Biomilch bleibt der Renner

Der Bio-Anteil bei Frischmilch hat 2020 die Marke von 20 Prozent übersprungen und wird weiter wachsen. Zwar sind die Wachstumsraten etwas zurückgegangen, aber die Biomolkereien rechnen langfristig mit Wachstum. Die Konkurrenz um den Rohstoff nimmt zu. Selbst größere Molkereien buhlen um Bio-Milcherzeuger. Aber nicht alle versprechen sich von den Qualitätsmärkten Vorteile. Vor allem die Großen der Branche tun sich schwer. Dem Deutschen Milchkontor (DMK), Deutschlands Nummer eins, ist der Bio-Markt zu klein und zu kompliziert. Müller Milch beschränkt sich auf wenige Millionen Liter unter der Marke Weihenstephan. FrieslandCampina erfasst nur,…

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Österreich will Sojaimporte bis 2030 um die Hälfte reduzieren

Laut einer jetzt vorgelegten Eiweiß-Strategie will Österreich die heimische Sojabohnenproduktion weiter ausbauen und die Soja-Importe bis 2030 um die Hälfte reduzieren. Ziel sei die erhöhte Eigenversorgung sowie Klimaschutz, denn der regionale Anbau von Eiweißpflanzen trage zur Ernährungssicherung bei, verringere den Importbedarf und Abhängigkeiten und bedeute Schutz der Regenwälder und weniger Raubbau an Natur und Umwelt, betonte Österreichs Landwirtschaftsministerin Köstinger bei der Vorstellung der Eiweiß-Strategie. Seit 2010 habe sich die Soja-Anbaufläche in Österreich mehr als verdoppelt, 2021 wurden gut 75.000 Hektar angebaut - gentechnikfrei.…

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ASP: Ursachen weiter erforschen, geeignete Schutzkonzepte weiterentwickeln, artgerechte Tierhaltung und Höfe sichern

In Schweinebeständen in einem Bio-Betrieb im Landkreis Spree-Neiße und einer Kleinst-Haltung im Landkreis Märkisch-Oderland ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen worden, nachdem sie bislang in Deutschland nur bei Wildschweinen aufgetreten war. Die Fälle liegen in den bereits von ASP bei Wildschweinen betroffenen Landkreisen nahe der polnischen Grenze. Während das Bundeslandwirtschaftsministerium und andere in diesem Zusammenhang auf das besondere Ansteckungsrisiko bei Auslauf- und Freilandhaltung verweisen, erklärt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dass in dem konkreten Fall „die artgerechte Auslaufhaltung nicht als…

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ETH Zürich: Mischkulturen sind ertragreicher als Monokulturen

In Mischkulturen werden mehrere Arten oder Varietäten nebeneinander ausgesät. Ein Team der ETH-Zürich hat in einer Studie, die jetzt in der Fachzeitschrift "Nauture Plants" erschienen ist, aufgezeigt, dass Mischkulturen auch im Ackerbau deutlich mehr Ertrag abwerfen als Monokulturen. Ökosysteme können ihre Funktionen besser erfüllen, wenn die biologische Vielfalt groß ist, so die Wissenschaftler*innen. Zu solchen Funktionen gehören die Regulierung des Wasserhaushalts, der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit oder eine höhere Pflanzenproduktivität. Mischkulturen nutzen dieses ökologische Prinzip. „Forschung in landwirtschaftlich genutztem Grünland hat…

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Landjugend: Ländliche Räume gegen rechtsextreme Vereinnahmung schützen

Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) ruft anlässlich der anstehenden Wahlen – u.a. die des Bundestages – alle Landjugendlichen auf, wählen zu gehen und den rechtspopulistischen und rechtsextremen Gruppierungen und Parteien in diesem Land eine klare Absage zu erteilen. „Demokratie und menschliche Haltung und Anstand beinhalten für uns nicht nur Mitbestimmung, sondern auch Menschenwürde, Freiheit, Solidarität, Meinungsfreiheit sowie die Gleichwertigkeit aller Menschen“, so BDL-Vize Anne-Kathrin Meister. „Wir lassen nicht zu, dass die ländlichen Räume und jungen Menschen, die dort leben, von Rechtsextremen, ihrer menschenverachtenden Ideologie und…

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Jetzt politische Rahmenbedingungen zur Umsetzung des ZKL-Berichts schaffen

„Ich halte diesen Tag für einen bedeutsamen Tag in der Geschichte der Landwirtschaft in Deutschland – bedeutsam, weil mit dem heute vorgelegten Abschlussbericht mögliche Wege für die Landwirtschaft der Zukunft aufgezeigt werden.“ Das erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Entgegennahme des Berichts der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL). Die Aufgabe der Politik sei es jetzt, Maßnahmen zu ergreifen zugunsten des bereits begonnenen Transformationsprozesses. Auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und das NEULAND-Qualitätsfleischprogramm für besonders tiergerechte Haltung fordern die Politik zum Handeln auf.…

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Aldi, die Politik, die Bauern und der langsame Abschied vom Billigfleisch

Aldi hat mit seiner Ankündigung, ab 2030 nur noch Fleisch aus Stufe 3 und Stufe 4 anzubieten, eine Lunte an den Schweinemarkt gelegt – und Rind- und Geflügelfleisch werden folgen. Für oberflächlichen Alibi-Tierschutz ist das Ende eingeläutet. Aussitzen oder auf die lange Bank schieben, geht nicht mehr. Das gilt für die Politik der Bundesregierung, die Initiative Tierwohl, Schweinehalterverbände und Bauern und Bäuerinnen. Letztgenannte sollten ihre Interessen von Anfang an offensiv vertreten und nicht auf die „Marktpartner“ warten. So kommentiert der Marktbeobachter Hugo Gödde in seiner nachfolgenden Analyse die neue Dynamik auf dem Schweinemarkt. …

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Milch-Kostenstudie: EU-weit nur geringes bis gar kein Einkommen für Milchbetriebe

Die Kosten der Milchproduktion lagen im Jahr 2019 im EU-weiten Durchschnitt bei 45,35 ct/kg, während die EU-Erzeugerpreise bei nur 34,52 ct/kg lagen und somit für eine signifikante Unterdeckung sorgten. „Das zeigt klar, dass bei der Milch EU-weit eine problematische Schieflage vorliegt“, erklärt die niederländische Vorsitzende des European Milk Board (EMB), Sieta van Keimpema. Die Zahlen sind das Ergebnis der aktuellen und vom EMB jetzt vorgelegten Studie „Was kostet die Erzeugung von Milch?“ des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL). Neben den Kosten der Milchproduktion in acht wichtigen Milcherzeugungsländern beinhaltet die aktuelle…

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Nach Fleisch jetzt Milch – die Haltungsform erreicht die Molkereiprodukte

Aldi’s „Tierwohlversprechen“ mischt nicht nur den Fleischmarkt auf, sondern gilt auch für Molkereiprodukte. In der Milchindustrie wird dieses Vorgehen genau beobachtet. Denn ab 2022 können Milchprodukte genau wie Frischfleisch entsprechend einer vierstufigen Haltungsformen-Hierarchie gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung soll zum Standard werden. Laut Lebensmittelzeitung (LZ) erwarten Molkereien und Milcherzeuger, dass der Lebensmittelhandel sich schnell von der Haltungsform (Hf) 1 verabschieden will. Die Ankündigungen von Aldi und Rewe, ab 2030 bei Frischfleisch nur noch die Hf 3 und 4 zu listen, hat deshalb unmittelbare Auswirkungen auf die…

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EU-Parlamentarier entscheiden über Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung

Am 13.7. findet eine wegweisende Abstimmung im Umwelt- und Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments zur EU-Tierarzneimittelverordnung und damit auch über die Einschränkung der Verwendung der lebensrettenden Antibiotika, der sogenannten Reserveantibiotika, in der Tierhaltung statt. Acht Organisationen aus Humanmedizin, Umwelt- und Tierschutz fordern in einem Brief die Mitglieder des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) zu Änderungen an der aktuellen Vorlage der Verordnung auf und Antibiotika, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als Wirkstoffe mit höchster Priorität für Menschen eingestuft…

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