ISN für Haltungskennzeichnung

Jürgen Dierauff, Schweinehalter aus Franken und Vorstandsmitglied der ISN berichtet in der unanbängigen Bauernstimme von den Überlegungen der ISN rund um eine Haltungskennzeichnung. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Kennzeichnungs-, Tierwohl- und Haltungskonzepte vorgestellt, die allsamt zum Ziel hatten das Tierwohl in den Ställen zu erhöhen. Während die Initiative Tierwohl höhere Standards zwar entlohnt aber das so erzeugte Fleisch nicht individuell kennzeichnet geht das Labl des Deutschen Tierschutzbundes deutlich weiter. Schon viee Jahre am Markt besteht das Neuland-Siegel. Allen bisherigen Siegeln inklusive der Aktivitäten des…

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Nicht alles so lassen!

Im Interview in der unabhängigen Bauernstimme bekennt sich die neue Niedersächsische Landwirtschaftsministerin, Barabra Otte-Kinast, zu einem Beibehalten der zwei Säulen. Wichtig ist der Ministerin zwar zum einen auch die Mittel der ersten Säule an Gegenleistungen zu binden, diese sollten aber nicht so hoch sein. Zum Thema Glyphosat sagt sie: „Die Frage ist, wie kommen wir aus der Nummer raus?“. Tier wohl liegt ihr sehr am Herzen, die Pläne für eine Weideprämie ihres Vorgängers Christian Meyer will sie aber nicht weiter verfolgen. Hierfür sei kein Geld im Haushalt vorhanden, ist die schnelle Antwort. Ökolandbau findet Frau Otte-Kinast „spannend“ und…

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Erfahrungen mit dem Ringelschwanz

Der Ringelschwanz lasse sich nicht gut halten - im gängigen Vollspaltensystem. So die Kurzfassung eines Praxisprojektes und dessen Deutung. Doch wo bleibt der Blick auf langjährige Praxiserfahrungen durch artgerechtere Haltungsverfahren, z.B. bei Neuland? Nach Abschluss der dritten Phase der Nordrhein-Westfalen-Erklärung zum Kupierverzicht zeigte sich in den insgesamt 58 Teilnehmer-Betrieben ein stark sinkender Anteil der versuchsweise unkupierten Schweine mit intaktem Ringelschwanz: Nach der Saugferkelphase hatten noch 93,5 % einen heilen Ringelschwanz. Zum Ende der Ferkelaufzucht - Knackpunkt in der Schweinehaltung - sank der Anteil auf 50,9 %. Am…

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Erweiterung bei Biofleisch NRW

Am 21. November 2017 trafen sich Genossenschaftsmitglieder der Biofleisch NRW eG am Standort ihres Zerlege- und Weiterverarbeitungsbetriebes in Berkamen zur Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau. Bio boomt und so ist die Erweiterung eine Konsequenz der steigenden Nachfrage. Die Versorgung mit hochwertigen und regional erzeugten Biofleisch-Produkten in NRW soll so noch ausgeweitet werden. Die Erzeugergenossenschaft ist als Pionier in der Branche seit 2001 aktiv. Zu dem Erzeugerzusammenschluss gehören heute mehr als 100 landwirtschaftliche Betriebe aus Westfalen. Im Betrieb wird auch seit langem für Neuland zerlegt, das Vermarktungsprogramm für…

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Der Wert vielfältiger, kleinräumiger Agrarstrukturen

Vorteile von Landwirtschaft in kleinen Strukturen für Artenvielfalt und Ökosystemleistungen Eine aktuelle Studie, die auf einen massiven Rückgang von Insekten in der Landschaft hinweist, wird von zahlreichen Medien aufgegriffen und bringt das Thema Biodiversität – und was sie gefährdet oder unterstützt – in die öffentliche Aufmerksamkeit. Neu sind die Studienergebnisse des Forschungsteams um Caspar Hallmann von der niederländischen Universität Radboud indes nicht – aber eine Konkretisierung mit selten langfristiger Betrachtung. Auf Grundlage von 96 Datensätzen des Entomologischen Vereins Krefeld aus den letzten 27 Jahren wurde ein Modell entwickelt,…

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Kartoffelernte im Matsch – besonders Bio-Betriebe in der Bedrouille

Fährt man im Moment durch den Nordosten Niedersachens sieht man es immer häufiger: nicht einer wie üblich, sondern zwei Trecker ziehen den Kartoffelroder übers Feld oder besser gesagt: durch den Matsch. Allein die Tatsache, dass überhaupt um diese Jahreszeit noch nicht alle Kartoffeln in der Scheune sind ist ungewöhnlich. Der Jahresniederschlag wird wohl um die Hälfte höher liegen als die sonst üblichen rund 500 mm. Besonders betroffen sind die Bio-Betriebe von denen es gerade im Wendland einige gibt. Sie konnten schon zum Pflanzen später aufs Feld wegen des Regens, das heißt, der nötige Vegetationsvorsprung vor der Krautfäule fiel dies Jahr oft…

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AbL legt Plan zum weiteren Umbau der Nutztierhaltung in Thüringen vor

„Die gestern beschlossene Einführung von Tierobergrenzen in der Stallbauförderung ist ein erster Schritt zum Umbau der Nutztierhaltung in Thüringen und somit zum Stopp des seit Jahrzehnten ständig voran schreitenden Rückgangs der Tierzahlen in Thüringen“, sagt Reiko Wöllert, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) und selber Milchbauer. „Wir brauchen mehr Nutztiere in Thüringen, deshalb fordern wir die Landesregierung auf, nun endlich Maßnahmen umzusetzen, die dies unterstützen!“ „So wird mittlerweile ein Großteil der Milchkühe das ganze Jahr im Stall gehalten und mit einem Einheitsbrei aus Silage und…

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Schweinehaltung am Bundesverfassungsgericht

Das Land Berlin hat ein Normenkontrollverfahren für die Überprüfung der bundesrechtlichen Vorschriften zur Schweinehaltung vor dem Bundesverfassungsgericht eingeleitet. Nach Einschätzung des im rot-rot-grünen Berliner Senat federführenden Justizsenators Dr. Dirk Behrendt (Grüne) verstoßen die Bedingungen in vielen deutschen Schweineställen gegen das Tierschutzgesetz aber auch gegen die Verfassung. Natürlich werden im Stadtstaat Berlin nur vergleichsweise wenig Schweine gehalten. Gleiches gilt auch für Hamburg. Auch die Hamburger Regierung aus SPD und Grünen hatte zuvor eine Überprüfung durch ein Normenkontrollverfahren diskutiert, wart aber dann am…

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Gentechnische Verunreinigungen gehen zurück

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg hat 2016 insgesamt 520 Lebensmittelproben auf Bestandteile aus gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen untersucht. In 28 Proben fanden sich Verunreinigungen. Der Anteil positiver Proben habe sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert, meldete das CVUA. Bei den positiven Proben handelte es sich ausschließlich um zugelassene gv-Soja, zumeist in sehr geringen Spuren unter 0,1 Prozent. Kennzeichnungspflichtige Anteile über 0,9 Prozent ohne entsprechende Deklaration fand das CVUA nicht. Von den untersuchten Proben waren 159 sojahaltige Lebensmittel. In 22 Fällen, das entsprach 14 Prozent,…

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Kartellrechtliche Auflage: Tierwohl erkennbar machen

Die Brancheninitiative Tierwohl hat sich vom Bundeskartellamt die wettbewerbsrechtliche Zustimmung für die Weiterführung mit leicht veränderten Plänen geholt – allerdings befristeten die obersten Wettbewerbshüter ihre Zustimmung bis 2020, verknüpft mit der Forderung nach Kennzeichnung der entsprechenden Produkte. So äußerte sich Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes in einer Pressemitteilung: „Wir begrüßen Initiativen zur Förderung einer artgerechten Tierhaltung. Das Wettbewerbsrecht steht solchen Vorhaben nicht im Wege. Da mit der Initiative Tierwohl branchenübergreifend auch wettbewerbsrelevante Faktoren abgestimmt werden, müssen wir aber…

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