„Ohne GenTechnik“-Siegel ein voller Erfolg

Politik, Wirtschaft und Verbraucherschutz sind sich einig: Zehn Jahre staatliches „Ohne GenTechnik“-Siegel sind ein voller Erfolg. Die Zahlen sind eindeutig: 69 Prozent der Bevölkerung in Deutschland bevorzugen Lebensmittel mit einer „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung. 71 Prozent bewerten den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen zur Fütterung von Tieren – als Basis für Milch, Eier und Fleisch – als negativ. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG). Vorgestellt wurden die Zahlen von Ilse Aigner (CSU), Präsidentin des…

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AbL: Verengte Debatte um rassistische Äußerungen von Clemens Tönnies

Die rassistischen Äußerungen auf dem Tag des Handwerks in Paderborn, vorgetragen in einer Festrede von Clemens Tönnies, Miteigentümer der Tönnies–Unternehmensgruppe, schlagen nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zu Recht hohe Wellen der Empörung. Für Georg Janßen, AbL-Bundesgeschäftsführer, sind sie nicht zu tolerieren. „Die rassistischen Äußerungen von Clemens Tönnies auf einer großen öffentlichen Veranstaltung in Paderborn sind nicht zu tolerieren. Auch wenn sich Herr Tönnies mittlerweile dafür entschuldigt hat, muss aber doch gerade in den jetzigen aufgeheizten Zeiten gelten: Wir haben alle Verantwortung für ein…

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Dem BMEL geht Entwurf der Bundesregierung zur Einschränkung von Share Deals nicht weit genug

Die Bundesregierung will das für Investoren lukrative „Steuersparmodell“ der sogenannten Share Deals (Anteilskäufe) einschränken. Share Deals bleiben bisher von der Grunderwerbsteuer befreit, wenn ein Investor weniger als 95 Prozent der Unternehmensanteile, wie beispielsweise eines landwirtschaftlichen Betriebs, kauft. Übernehmen eventuell vorhandene Co-Investoren die verbleibenden Anteile, können nach einer Wartezeit von fünf Jahren beide Teile steuerfrei zusammengeführt werden. Auf diese Art der Steuerumgehung gehen den Bundesländern Schätzungen zufolge jährlich bis zu einer Milliarde Euro verloren. Nach dem auf Vorschlägen der Länder beruhenden…

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Forscher zu GAP-Vorschlägen: Lobby-Interessen wiegen schwerer als Fakten und öffentlicher Wille

Die aktuellen Reformvorschläge der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) lassen keine Verbesserungen beim Umweltschutz erwarten. Die EU-Landwirtschaft ist so nicht zukunftsfähig. Dies konstatiert ein Forscherteam aus acht Ländern unter Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Georg-August-Universität Göttingen in der Fachzeitschrift Science. Zwar bekenne sich die EU zu mehr Nachhaltigkeit, in den GAP-Reformvorschlägen spiegele sich dies jedoch nicht wider, teilt das iDiv in einer Medienmitteilung mit. 174 Millionen Hektar, 40 Prozent der gesamten…

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Nur Kampf gegen Klimakrise kann Wälder retten

Gerade auch mit Blick auf die Dürre und den Borkenkäfer ist die Lage für den Wald für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner „unglaublich ernst“. Erforderlich seien ein massives Aufforstungsprogramm, mehr klimaangepasste Bäume und mehr Geld für den Wald. Und weil die Zeit drängt, kündigt sie für den September einen „Waldgipfel“ an. "Der BUND begrüßt den geplanten Waldgipfel. Wir bewerten es positiv, dass Bundesministerin Klöckner die Notsituation der Wälder erkennt. Der Waldgipfel kann jedoch nur ein erster Schritt sein und darf vor allem kein Show-Gipfel werden. Was wir jetzt dringendst brauchen, sind konkrete und effektive Maßnahmen, um das…

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EU-Kommission gibt grünes Licht für sieben neue Gentechnik-Pflanzen

Die EU Kommission hat sieben neue Zulassungen für Gentechnik-Pflanzen erteilt. Dabei handelt es sich um Genehmigungen für den Import von Mais-, Baumwolle- und Soja-Pflanzen, die gegen Herbizide resistent gemacht wurden und Insektengifte produzieren. Im März 2019 hatte Testbiotech in einem gemeinsamen Brief mit rund 40 Organisationen die EU-Kommission aufgefordert, diese Zulassungen zu stoppen. Demnach wurden die Risiken des Verzehrs von Produkten, die von diesen Pflanzen stammen, nicht ausreichend untersucht. „Die EU-Kommission darf die wissenschaftlich begründeten Sorgen gegen die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen nicht länger ignorieren. Wir…

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Bayern will Ökofläche bis 2030 auf dann 30 Prozent verdreifachen

Bayern will den Öko-Landbau kräftig ausbauen. Bis zum Jahr 2030 sollen 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden. Das neue Landesprogramm „BioRegio 2030“ setzt dabei laut einem Bericht der Staatsregierung von der Kabinettssitzung Ende Juli auf die Stärkung von Absatz und Nachfrage, um Marktverwerfungen zu vermeiden. Die 30 Prozent bedeuten eine Verdreifachung gegenüber heute. Dieses „ehrgeizige Ziel“, das sich Bayern mit der Annahme des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ gesetzt hat, soll laut Bericht mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen erreicht werden. Das neue Landesprogramm „BioRegio 2030“ baut auf dem nach…

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Germanwatch kritisiert massenhaften Einsatz von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch kritisiert angesichts der jüngsten Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung den in großen Mengen praktizierten Einsatz von zwei für den Menschen besonders wichtigen Reserveantibiotika, Colistin und Makrolide. Dabei verweist Germanwatch auch darauf, dass laut BVL-Angaben kleinere Tierhaltungen und ökologisch wirtschaftende Betriebe weniger häufig Antibiotika einsetzen. Colistin und Makrolide, zwei von fünf Reserveantibiotika, die für Menschen bei Resistenzen lebensrettend sein können, sind laut Germanwatch mit Blick…

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Klöckners Tierwohl-Label muss EU-tauglich werden

Deutliche Kritik an einem nationalen Alleingang für ein unverbindliches Tierwohl-Label übt der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Der BÖLW bezieht sich dabei auf eine kürzlich von der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gemachte Ankündigung, wonach die freiwillige nationale Kennzeichnung „nicht der Endpunkt der Arbeiten zum Tierwohlkennzeichen sein“ soll, sondern das Ziel immer war, „eine möglichst EU-weit verbindliche Kennzeichnung zu erreichen“ und die von Deutschland übernommenen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 genutzt werden soll, um die Einführung einer EU-weit verbindlichen Tierwohlkennzeichnung zum Thema…

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Forderung nach Transparenz nimmt zu

Bei den kritischen Meldungen über die Agrar- und Ernährungsbranche war im vergangenen Jahr die Tierhaltung das am meisten diskutierte Thema. Zu diesem Ergebnis kommt die von der AFC Risk & Crisis Consult GmbH durchgeführte Analyse „AFC-Issue-Monitor Report 2019 – Kritische Themen und Trends in der Agrar- und Ernährungsbranche“. Nach der Tierhaltung (14,8 % der Meldungen) folgen die Themen Lebensmittelinhaltsstoffe (9,9 %), Umweltauswirkungen der Landwirtschaft (7,8 %), Verpackungsmüll (6,9 %) und Kennzeichnung von Lebensmitteln. Besonders sticht laut aktueller Analyse der Trend zum Thema Verpackungsmüll heraus, das 2014 noch bei lediglich 1% der…

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