Vorsicht Pflanzenschutz

Die Märzausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Der Schwerpunkt befasst sich mit dem Thema Pflanzenschutz und der Frage, wie viel gemeinsamen Raum sich Kulturpflanzen und z.B. Unkraut teilen können, ohne dass das landwirtschaftliche Einkommen oder die Biodiversität nachhaltig zu Schaden kommen. Es gibt einen Einblick in die Gemengelage rund um politische Diskussionen und Vorhaben sowie zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Interpretationsrangeleien über Auswirkungen auf Ökosysteme. Aus dem Abschlusstreffen eines Praxisnetzwerks mit biologisch-konventionellen Partnerbetrieben sind bäuerliche Stimmen zu den Möglichkeiten und Grenzen von reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz zu hören.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Unabhängigen Bauernstimme findet sich in der Zeitung diesmal ein weiterer Schwerpunkt - solche Jubiläumsschwerpunkte sollen im Laufe des Jahres noch häufiger und mit jeweils einem eigenen Thema auftauchen. Diesmal gehört auch der Kommentar dazu, in dem die Agrarwissenschaftlerin Lena Jacobi, die auf einem Hof in Westfalen aufgewachsen ist, auf Lebensgeschichten von Frauen und Mut in der Landwirtschaft blickt. In Interviews, Nachdenklichem zum Thema gendergerechte Sprache und Gleichberechtigung sowie O-Tönen von Bäuerinnen geht es darum, wie war das eigentlich als Frau in der AbL und in der Landwirtschaft als die Bauernstimme noch in den Kinderschuhen steckte? Und wie ist es heute? Vielen Dank an Lena Jacobi, Elisabeth Fresen, Grünlandbäuerin in Niedersachsen, und Manuel Wagner, Agrarreferent der AbL Mitteldeutschland, für die Realisierung dieses Auftaktes!

Eines der vielfältigen weiteren Themen ist außerdem die EU-Agrarpolitik. Phillip Brändle, AbL-Referent für Agrarpolitik, bezeichnet die Vorschläge der Europäischen Kommission für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU im Jahr 2027 als „herben Bruch“ mit der bisherigen Entwicklung der GAP in Richtung öffentliches Geld für öffentliche Leistungen. Ein Problem in mehrerer Hinsicht, denn zum einen gilt dies als die legitimierende Grundlage für die hohen staatlichen Zahlungen in Richtung Landwirtschaft – und andererseits bekommen so Bauern und Bäuerinnen ihre Leistungen für Umwelt- und Klimaschutz honoriert, die auf den Produktmärkten allzu oft hinten runterfallen.

Die Märzausgabe der Unabhängigen Bauernstimme.