Reaktionen auf den Nitratbericht 2020: Merkel und Klöckner müssen endlich Ursachen anpacken

Auch wenn im Nitratbericht 2020 von einer leichten Verbesserung bei der Nitratbelastung im Grundwasser die Rede ist, so zeigen die Reaktionen auf den Bericht doch eines: Es besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf. AbL: Artgerechte und flächengebundene Tierhaltung sind gelebter GrundwasserschutzSo erklärt Martin Schulz, Neuland-Schweinehalter und Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) „Wir Bäuerinnen und Bauern sind bereit für mehr Grundwasserschutz. Dass dieser dringend notwendig ist, zeigt abermals der heute veröffentlichte ‚Nitratbericht 2020‘. Die Bundesregierung, insbesondere die zuständige Ministerien…

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Nitratbelastung des Grundwassers leicht sinkend aber weiterhin zu hoch

Der Zustand des Grundwassers in Deutschland hat sich leicht verbessert. Die Anzahl der Messstellen, bei denen der EU-weite Nitrat-Grenzwert im Grundwasser überschritten wird, ist seit 2016 leicht gesunken. Aber: „Insgesamt ist die Nitratbelastung des Grundwassers in Deutschland weiterhin als zu hoch einzustufen. So zeigen die Ergebnisse des EUA-Messnetzes, welches die Gesamtsituation im Grundwasser der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung aller Nutzungen (Landwirtschaft, Wald, Siedlung) abbildet, dass der Schwellenwert von 50 mg/l Nitrat an 17,3 % der Messstellen überschritten wird. Die Belastungsschwerpunkte mit Messstellen über 50 mg/l…

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Bioland und Demeter: Wir nehmen Sie beim Wort, Frau Klöckner!

Laut Bundesministerin Klöckner gibt es kein Recht auf Billigfleisch. Bioland und Demeter nehmen die Ministerin beim Wort und fordern einen Gesetzesrahmen für eine faire Preispolitik, damit faire Löhne, nachhaltige Landwirtschaft und Tierwohl auf dem Markt eine Chance haben. Auch NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser will bei der Preispolitik eingreifen. Ministerin Klöckner sagte gegenüber der FAZ am Sonntag, sie lasse gerade juristisch prüfen, inwieweit es möglich sei, der Werbung mit Lockangeboten beim Fleisch Einhalt zu gebieten. Dafür haben Bioland und Demeter einen Lösungsvorschlag: Die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken muss bis…

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Bundestierärztekammer: Jetzt rächt sich Konzentration auf wenige große Schlachthöfe

Die COVID-19-Ausbrüche in Schlachtbetrieben haben überfällige Diskussionen um die dortigen Arbeitsbedingungen angestoßen. Dass die Politik hier endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen verspricht, ist nach Ansicht der Bundestierärztekammer (BTK) sehr zu begrüßen. Da die BTK aber eine weitere Zuspitzung der Situation erwartet, hat sie die Einberufung eines sofortigen Krisengipfels gefordert. Angesichts der derzeitigen Betriebsschließungen und der insgesamt verringerten Schlachtkapazitäten mit einem Wegfall von mehreren Zehntausend Schlachtungen pro Tag sieht die BTK aktuell aber große Tierschutzprobleme. „Der plötzliche Wegfall von Schlacht- und…

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UBA-Präsident: Umweltziele nur gemeinsam mit den Landwirten und Landwirtinnen erreichbar

Die Debatte um die Überdüngung ist für den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner, „ein prägnantes Beispiel für die Zielkonflikte zwischen den Interessen von Landwirtschaft und Umwelt“. Auch bei anderen Themen sei die Situation für beide Seiten nicht zufriedenstellend. Die Belastungen von Boden, Wasser, Luft, Klima und Biodiversität durch die Landwirtschaft seien nach wie vor hoch. „Gleichzeitig stehen viele Landwirtinnen und Landwirte unter hohem Preisdruck und klagen über zu hohe regulatorische Vorgaben. Für mich ist klar, dass wir die Umweltziele in der Zukunft nur gemeinsam erreichen. Die Landwirtinnen und Landwirte sind für uns…

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Bündnis fordert Verbot von Dumpingpreisen

Die Bundesregierung will in Kürze einen Gesetzesentwurf vorlegen, um die EU-Richtlinie über unlautere Handelspraktiken umzusetzen. Vor diesem Hinergrund fordert ein breites Bündnis von 49 Organisationen aus dem Umwelt-, Entwicklungs-, Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich mehr Fairness im Lebensmittelhandel. Der angekündigte Gesetzentwurf muss die Einkommenssituation von Erzeugerinnen und Erzeugern und den Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung verbessern – in Deutschland, der EU und weltweit. „Verkaufspreise dürfen nicht die Produktionskosten innerhalb der Lieferkette unterbieten“, fordert das Bündnis übereinstimmend in einem Positionspapier „Fü…

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Protestaktion am Tönnies-Schlachthof

In Rheda-Wiedenbrück (NRW) haben Mitglieder des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ am Hauptstandort des Fleischkonzerns Tönnies für die Schließung von Schlachthäusern sowie ein "Ende der Ausbeutung von Mensch, Tier, Natur" protestiert. Sie blockierten für mehrere Stunden die Hauptzufahrt des Geländes und drei Aktivisten besetzten in den frühen Morgenstunden zeitweise das Dach des Betriebs und brachten dort ein Transparent mit der Aufschrift "Shut Down Tierindustrie" an. Parallel zu der Aktion fand eine angemeldete Demonstration vor dem Tönnies-Gelände statt.

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Kein Patent auf gentechnisch veränderte Schimpansen könnte Wendepunkt markieren

Das Europäische Patentamt (EPA) hat zwei Patente auf gentechnisch veränderte Menschenaffen aus ethischen Gründen für ungültig erklärt. Alle Ansprüche auf gentechnisch veränderte Versuchstiere müssen jetzt aus den betroffenen Patenten gestrichen werden. Die Technische Beschwerdekammer des EPA entsprach damit Einsprüchen und Beschwerden, die von einem breiten Bündnis von Tier- und Umweltschutzorganisationen eingereicht worden waren. Das europäische Patentrecht verbietet Patente auf die genetische Veränderung von Tieren, wenn daraus Tierleid resultieren kann. Einzige Ausnahme sind Fälle, in denen tatsächlich ein erheblicher medizinischer Nutzen vorliegt.…

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Bundestag fordert Bundesregierung zur Umsetzung der Ergebnisse der Borchert-Kommission auf

Mit deutlicher Mehrheit hat der Bundestag dem Antrag „Empfehlungen des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung konsequent umsetzen und Zukunftsperspektiven für die Tierhaltung in Deutschland schaffen“ der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD zugestimmt. Neben den Koalitionsfraktionen stimmten auch Linke, AfD und der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Friedrich Ostendorff, für den Antrag. Die weiteren Abgeordneten der Grünen sowie die FDP enthielten sich. In dem beschlossenen Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, die Empfehlungen der Borchert-Kommission „in Konsequenz und in Gänze“ aufzugreifen und als Grundlage für die künftige Ausrichtung…

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Bundesrat zum Kastenstand: Für Tierschützer Meilenstein und Erfolg für den Tierschutz

Als „Durchbruch“ bezeichnet die Tierschutzorganisation ProVieh den Beschluss des Bundesrats zum Ausstieg aus dem Kastenstand bei der Sauenhaltung und sieht darin „einen Meilenstein für den Tierschutz“. Von einem „Erfolg für den Tierschutz“ spricht der Tierschutzbund und sieht in dem beschlossenen verbindlichen Ziel der Gruppenhaltung den Beginn eines Systemwechsels. Beide Organisationen sehen aber noch deutlichen Verbesserungsbedarf. „Dass sich die Grünen beim Ausstieg aus dem Kastenstand im Deckbereich durchgesetzt haben, ist auf jeden Fall ein Meilenstein für den Tierschutz, auch wenn acht Jahre Übergangsfrist deutlich zu lange sind. Dennoch: In…

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