Die Wende muss von unten kommen

Für Prof. Dr. Niko Paech, Nachhaltigkeitsforscher, Wachstumskritiker und Vertreter der sogenannten Postwachstumsökonomie muss die zur Erreichung von Nachhaltigkeit und zur Bekämpfung des Klimawandels auch in der Ernährungs- und Agrarpolitik notwendige Wende von unten kommen. Es sei eine der großen zivilgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, diese Wende selbst anzupacken. Dabei könnten viele kleine Projekte Nachhaltigkeit erlebbar machen. Das war eine der zentralen Aussagen seines Vortrages zum Thema „Landwirtschaft und Ernährung jenseits wirtschaftlichen Wachstums“ vor rund 250 Interessierten in Westerstede/Niedersachsen, zu dem ihn die…

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NABU-Gutachten zur EU-Agrarpolitik: Heiße Luft statt echter Klimaschutz

Im aktuellen Vorschlag zur künftigen EU-Agrarpolitik steckt sehr viel weniger Klimaschutz als von der EU-Kommission behauptet. Dies ist das Ergebnis eines neuen Gutachtens, das der NABU beim Institute for European Environmental Policy in Auftrag gegeben hat. Demnach etikettiert die Kommission vor allem die größtenteils ohne nennenswerte Umweltauflagen ausgeschütteten Direktzahlungen als klimafreundlich – laut Kommission sollen sie zu 40 Prozent zum Klimaschutz beitragen. Die Gutachter kritisieren jedoch, dass für ihren tatsächlichen Klimabeitrag entsprechende Nachweise fehlen. „Die letzten Dürresommer waren uns allen, Landwirten, Politik und…

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Tierhaltung: Aus den nationalen Konzepten ein EU-weites Paket schnüren

Der vom "Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung" vorgeschlagene Umbau der Tierhaltung und die Tierwohlkennzeichnung sollten unverzüglich Anlass für ein europaweites Vorgehen werden, verlangt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament und Mitglied im Umweltausschuss. Anders als vom "Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung" zunächst für Deutschland angestrebt, müsste das staatliche Siegel allerdings verpflichtend eingeführt werden und die bestehenden niedrigen gesetzlichen Standards auch auf der untersten Stufe deutlich übersteigen: „Die im Grundsatz zu begrüßenden Vorschläge des Kompetenznetzwerks räumen dem Umbau der…

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Borchert-Bericht ist große Chance für Bauern, Tiere und Gesellschaft

Der Bericht des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Bericht) zeigt nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) einen „belastbaren Weg“ für eine bäuerliche Tierhaltung in Deutschland auf. Jetzt, so die AbL, ist die Politik gefordert. „Bäuerliche Tierhaltung in Deutschland bekommt wieder Zukunft, wenn die Vorschläge des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung jetzt politisch umgesetzt werden. Beachtlich ist, dass die Empfehlungen von so vielen unterschiedlichen Verbänden und Organisationen getragen werden. Dem Vorsitzenden Jochen Borchert und allen Mitgliedern ist es gelungen, sich in intensiven Diskussionen auf einen…

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Borchert-Kommission zeigt Weg für Tierhaltung auf. Politik jetzt am Zug

Landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland hat Zukunft, indem die Betriebe die gesellschaftlich gewünschten Veränderungen umsetzen und die Endverbraucherinnen und Verbraucher die für die übergesetzlichen Leistungen der Betriebe entstehenden Mehrkosten tragen. Weil die Marktakteure das nicht gewährleisten können, ist aktives und strategisches Handeln der Politik notwendig, einschließlich einer neuen starken Finanzierungsquelle und einer mitziehenden Weiterentwicklung des Ordnungsrechts. So lassen sich die „Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung“ unter dem Vorsitz des früheren Bundesministers Jochen Borchert zusammenfassen, die am…

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Neue Gentechnik: Anhörung mit unausgewogener Zusammensetzung

Eine „völlig unausgewogene Zusammensetzung“ einer Anhörung der EU-Kommission zu Fragen der neuen Gentechnik kritisiert der Geschäftsführer des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), Alexander Hissting. Dass die EU-Kommission vor einer Entscheidung die Vertreter unterschiedlicher Interessen anhört, ist gut. Weniger gut ist es, dass die Kommission diese Vertreter immer wieder einseitig auswählt und wichtige Interessen wie Umwelt- oder Verbraucherschutz dabei gerne unter den Tisch fallen, teilt der VLOG mit. Ein aktuelles Beispiel habe gerade EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides abgeliefert, wie eine Analyse der Lobby-Kontrolleure von…

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Biodiversität rechnet sich

Wenn Landwirte die Artenvielfalt auf ihren Wiesen und Weiden fördern, können sie höhere Umsätze erzielen. Zu diesem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forschungsteam aus den Agrarwissenschaften, der Ökologie und der Ökonomie an der ETH Zürich und weiteren Universitäten. «Biodiversität gilt oft als nicht rentabel, aber wir zeigen: doch, sie kann sich rechnen», sagt Nina Buchmann, Professorin für Graslandwissenschaften der ETH Zürich. In einer interdisziplinären Studie an der Schnittstelle zwischen Agrarwissenschaften, Ökologie und Ökonomie haben Buchmann und ihre Kolleginnen und Kollegen die ökonomischen Mehrwerte der Artenvielfalt in einem…

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Spanien: Bauern protestieren gegen niedrige Preise

Spaniens Bauern, aufgerufen von den großen Bauernorganisationen COAG, Asaja und UPA, gehen auf die Straße, um auf die für sie existenzbedrohende Lage hinzuweisen und die Politik zum Handeln zu treiben. Die „Zeit der Worte“ sei vorbei. „Bauern am Limit“ lautet ihr Motto. Im Zentrum ihrer landesweiten Proteste in zahlreichen Städten, vor dem Landwirtschaftsministerium in Madrid und vor Supermärkten, steht die Forderung nach „gerechten Preisen“. Dabei verweisen sie immer wieder auf die große Spanne zwischen dem Erzeugerpreis und dem Verkaufspreis in den Supermärkten, auf ihre schwache Position in der Lieferkette und gestiegene Kosten in der Produktion.…

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Mit Wiesenhof ins „Paradise“

Das Unternehmen Lohmann & Co. AG/PHW-Gruppe, das mit „Wiesenhof“ hinter der nach eigenen Angaben führenden Geflügelmarke Deutschlands steht, hat im vergangenen Jahr seinen satzungsmäßigen Sitz von Visbek/Niedersachsen nach Vaduz/Liechtenstein verlegt. Die Verlegung sei „aus Gründen der künftig zunehmenden Internationalisierung der Lohmann & Co. AG“ erfolgt, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber der Oldenburgischen Volkszeitung und wies damit den Vorwurf der Grünen im niedersächsischen Landtag, die in der Verlegung ein Steuersparmodell sehen, „entschieden zurück“. Der Vorwurf entbehre „jeglicher Grundlage“. Für den finanzpolitischen…

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Deutsche Lebensmittel-Konzerne auch in Osteuropa stark

Nicht nur in Deutschland haben die großen vier Lebensmittelkonzerne (Edeka, Rewe, Aldi, Schwarz- Gruppe mit Lidl und Kaufland) eine herausragende Position. Auch in anderen Ländern spielt der deutsche Einzelhandel eine große Rolle. Nachdem in den 1990er Jahren erfolgreich Mittel- und Ostdeutschland erobert worden war, stürzte man sich nach 2000 mit dem Eintritt der Länder in die EU auf den osteuropäischen Markt. Allein Edeka hatte einen Beschluss seiner Kaufleute zu respektieren, sich nicht im Ausland zu engagieren. Besonders die Discounter Aldi, Lidl, aber auch Kaufland und die Drogeriemärkte dm und Rossmann spielen dabei in der ersten Reihe. In Polen…

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