Boris Johnson auf Gentechnik-Kurs

In seiner ersten Rede als Premierminister hat der Vorsitzende der Konservativen Partei Boris Johnson angekündigt, dass er nach dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU auch die Gentechnik-Regelungen der Union über Bord werfen will. Darauf weist der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hin. „Lasst uns jetzt anfangen, den außergewöhnlichen Sektor der Biowissenschaften des Vereinigten Königreichs von Anti-Genveränderungs-Regeln zu befreien. Und lasst uns die krankheitsresistenten Pflanzen entwickeln, die die Welt ernähren werden“, sagte der frisch gekürte Premier Ende Juli am Amtssitz Downing Street 10. Einen Tag später wiederholte Johnson die…

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Für mehr Tierwohl braucht es mehr als eine höhere Mehrwertsteuer

Mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch auf den Regelsteuersatz von 19 Prozent wollen politische Entscheidungsträger oder Tierschutzorganisationen die für mehr Tierwohl notwendigen Investitionen mit Steuergeldern mitfinanzieren. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) sieht diesen Vorstoß als ein positives Zeichen dafür an, dass sich langsam auf gesellschaftlicher wie auf politischer Ebene die Erkenntnis durchsetzt, dass in der Produktion von Milch und Fleisch das System des „Immer billiger, immer effizienter“ mit dem damit verbundenen Kostendruck Mensch und Tier an ihre Leistungsgrenzen führt und dringender Handlungsbedarf gegeben…

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Verteuerung von Fleisch in der Diskussion

Eine Abgabe auf Fleisch fordert der Deutsche Tierschutzbund (TSchB), um damit die Haltung von Nutztieren in Deutschland zu verbessern. Auch Vertreter von Union, SPD und Grünen sprechen sich für eine Verteuerung von Fleisch beispielsweise durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von jetzt 7% auf zukünftig 19% aus. "Nur über eine zweckgebundene Fleischabgabe stellen wir sicher, dass das Geld wirklich den Tieren zugutekommt. Bei einer Erhöhung der Mehrwertsteuer könnte das Geld für alles Mögliche ausgegeben werden", sagt der Präsident des TSchB Thomas Schröder im Gespräch mit der neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Zudem würden bei einer Erhöhung der…

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AbL fordert richtige Anreize für Klima, Tierwohl und Umwelt

Der Weltklimarat zeigt mit seinem IPCC-Sonderbericht die Notwendigkeit für deutliche, grundsätzliche Änderungen im bisherigen Landwirtschafts- und Ernährungssystem auf. Die aus dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe resultierenden Herausforderungen für die Landwirtschaft können Bauern und Bäuerinnen nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) nicht alleine meistern. „Wir Bauern und Bäuerinnen stehen vor riesigen Herausforderungen. Wir stehen vor einem schwierigen Übergang von der bisherigen Ausrichtung auf Billigproduktion hin zu einer umfassenden Qualitätsstrategie. Über Jahrzehnte haben uns Politik, Agrarwirtschaft, Handel…

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IPCC Bericht: Kosten der Untätigkeit werden katastrophal sein

Fast drei Viertel der bewohnbaren Flächen der Erde werden vom Menschen genutzt - mit erheblichen Auswirkungen auf unser Klima, wie ein neuer Bericht des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt. Fast ein Viertel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen gehen demnach heute auf die Land- und Forstwirtschaft und andere Landnutzung zurück. Der jüngste IPCC-Sonderbericht beschreibt die aktuelle Situation, entwirft mögliche Zukunftsszenarien und untersucht Lösungsansätze, wie wir Land so nutzen können, dass die Ernährung sichergestellt, das Wirtschaftswachstum gefördert und die Risiken des Klimawandels begrenzt werden.…

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Soziale Ungleichheit auch bei der Ernährung

Beim steigenden Wohlstand driftet die soziale Schere immer weiter auseinander. Ober- und Mittelschicht profitieren weitaus mehr als die 20% an der unteren Skala. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Nestlé Ernährungsstudie 2019. Unter dem Titel „So is(s)t Deutschland 2019“ belegen sie dieses Auseinanderdriften anhand der wachsenden Ungleichheit im Ernährungsverhalten. „Deutschland is(s)t immer geteilter“, schreibt Nestlé. Während bei unteren Schichten die Bedeutung der Ernährung eher abnimmt, geben die „Gutsituierten“ auch die Ernährungstrends vor. Bio, nachhaltig, regional, artgerechte Tierhaltung drücken den höheren Status, aber auch den kulturellen…

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Putentransport-Qualen: Minister fordert Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat auf einen Bericht des Bayerischen Fernsehens über Putentransporte zwischen Osteuropa und Bayern reagiert. Darin hatte die Soko Tierschutz „qualvolle Transporte“ kritisiert. „Wir brauchen für besseren Tier- und Verbraucherschutz dringend eine Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und ehrliche Deklaration über die Herkünfte von Lebensmitteln. Der Verbraucher wird mit der jetzigen Deklaration gezielt hinters Licht geführt, um ihm billige Ware aus dem Ausland als deutsche Qualität unterzujubeln“, sagte Aiwanger. Produktion und Schlachtstätten müssten wieder nahe bei einander liegen, um…

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FrieslandCampina setzt auf höherwertige Produkte wie die mit dem „Ohne GenTechnik“-Siegel

Die niederländische Molkereigenossenschaft FrieslandCampina hat Anfang Juli seine Mitglied-Milchviehhalter in der Nähe der Käsereien von Born und Workum in den Niederlanden darum gebeten, künftig Milch gemäß dem deutschen VLOG-Standard zu produzieren. Damit will das Molkereiunternehmen nach eigenen Worten die Nachfrage des deutschen Marktes nach holländischem Käse decken, in dem Milch von Kühen verarbeitet wird, die ohne Gentechnik gefüttert werden und im Freien weiden. Fridjov Broersen, Managing Director Cheese Retail Europe: „Durch die schnelle Reaktion auf die Nachfrage nach Käse gemäß dem VLOG-Standard hat FrieslandCampina seine Position auf dem…

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US-Rindfleisch-Deal – (k)ein Grund zur Aufregung?

Kürzlich sorgte die Meldung für Schlagzeilen, wonach die USA ein zusätzliches Ausfuhrkontingent in die EU für 45.000 Tonnen Rindfleisch pro Jahr erhalten haben. Der Bauernverband aber zum Beispiel auch Tierschützer reagierten mit deutlicher Kritik. Wenig später stellte sich heraus, dass es sich um ein bereits zehn Jahre altes Abkommen handelt und aktuell mit keinerlei weiteren Mengen in die EU gerechnet werden müsse. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) sieht dieses Abkommen dennoch kritisch, auch wenn für die europäischen Landwirte damit kein unmittelbarer Marktdruck entstehe. „Dieses Abkommen zeigt einmal mehr, dass man bereitwillig die…

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Kleine Ackerflächen fördern die Biodiversität

Kleine Felder und viele Arten von Nutzpflanzen fördern die Biodiversität in Agrarlandschaften. Vor allem eine Verkleinerung der Ackerflächen unter sechs Hektar führt zu einer stark erhöhten Artenvielfalt, weil auf diese Weise viele Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten unterschiedliche Ressourcen nutzen können. Zudem unterstützt eine Landschaft mit vielen Rändern die Lebensraum-Vernetzung. Das teilt die Universität Göttingen als Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung in acht Regionen in Europa und Nordamerika mit, an der auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen beteiligt waren. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift…

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