Klimaziel verschärft – aber nicht ausreichend

Gerade rechtzeitig vor dem UN-Klimagipfel und dem fünften Jahrestag des Pariser Abkommens haben sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs nach hartem Ringen auf eine Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen um mindestens 55 Prozent unter dem Wert von 1990 bis 2030 geeinigt. Bisher galt ein Ziel von minus 40 Prozent. Die Verschärfung soll helfen, das Klimaabkommen von Paris umzusetzen und die kritische Erwärmung der Erde möglichst bei 1,5 Grad zu begrenzen. Als nächstes folgt die Verhandlung mit dem Europaparlament, die wollen eine Emissionsminderung um 60 Prozent durchsetzen. Das Ziel ist die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, also alle…

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Giftigkeit von Gentechnik-Bt-Pflanzen zwanzig Mal höher als angenommen?

Daten von Monsanto belegen, dass Bt-Toxine, die in Gentechnik-Pflanzen produziert werden, eine wesentlich höhere Giftigkeit aufweisen als natürliche Bt-Toxine. Wie schon 1990 erstmals gezeigt wurde, kann durch eine Mischung der Toxine mit pflanzlichem Material aus Soja, Baumwolle oder Mais die Giftigkeit um das bis zu 20-Fache steigen. Das teilt das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech mit. Der Grund dafür sind Enzyme, die natürlicherweise im Pflanzengewebe vorhanden sind. Diese Befunde wurden laut Testbiotech von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) nie berücksichtigt. Sie scheint die entsprechenden…

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AbL und BUND: Für gerechte Erzeugerpreise und gegen ein Mindestbudget für pauschale Flächenprämien in der GAP

Anlässlich der Trilog-Verhandlungen zur Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) haben insgesamt 27 Organisationen der sogenannten Verbände-Plattform zur EU-Agrarpolitik einen gemeinsamen Brief an die beteiligten Mandatsträger aus EU-Parlament, EU-Agrarrat sowie Europäischer Kommission verfasst. Ihre Hauptforderung lautet: es darf kein Mindestbudget für weitestgehend pauschale Direktzahlungen der 1. Säule geben. Vielmehr müssen die Mitgliedstatten die Möglichkeit bekommen, mindestens 70 Prozent der GAP-Mittel für freiwillige Leistungen der Bäuerinnen und Bauern in den Bereichen Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu investieren. Nur so ist es…

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Dramatischer Anstieg der globalen Pestizidvergiftungen

In einer neuen umfassenden Studie belegen Wissenschaftler*innen, dass unbeabsichtigte Pestizidvergiftungen seit der letzten globalen Bewertung vor 30 Jahren weltweit dramatisch zugenommen haben. Nach Auswertung verfügbarer Vergiftungsdaten aus Ländern auf der ganzen Welt kommen die Forscher*innen zu dem Schluss, dass es jedes Jahr rund 385 Millionen Fälle akuter Pestizid-Vergiftungen gibt, gegenüber geschätzten 25 Millionen Fällen im Jahr 1990. Umgerechnet bedeutet dies, dass etwa 44 Prozent der in der Landwirtschaft tätigen Weltbevölkerung – 860 Millionen Landwirt*innen und Landarbeiter*innen – jedes Jahr mindestens eine Vergiftung erleiden. „Die…

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UN-Bericht: Auf dem Weg zu drei Grad Erderwärmung

Anfang Dezember meldete ein neuer Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP), dass aktuell der weltweite CO₂-Ausstoß weiter steige– trotz Corona-Knick. Vor fünf Jahren verpflichteten sich 190 Staaten auf dem Pariser Klimagipfel darauf, ihren CO2-Ausstoß drastisch zu senken. Davon ist jedoch bis jetzt nicht viel zu spüren, 2019 stiegen die Emissionen sogar auf einen neuen Rekord. Der „Emissions-Gap-Report“ gibt jedes Jahr darüber Auskunft, ob die Anstrengungen der Länder als ausreichend einzuschätzen sind, das Zwei-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. 2020 gab es leichte Rückgänge aufgrund der Corona-Pandemie – aber auch nur um bis zu sieben…

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EFSA-Stellungnahme zu Gentechnik-Risiken irreführend

Ende November hat die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) eine Bewertung zu den neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR & Co herausgegeben. Hintergrund war zu ermitteln, ob die bestehenden Leitlinien zur Risikobewertung von Lebens- und Futtermitteln sowie Umweltrisiken von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auch für die neuen Gentechniken ausreichend seien. Dabei verglich die Behörde Gefahren, die von Veränderungen weniger Basenpaare (sog. SDN-1 und SDN-2-Veränderungen) mit Gefahren, die durch den Einbau von Fremdgenen entstehen können. Die EFSA stellt in ihrer Bewertung keine neuen Gefahren fest, die durch SDN-1 und SDN-2 Veränderungen an…

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Grüne stehen zu „Ohne Gentechnik“

Die Grünen sprechen sich in ihrem neuen Grundsatzprogramm für die geltende Regulierung mit einer Risikoprüfung von Gentechnik-Produkten vor einer Marktzulassung aus. Dazu erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), Alexander Hissting: „Wir begrüßen, dass die Grünen sich weiter zu Gentechnikfreiheit in der Landwirtschaft, Vorsorgeprinzip, Wahlfreiheit, Transparenz und verbindlicher Kennzeichnung für Gentechnik-Lebensmittel bekennen. Das entspricht den Wünschen der allermeisten Verbraucherinnen und Verbraucher, und es sind unverzichtbare Grundlagen der erfolgreichen ‚Ohne Gentechnik‘-Lebensmittelwirtschaft. Die von…

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Milchdialog: „Wir können es uns schlicht nicht leisten, locker zu lassen“

Nachdem Bäuerinnen und Bauern am 11.11. ihre Forderungen an die Verarbeitungsunternehmen übergeben hatten, holten sie sich jetzt bundesweit deren Antworten ab. Der Milchindustrie-Verband (MIV) hatte seine Antwort auf die Forderungsschreiben bereits zuvor gegeben: mehr Export. Fast alle Verarbeitungsunternehmen, die schon beim Auftakt der Aktion „Schluss mit lustig – Uns geht die Luft aus“ in ganz Deutschland Besuch von den Bäuerinnen und Bauern erhalten hatten, wurden am 19.11. wieder aufgesucht: Die Bäuerinnen und Bauern holten sich die offizielle Antwort der Verarbeiter auf das eine Woche zuvor abgegebene gemeinsame Forderungspapier persönlich ab. …

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(Neue) Realitäten auf dem Schweinemarkt?

Auch wenn Tönnies seit letzter Woche in Europas größtem Schlachthof in Rheda- Wiedenbrück wieder annähernd voll schlachten darf und sich der „Schweinestau“ nicht weiter aufbaut, verschlechtert sich die Lage der Schweinehalter immer weiter. Am Mittwoch wurde der Schweinepreis noch einmal um 8 ct/kg auf 1,19 €/kg gesenkt – der niedrigste Preis seit 19 Jahren. Diese Woche folgt der Ferkelpreis, der um 5 € auf unglaubliche 22 € je 25 kg Ferkel zurückgesetzt wird. Die Wut der Bauern macht sich Luft mit Aktionen vor Schlachthöfen und Häusern der Einzelhandelskonzerne. „Schluss mit lustig“ heißen die Aktionen, mit denen man Forderungen übergeben hat. Der…

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Biomilch auf den Prüfstand: wie nachhaltig ist sie?

Laut dem „Ökobarometer 2019“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) kaufen Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland immer häufiger Bioprodukte. Soziale Standards und ein faires Einkommen für die Erzeugerinnen und Erzeuger werden dabei unter anderem als Gründe für den Erwerb ökologischer Erzeugnisse genannt. Doch sind diese Produkte auch wirklich wirtschaftlich und sozial nachhaltig, fragt das European Milk Board (EMB). Wie aktuelle Kalkulationen des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) zeigen, erhielten Erzeugerinnen und Erzeuger in Deutschland für das Wirtschaftsjahr 2019/20 im Schnitt 47,17 Cent pro…

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