Tierschutzbund zieht ernüchternde Halbzeitbilanz der GroKo

Eine nach eigenen Worten „ernüchternde“ Bilanz zieht der Deutsche Tierschutzbund nach der ersten Hälfte der Legislaturperiode der Großen Koalition (GroKo). Kaum eines der im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigten Tierschutzversprechen sei angegangen – geschweige denn umgesetzt worden. An vielen Stellen drohe die GroKo die Lage der Tiere sogar noch zu verschlechtern. „Es hagelt Nackenschläge im Tierschutz: nach Ferkeln, Sauen und Versuchstieren nun die Wölfe. Die Bundesregierung arbeitet hart daran, das Tierschutzniveau in Deutschland möglichst niedrig zu halten, es sogar in einzelnen Bereichen abzusenken. Wir empfehlen Frau Klöckner, die…

weiter lesen...


KLJB: „Europa besser machen!“

Eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft durch Umschichtung von Mitteln aus der ersten in die zweite Säule der EU-Agrarpolitik und ein aktiver Klimaschutz sind zwei von zehn Anforderungen, die der Herbst-Ausschuss der Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) beschlossen und in einem Papier veröffentlicht hat. Unter der Überschrift „Europa besser machen!“ werden darin zentrale Kernforderungen der KLJB beschrieben, die für das Handeln des neu zusammengesetzten Europäischen Parlaments, der neuen EU-Kommission und des Europäischen Rats in den nächsten Jahren leitend sein sollen. „In wenigen Wochen tritt die neue EU-Kommission unter…

weiter lesen...


Straßburg: Menschen aus 15 europäischen Ländern für nachhaltige EU-Agrarreform

Etwa 1000 Menschen – Bauerinnen und Bauern im Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft – haben am 22. Oktober vor dem EU-Parlament in Straßburg für eine nachhaltige EU-Agrarreform demonstriert. Vor dem Parlamentsgebäude machen die Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern deutlich: Mit den Fördergeldern aus der EU-Agrarpolitik (GAP) müssen künftig kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe fit für die Agrarwende gemacht werden. Für sie ist klar: Die pauschalen Flächensubventionen sind nicht mehr zeitgemäß. Die 60 Milliarden Euro pro Jahr, über deren Neuverteilung die EU gerade verhandelt, müssen den Bauernhöfen Anreize für mehr Tier-, Umwelt- und…

weiter lesen...


AbL: Notwendige Veränderungen umsetzbar gestalten und bezahlen

„Veränderungen sind notwendig, müssen für uns Bäuerinnen und Bauern aber auch umsetzbar sein und bezahlt werden.“ Das postuliert die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) anlässlich der aktuellen Proteste von Bauern und Bäuerinnen in einem Positionspapier. „Bauern und Bäuerinnen brauchen belastbare Perspektiven“ und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner „muss endlich liefern“, erklärt darin die AbL. In Bereichen wie dem Düngerecht, dem Insekten- resp. Pflanzenschutz oder der Tierhaltung gibt es nach Ansicht der AbL „dringenden Handlungsbedarf, aber wenn nicht gleichzeitig wirtschaftliche Zukunftsperspektiven für Bäuerinnen und…

weiter lesen...


NEULAND plädiert für „ideologiefreies Nebeneinander“ von Kastrationsalternativen

Anlässlich der Fachtagung „Ferkelkastration: Zeit für Antworten“, veranstaltet von den Fachzeitschriften top agrar und SUS, dem Bundesverband Rind und Schwein (BRS) sowie dem Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (aef) in Verden a.d. Aller, plädiert NEULAND, das Qualitätsfleischprogramm aus besonders tiergerechter Haltung, für ein „ideologiefreies Nebeneinander“ der aktuell zur Wahl stehenden Alternativen (Isoflurannarkose, Improvac-Impfung (Immunokastration), Ebermast) nach dem Wegfall der betäubungslosen Ferkelkastration ab dem 1.Januar 2021. Auf der Tagung berichtete Jochen Dettmer, NEULAND-Vorstandssprecher, über die Erfahrungen mit…

weiter lesen...


Biodiversitäts- und Gewässerschutz brauchen Rechtssicherheit

Die Umweltverbände NABU, BUND, Deutscher Naturschutzring (DNR) und PAN fordern die Bundesregierung auf, eine rechtssichere Klärung von Zulassungsauflagen zum Schutz der biologischen Vielfalt und des Grundwassers bei der Auslegung von EU-Recht zu ermöglichen. Die Verbände verweisen auf den Beschluss der Bundesregierung im Koalitionsvertrag, den Einsatz glyphosathaltiger Pestizide mit einer systematischen Minderungsstrategie "deutlich und mit dem Ziel einzuschränken, die Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden und die dafür notwendigen Maßnahmen in einem EU-rechtskonformen Rahmen zu verankern". Dieses vereinbarte Ziel sehen die…

weiter lesen...


Neuer Bericht zeigt: Bewertung von Krebseffekten bei 4 von 10 Pestiziden fehlerhaft

Eine Überprüfung der behördlichen Krebsbewertungen von 10 Pestizidwirkstoffen durch die Nichtregierungsorganisationen PAN Germany und HEAL offenbarte, dass vier Stoffbewertungen nicht im Einklang mit den für die EU geltenden Richt- und Leitlinien durchgeführt wurden. Dies könne zu einer möglichen anhaltenden Exposition von Landwirt*innen und Verbraucher*innen gegenüber krebserregenden Substanzen führen, kritisieren die Verbände. Bei weiteren drei überprüften Pestiziden fehlten notwendige Details in den Bewertungsberichten. So bleibt die Frage offen, wie die europäischen Behörden zu ihren Ergebnissen gekommen sind. Der heute vom Pestizid…

weiter lesen...


EMB: Schere zwischen Produktionskosten und Milchpreisen in Deutschland weitet sich aus

Das European Milk Board (EMB) hat in Brüssel die vierteljährlichen Zahlen über die Kosten in der Milcherzeugung in Deutschland veröffentlicht. Sie zeigen, dass im Juli 2019 die Produktionskosten nur zu 77% gedeckt waren. Zwar sanken die Kosten der Erzeugung im Juli gegenüber dem vorherigen Quartal leicht, gleichzeitig fiel jedoch auch der Milchauszahlungspreis auf unter 34 Cent. Die Erzeugungskosten betrugen im Juli 44,28 Cent. Demgegenüber erhielten die MilcherzeugerInnen für ihr Produkt allerdings nur 33,99 Cent. Somit fehlten den ErzeugerInnen 10,29 Cent zur Kostendeckung. Die Zahlen entstammen der vierteljährlichen deutschen Kostenstudie des Büros…

weiter lesen...


Verbände: Ministerin Klöckner muss Landwirtschaftskommission schaffen

Angesichts der aktuellen landwirtschaftlichen Proteste zur Agrar- und Umweltpolitik ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens über die Zukunft der Landwirtschaft dringend notwendig und möglich. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt und Greenpeace fordern die Bundesregierung und vor allem das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, umgehend eine Kommission einzuberufen. „Es müssen endlich klare und lösungsorientierte Rahmenbedingungen geschaffen werden. Jetzt müssen alle Verantwortung zeigen“, erklärten die Verbände heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in…

weiter lesen...


EuGH: Eine kluge Entscheidung für Bäuerinnen und Bauern

Der Europäische Gerichthof (EuGH) hat im seit 1998 währenden Streit um Auskunft der Bauern und Bäuerinnen über ihren An- und Nachbau von Ackerfrüchten ein weiteres wichtiges Urteil verkündet: Die Saatgut-Treuhandverwaltungs GmbH (STV)) in Bonn, die im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) handelt, hat keinen Anspruch auf die Herausgabe von bei staatlichen Stellen vorhandenen Acker-Anbaudaten der Bauern und Bäuerinnen. Im aktuellen Fall hatte die STV im Auftrag des BDP das Land Thüringen auf Herausgabe von Acker-Anbaudaten der Bauern in Thüringen verklagt, um effizienter an Anbaudaten der Bauern zu gelangen und…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…