Handels-Beziehungen

Die Februarausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Im Schwerpunkt dreht sich alles um Beziehungen auf dem Markt für Ackerfrüchte, Milch, Fleisch und Co. Bauern und Bäuerinnen haben häufig genug keine gute Position in der Wertschöpfungskette – erfolgreicher und tragfähiger Handel braucht aber faire Bedingungen für alle Beteiligten. Dies war auch eine der Kernforderungen auf der diesjährigen Wir-haben-es-satt-Demo. In ihrem Kommentar macht sich Xenia Brand, die Bundesgeschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Gedanken zur Bedeutung der Demo in heutigen Zeiten und betont: „Landwirtschaftspolitik ist Gesellschaftspolitik.“ Gemeinsam Haltung zu zeigen für die Werte, die im breiten Bündnis wichtig sind (…) mit Treckern, umringt von Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, sei ein wichtiges und hoffnungsvolles Zeichen.

In Schwerpunktartikeln geht es um den Angstfaktor im Machtgefälle der Wertschöpfungsketten, um die komplexe Gemengelage rund um das Mercosur-Abkommen und um frappierende Ähnlichkeiten bei den Herausforderungen und Problemen auf den Höfen in Deutschland und weltweit. Außerdem fokussiert sich der Blick auf einzelne Marktbereiche: So kommen drei Milchbauern zu Wort und beschreiben, wie Verträge wirken können und was eine erfolgreiche Verhandlung ausmacht. Marktbeobacher Hugo Gödde wirft einen detaillierten Blick auf den Schweinemarkt und welche Sorgen vor allem Sauenhalterinnen und Ferkelerzeuger bei schlechten Preisen, hohen Auflagen und untätiger Politik umtreibt. Welche Art Handelsbeziehung mit Wertschätzung und Teamgeist unter Menschen einer Region zu erreichen ist, zeigt ein Bericht über ein lokales Nahrungsmittelnetzwerk auf der Schwäbischen Alb.

Hinzu kommt die Frage rund um den Generationswechsel in der Landwirtschaft: Jung, gut ausgebildet, … was braucht es noch, damit endlich mehr Menschen wieder in die Landwirtschaft einsteigen? Ein Bericht von einer Fachtagung zu Existenzgründung und Hofnachfolge blickt auf verfügbare Unterstützungsangebote von gesellschaftlichen Initiativen und durch die Politik z.B. mit Existenzgründungsprämien auf Bundeslandebene. Eine niedersächsische Kräutergärtnerin, die gerade diese Prämie bewilligt bekommen hat, beschreibt ihre Gedankenprozesse. Und dass es ganz grundsätzlich eine Portion Mut braucht für den eigenen Hof und die nötige Finanzausstattung, schildert eindrücklich eine hessische Bäuerin, die mit ihrer Familie einen Pachtbetrieb übernommen hat.

Die Februarausgabe der Unabhängigen Bauernstimme.