Gentechnikfreiheit in Gefahr

Die neue EU-Kommission will dem Klimaschutz mit einem „Green Deal“ Priorität geben und Europa nachhaltig ausrichten. Das lässt sich nach Ansicht eines Bündnisses, dem auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) angehören, aber nicht durch Risikotechnologien wie Gentechnik erreichen, wozu das Bündnis wie auch der Europäische Gerichtshof (EuGH)) auch neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR zählen, und hat deshalb eine Postkarten-Aktion an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gestartet. Von der Leyen wird aufgefordert, sich für den Beibehalt der bestehenden…

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Crispr/Cas: Schon wieder unerwünschte Nebeneffekte festgestellt

Wenn die Genschere Crispr/Cas9 in das Erbgut schneidet, damit dort ein neuer Erbgutschnipsel eingebaut wird, kann folgendes passieren: Der Erbgutschnipsel wird nicht nur einmal, sondern doppelt oder mehrfach hintereinander eingebaut. Diesen unerwarteten Effekt haben Gentechniker der Universität Münster entdeckt und darüber im Fachjournal Sciences Advances berichtet. Darin schreiben sie auch, dass dieser Effekt mit der üblichen Analysemethode übersehen wird. Darauf weist der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) hin. Gegenüber dem Magazin The Scientist stellten die Wissenschaftler demnach fest, dass ihre Ergebnisse für gentechnische Veränderungen…

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Merkel und Altmaier bremsen Lieferkettengesetz aus

Eigentlich wollten Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in der vergangenen Woche Orientierungspunkte für ein Lieferkettengesetz vorstellen. Doch daraus wurde nichts. Medienberichten zufolge wurde die Veröffentlichung auf Intervention des Kanzleramts abgesagt. Bei Menschenrechten darf nicht länger auf Zeit gespielt werden, kritisiert deshalb die Entwicklungsorganisation INKOTA: Im Schulterschluss mit den Unternehmensverbänden, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), versuchen Wirtschaftsministerium und Kanzleramt seit Monaten ein…

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Auch Aldi im Einsatz gegen das Kükentöten

Nachdem kürzlich die Rewe Group für sich in Anspruch genommen hat, „Vorreiter“ beim Einsatz für das Beenden des Kükentötens zu sein, legt nun Aldi nach. Aldi Nord und Aldi Süd verkünden das Ziel, bis 2022 deutschlandweit die gesamten Lieferketten für ihre Boden-, Freiland- und Bio-Eier umzustellen. „Wir sind die ersten Händler, die das Kükentöten in der Breite abschaffen. Mit unserem Vorstoß möchten wir diesem verständlicher Weise oft kritisierten Vorgehen ein Ende setzen“, so Simon Gelzer, Managing Director Corporate Buying bei Aldi Süd. Damit die Discounter ihr Vorhaben schnellstmöglich in die Breite tragen können, stehen sie nach eigenen Angaben…

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Auch AbL-NRW sagt Tagung ab

Nach der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, aufgrund des Auftretens des Corona-Virus auf Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmer zu verzichten, und dem nachfolgenden Appell von Bundeskanzlerin Angela Merkel, auch bei kleineren Veranstaltungen die Risiken sorgfältig abzuwägen, werden auch im Agrarbereich immer mehr Tagungen und Konferenzen abgesagt. Das trifft auch auf die Mitgliederversammlung und offene Jahrestagung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft am 25. März zu. An der Jahrestagung zum Thema „Umbau der Tierhaltung – Wer soll das bezahlen?“ sollten unter anderem die…

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Wissenschaft: Unzureichende GAP-Vorschläge zugunsten einer nachhaltigen und gerechten Agrarpolitik ändern

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa bewerten die vorliegenden Vorschlägen der EU-Kommission zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als unzureichend. In einem Positionspapier, verfasst von 21 Autoren unter Koordination des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Rostock, stellen sie fest, dass so weder die angestrebten Klima- und Naturschutzziele noch wesentliche soziale Ziele der EU Agrarpolitik erreicht würden. Milliarden Euro von Steuergeldern würden ineffektiv eingesetzt - wider besseres Wissen. Die Forscher…

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Klimaziele nur mit Flächenbindung und Abstockung der Tierbestände zu erreichen

Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Klimapaket sind die selbst gesteckten Klimaschutzziele laut einer jetzt vorgelegten und vom  Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie nicht zu erreichen. Zwar werden die größten Defizite im Bereich Verkehr und Gebäude gesehen, aber auch im Bereich Landwirtschaft muss nachgebessert werden. „Für das Klimaziel der Landwirtschaft weist Klöckners Maßnahmenpaket eine massive Unterdeckung von 6 Mio. t CO2-Äquivalenten aus. Ohne eine Nachschärfung der Maßnahmen würde der Zielwert von 58 Mio. t CO2 deutlich verfehlt“, kritisiert Gerald Wehde, Geschäftsleiter Agrarpolitik bei Bioland…

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Ostdeutsche Länder fordern Übertragung der BVVG-Flächen

Auf Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern haben die ostdeutschen Agrarminister in einem gemeinsamen Schreiben den Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz aufgefordert, die ehemals volkseigenen landwirtschaftlichen Flächen, die sukzessive durch die Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH (BVVG) verwaltet und veräußert werden, unentgeltlich an die Länder zu übertragen. Laut einer Mitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt (MLV) verfolgt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus schon seit vielen Jahren das Ziel, diese BVVG-Restflächen in die Verantwortung der Länder zu geben. Zuletzt habe Mecklenburg-Vorpommern erwirkt,…

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LsV-Sprecherin Niedersachsen: Keine Abgrenzung zur AfD

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, veröffentlich von NWZonline, erklärt die Sprecherin der Bewegung „Land schafft Verbindung“ in Niedersachsen, Henriette Struß, unter anderem warum sie eine Abgrenzung zur AfD bewusst ablehnt: „Warum sollte ich mich von irgendwem abgrenzen? Dann bin ich ja nicht mehr neutral. Mir ist es egal, wer die Entscheidungen trifft, wenn sich der Entscheidungsträger für die Landwirtschaft ausspricht. Dann ist es mir ganz egal, ob das eine linke Partei ist oder eine AfD oder eine grüne Partei. Hauptsache ist, die Entscheidungen sind wissenschaftlich fundiert.“

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Entscheidung zum Kastenstand erneut vertagt

Die Entscheidung im Bundesrat über eine Neureglung zum Kastenstand in der Sauenhaltung ist erneut vertagt worden. Nachdem Verhandlungen der Staatssekretäre und Amtschefs von Bund und Ländern im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), um eine Einigung in Sachen Kastenstand zu erzielen, offenbar gescheitert sind, hat es die Novelle der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, deren Bestandteil auch die Regelungen zum Kastenstand (wie zum Beispiel auch zur Anbindehaltung) sind, nicht auf die Tagesordnung für die Sitzung des Bundesrates am 13. März geschafft. Dem Vernehmen nach wurde eine Vertagung bis voraussichtlich zur Mai-Sitzung…

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