tierschutz, aber der…

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Milchausstiegsprämie

Die Kapazitäten der Molkereien sind offenbar allerorten fast erschöpft angesichts der großen angelieferten Milchmengen. Während Friesland Campina einen Bonus an Bauern und Bäuerinnen auszahlte, die ihre Ablieferungsmengen nicht steigerten, bietet nun die Molkerei Cremilk aus dem schleswig-holsteinischen Kappeln gleich einen Aus- oder Umstiegsprämie. Laut einer Lieferanteninformation, die top agrar vorliegt, sollen Bauern und Bäuerinnen, die bis zum 30.04.2016 ihre Milchanlieferung einstellen, einen Bonus von 20 ct/kg auf die im Januar angelieferte Milchmenge erhalten. Bis 15 Mio kg Milch sollen so nach dem Windhundverfahren „weggefördert“ werden.…

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Nicht weglaufen Herr Schmidt

Landwirtschaftsminister Schmidt auf Wahlkampftour in Rheinland-Pfalz und die Bauern mit dabei. 125 Traktoren und die dazugehörigen Fahrer begleiteten den Minister Ende vergangener Woche in Halsenbach. Bei der folgenden Veranstaltung musste sich Schmidt den Bauern stellen. Aussagen, geschweige denn Zusagen für die unter einem ruinösen Milchpreis leidenden Bauern kamen aber nicht von dem inzwischen als untätig verschrienen Minister. Dieser wird vielmehr mit der Aussage zitiert: "Die Wirtschaft kann selbst wirkungsvolle Maßnahmen zur Angebotssteuerung ergreifen, wie das Beispiel der Molkerei FrieslandCampina zeigt." Immerhin, die Mengenreduzierung ist…

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Abstimmung Glyphosatzulassung vertagt

Eigentlich sollte der in der heutigen Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoPAFF) über die erneute Genehmigung des Wirkstoffes Glyphosat abgestimmt werden. Im Vorfeld hatten jedoch Schweden, Frankreich, die Niederlande und Italien deutlich gemacht, dass sie eine Zulassung kritisch sehen. Die Position Deutschlands war auch auf Nachfrage des BUND nicht in Erfahrung zu bringen. Weder von der Pressestelle des Bundeslandwirtschaftsministerium noch von der des Bundesumweltministerium war demnach eine klare Aussage bezüglich des geplanten Abstimmungsverhalten zu bekommen. Die nächsten Termine für…

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Endokrine Wirkung von Glyphosat

Ist Glyphosat ein endokriner Disruptor und schädigt die menschliche Gesundheit durch seine Wirkung auf das Hormonsystem? In diesem Fall könnte das Mittel nicht Zugelassen werden. Wenn es nach dem Willen der Kommission geht so Glyphosat indes möglichst schnell, noch im März, für weiter 15 Jahre zugelassen werden. Allerdings liegen derzeit noch nicht alle für einen Nachweis der Unbedenklichkeit notwendigen Unterlagen vor. Das allerdings scheint die Zulassungsbehörde nicht zu verstören. Sie erteilt den Antragstellern eine Frist zur Nachreichung bis im Herbst (1.August). Die Zulassung könnte aber trotzdem schon jetzt erteilt werden. Dabei geht es bei den…

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