AbL fordert Reform der Bodenpolitik

Wem gehört der Acker? Diese Frage stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zu Beginn einer Pressemitteilung und hat eine eindeutige Antwort: In Deutschland zunehmend: einem überregionalen Investor. „Die Bodenpreise sind stark gestiegen – sie haben sich seit 2005 verdreifacht. Daher können sich Landwirte die zum Verkauf stehenden Agrarflächen oft nicht mehr leisten. Das hat auch Folgen für die Struktur im ländlichen Raum – für das Zusammenleben auf dem Dorf und die Lebensqualität vor Ort“, so das BMEL anlässlich der Vorstellung einer neuen Studie des Thünen-Instituts „Auswirkungen überregional aktiver Investoren in der Landwirtschaft auf…

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BÖLW: Für den Umbau der Tierhaltung müssen alle am selben Strang ziehen

Von „Streit“ und „Krach“ schreibt agrarheute als in einer Arbeitsgruppe des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung (Borchert-Kommission) unterschiedliche Auffassungen über die Kriterien für die Schweinehaltung in der höchsten Tierwohlstufe 3 auftreten. Den Anlass dazu liefert laut agrarheute eine vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) geäußerte Kritik, wonach das Bundeslandwirtschaftsministerium darauf hinarbeite, die Kriterien für die dritte Haltungsstufe unterhalb der Vorschriften für den Ökolandbau anzusiedeln. Das gelte sowohl für die Schweinemast als auch die Sauenhaltung. In einem Schreiben an Klöckner, das der Redaktion von agrarheute…

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AbL: Schutz der biologischen Vielfalt – Bäuerinnen und Bauern sind bereit!

Anlässlich der Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) am 5. Februar unterstreicht die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mit der Veröffentlichung einer Stellungnahme zum Schutz der biologischen Vielfalt im Kontext der GAP die Bereitschaft der Bäuerinnen und Bauern, ihren Beitrag zum Schutz der natürlichen Ressourcen zu leisten. Gleichzeitig fordert sie von den Minister*innen aus Bund und Ländern hierfür endlich die passenden politische Rahmenbedingungen innerhalb der GAP zu setzen. Der Hauptfokus muss aus Sicht der AbL hierbei auf dem Instrument der sogenannten Eco-Schemes liegen, welches…

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Forscher schlagen notwendige Korrekturen in der globalen Biodiversitätspolitik vor

Die globalen Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt wurden bisher weitgehend verfehlt, der Verlust der biologischen Vielfalt schreitet ungebremst fort. Die globalen Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt müssten künftig als Mindestanforderungen in nationales Recht aller Mitgliedstaaten der UN-Biodiversitätskonvention (CBD), zu denen auch Deutschland gehört, übernommen werden. Das teilt das Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig mit und benennt damit einen von vier Vorschlägen zur Verbesserung der globalen Strategie zum Biodiversitätsschutz, die das iDiv als Teil eines Forscherteams unter gemeinsamer…

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Bayer wegen Agent Orange angeklagt

Seit Ende Januar 2021 steht Bayer in Frankreich im Zusammenhang mit dem Krieg in Vietnam vor Gericht. Eine Betroffene Vietnamesin wirft Dow Chemical und Monsanto vor, das hochgiftige Entlaubungsmittel Agent Orange geliefert zu haben. Das Gift wurde großflächig zur Entlaubung von Wäldern eingesetzt, um die Tarnung der Guerillaorganisation Vietcong und deren Nahrungsversorgung zu erschweren. Viele hunderttausende Bewohner der betroffenen Gebiete und bis zu zweihunderttausend US-Soldaten erkrankten in Folge. Mediziner*innen sehen bis in die Gegenwart hinein Spätfolgen durch den Einsatz des toxischen Unkrautbekämpfungsmittels: Drastisch erhöhtes Auftreten…

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Großbritannien will neue Gentechnik deregulieren

Schon zu EU-Zeiten war die britische Regierung Agro-Gentechnik gegenüber aufgeschlossen. Nach dem Brexit will sie anscheinend keine Zeit verlieren, ihr Gentechnikrecht neu zu gestalten. Dazu hat das britische Umweltministerium DEFRA Anfang Januar 2021 eine öffentliche Konsultation gestartet. Der Vorschlag, der bis Mitte März kommentiert werden kann, sieht vor, sämtliche GVO vom Gentechnikrecht ausnehmen, die durch die neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas erzeugt worden sind – aber auch durch konventionelle Züchtung hätten entstehen können. Das Ministerium erhofft sich nach der Auswertung der Antworten eine Gesetzesänderungen innerhalb von ein bis…

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Lebensmittelkonsum in Deutschland verbraucht viele Umweltressourcen im Ausland

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hat untersucht, welche Umweltwirkungen die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland haben: Inanspruchnahme vieler Umweltressourcen wie Land und Wasser sowie Freisetzung von Treibhausgasen. So wurde 2016 zur Deckung der Ernährungsgewohnheiten eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) von 18,3 Mio. Hektar benötigt - 11,7 Mio. Hektar davon im europäischen und weltweiten Ausland. Der Anteil externen Ackerlandes stieg sogar von 58% (2008) auf 64 %. Große Anbauflächen werden in Frankreich und Brasilien für den deutschen Konsum beansprucht. Aus Frankreich kommen u.a. Salate, Obst, Getreide und Wein. Aus…

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Weniger Betriebe, größere Fläche, höhere Tierbestände

Immer weniger Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften immer größere Flächen in Deutschland. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Betriebe um 13% gesunken, während die durchschnittliche Hofgröße mit 63 Hektar einen Höchststand erreichte. Besonders viele tierhaltende Betriebe mussten in den letzten zehn Jahren aufgegeben, darunter fast die Hälfte aller Schweinehalter und 40% der Milchbetriebe. Das geht aus der Landwirtschaftszählung 2020 hervor, deren erste Ergebnisse am 21. Januar in Wiesbaden von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder präsentiert wurden. Demnach sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 299.100 Betrieben im…

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Tierschutzrelevante Mängel in Schweinemastbetrieben in NRW

Im vierten Quartal in 2019 wurden im Zuge einer „risikoorientierten Schwerpunktüberwachung“ in Nordrhein-Westfalen „in acht ausgewählten schweinedichten Kreisen“ in 387 Schweinemastbetrieben amtliche Tierschutzkontrollen durchgeführt. Den Hintergrund der „Sonder-Schwerpunktaktion bildete laut einem jetzt veröffentlichten Bericht des NRW-Landwirtschaftsministerium „die Vermutung managementbedingter Tierschutzprobleme im Bereich der Schweinemast hinsichtlich des Umgangs mit kranken Einzeltieren.“ In 59 Prozent der besuchten Betriebe wurde mindestens ein tierschutzrelevanter Mangel im Sinne der ausgewählten Prüfkriterien vorgefunden. In den meisten…

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Umfrage: Mehrheit von EU-Bürger*innen lehnt gentechnische Veränderung von wildlebenden Arten ab

In Gene-Drive-Organismen ist häufig die Gentechnologie CRISPR-Cas eingebaut und so programmiert, dass sie sich selbst immer wieder ins Erbgut aller Nachfahren einfügt. Damit können Menschen wildlebende Arten verändern, ersetzen oder gar ausrotten. Aber soll die Menschheit derartige Organismen in die Natur entlassen? Diese Frage stellte das Marktforschungsinstitut YouGov und erhielt von einer deutlichen Mehrheit der Bürger*innen in acht europäischen Ländern eine klare Antwort: "Nein, die Risiken sind zu hoch". Diese erste länderübergreifende Meinungsumfrage zu diesem Thema zeigt eine hohe Ablehnung (je nach Land 46 - 70 Prozent) und eine sehr geringe…

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Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…