NABU: Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen

Mit einer neuen Studie „Verflechtungen und Interessen des Deutschen Bauernverbandes“ hat der Naturschutzbund (NABU) das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Beauftragt hat der NABU die…

weiter lesen...


Die Story im Ersten: Gekaufte Agrarpolitik?

Seit Jahren blockieren führende Agrarpolitiker laut eines Beitrages des SWR jeglichen Fortschritt hin zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft. Das haben Recherchen des SWR basierend auf Daten des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen ergeben. Den Auswertungen zufolge stimmen Agrarpolitiker an entscheidender Stelle, zum Beispiel im Agrarausschuss, bis in kleine Details hinein zugunsten der Industrieinteressen. Bei genauerer Betrachtung sind engste Verflechtungen zwischen Großbetrieben der Agrarwirtschaft, Verbänden und Ernährungsindustrie zu finden. Die Dokumentation zu diesem Thema sendet die ARD in ihrer Reihe „Die Story“…

weiter lesen...


Bund soll Verkauf ostdeutscher Agrarflächen beenden

Einen Privatisierungsstopp der restlichen Flächen der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) und ihre Überführung in öffentliche Bodenfonds fordert die Linke im Deutschen Bundestag. "Die Privatisierung von landwirtschaftlichen Flächen durch die Treuhand-Tochter BVVG seit 2007 war ein schwerer Fehler. Wenn man Flächen in der Größe des Saarlandes dem Bodenmarkt überlassen hat, muss man sich nicht wundern, dass die Bodenpreise explodieren", kommentiert der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag Dietmar Bartsch die Privatisierungspraxis der Treuhand und fordert: "Der Ausverkauf von Ackerland vor allem in Ostdeutschland muss ein Ende haben.…

weiter lesen...


2018: Regenwald von der Fläche Englands zerstört

Weltweit sind laut dem jüngsten Bericht des Global Forest Watch der Universität Maryland/USA im vergangenen Jahr zwölf Millionen Hektar an Regenwald zerstört worden. Das entspricht der Fläche Englands und trägt nach Ansicht der Forscher zur Beschleunigung des Klimawandels bei. Mit etwa einem Drittel am Gesamtverlust an Regenwald entfällt die größte Zerstörung auf Brasilien mit rund 13.500 Quadratkilometern. Es folgen die Demokratische Republik Kongo mit 4800 Quadratkilometern, Indonesien mit 3400 Quadratkilometern, Kolumbien mit 1800 Quadratkilometern und Bolivien mit 1500 Quadratkilometern. Der afrikanische Inselstaat Madagaskar büßte im vergangenen…

weiter lesen...


Verwässerung beim Bienenschutz verhindern

Die meisten EU-Länder wollen, dass bei der Pestizidzulassung die Risiken für Bienen nicht so streng geprüft werden als von der zuständigen Fachbehörde empfohlen. 18 Mitgliedstaaten seien dafür, die „Bienenleitlinien“ von 2013/2014 der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nur teilweise anzuwenden, teilte die EU-Kommission mit. Sie ist einer Stellungnahme für die Tageszeitung taz zufolge zuversichtlich, dass die Länder über eine entsprechende Beschlussvorlage bis „Ende des ersten Halbjahres“ abstimmen könnten. Das bedeutet laut taz: Brüssel hält offenbar die nötige Mehrheit für einen Kompromiss gesichert, der Chemiekonzernen wie der Bayer AG weit…

weiter lesen...


Erdüberlastungstag: Keine Trendwende im Verbrauch natürlicher Ressourcen in Sicht

Ab dem 3. Mai leben wir ökologisch gesehen auf Kredit: Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Zeitpunkt im Jahr, an dem weltweit das jährliche Budget an nachhaltig nutzbaren Ressourcen und ökologisch verkraftbaren Emissionen aufgebraucht wäre, wenn die gesamte Weltbevölkerung auf so großem Fuß wie die Menschen in Deutschland leben würde. Der Tag wird jährlich vom Global Footprint Network errechnet. Deutschland liegt mit seinem Pro-Kopf-Verbrauch und seinen Emissionen im obersten Viertel aller Länder und trägt damit wesentlich zur weltweiten Übernutzung bei. „Sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Ressourcennutzung agiert die Bundesregierung,…

weiter lesen...


Nährstoffbericht: Weiterhin zu viel Dünger auf den Äckern

„Es sind kleine Schritte, die wir erreicht haben. Wir bewegen uns aber in die richtige Richtung“, kommentierte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Ergebnisse des neuen Nährstoffberichts 2018. Die Bilanz: Der Nährstoffanfall aus Tierhaltung und Biogasanlagen ist leicht gesunken. Um eine Trendwende zu erreichen, soll volle Transparenz bei den Nährstoffströmen erzielt werden. Sieben Landkreise überschreiten im aktuellen Nährstoffbericht die Obergrenze für Stickstoff, sechs für Phosphat (voriger Bericht sieben). „Wir müssen alle Anstrengungen für den Wasserschutz verstärken“, betonte Otte-Kinast. Und auch Niedersachsens…

weiter lesen...


„Herr Baumann: Mit voller Hose gewinnen Sie keinen Marathon für gesunde Lebensmittelerzeugung“

Risikotechnologien gehören nicht auf den Acker. Bayer muss für Folgeschäden haften. In Anlehnung an ein Zitat von Bayer-Chef Werner Baumann konfrontiert die Arbeits­ge­meinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Aktionäre mit einer knapp 4 Meter ho­hen Baumann-Strohballen-Figur vor der heutigen Bayer-Haupt­versamm­lung in Bonn. Sie zeigt Baumann mit voller Hose. Darin symbolisch enthalten sind die über 11.000 Glyphosat-Klagen und rund 5.000 Dicamba-Klagen in den USA, zudem die Altlast „Monsanto“ und der aktuelle Gentechnik-Verun­reinigungs­fall von konventionellem Raps­saatgut u.a. in Deutschland. „Alle reden von Glyphosat – wir reden auch von…

weiter lesen...


Schweine-Fleisch ohne Gentechnik

„Der Markt bewegt sich“, kommentiert der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) die Ankündigung von zwei Handelsketten, Schweinefleisch in ihr Sortiment aufzunehmen, das ohne gentechnisch verändertes Futter erzeugt wurde. Dabei verweist der Verband darauf, dass in 2018 in Deutschland 1,8 bis 2,0 Millionen Tonnen Sojaschrot im Bereich Schwein verfüttert wurden und weniger als ein Prozent gesichert gentechnikfrei seien. Kaufland wird ab 25. April in den Bedientheken seiner 660 Märkten 18 Schweinefleischprodukte der Qualitätsmarke Wertschätze mit dem ‚Ohne GenTechnik’-Siegel des VLOG anbieten. „Mit Wertschätze-Produkten bieten wir dem Kunden…

weiter lesen...


Intensivierung: Höhere Erträge auf Kosten der Artenvielfalt

Die Intensivierung in der Landwirtschaft hat ihren Preis, da sie zulasten der Biodiversität geht. Wie hoch der Verlust der Artenvielfalt allerdings je nach Grad der Intensivierung der Landnutzung ausfällt, haben nun Wissenschaftler unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ermittelt. Rund 80% der Landflächen in Europa sind besiedelt und werden land- und forstwirtschaftlich genutzt, schreibt das UFZ in seiner Pressemitteilung. „Um die Erträge weiter zu steigern, wird die Nutzung intensiviert: Flächen werden zusammengelegt, um sie mit größeren Maschinen effizienter zu bewirtschaften. Es werden vermehrt Pestizide und Düngemittel…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

27.08.2026

Unter diesem Titel hat die AbL Niedersachsen/Bremen schon 2018 eine Tagung in der Weideregion Ammerland veranstaltet – damals noch mit…