Die Oktoberausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Anlässlich des bevorstehenden Erntedankfestes beschäftigen wir uns im Schwerpunkt damit, wie nicht nur die Ernte sondern alle Ackerarbeiten von Wetterbedingungen beeinflusst werden, weil die Jahre und Jahreszeiten im Klimawandel immer unberechenbarer werden. Eine Erkenntnis unseres „Wetterberichts“: Die Gewissheit ist, dass alles ungewisser wird - dagegen hilft nur Beweglichkeit. Das verdeutlicht im Kommentar Julius Jacobi, der als Jungbauer in Nordrhein-Westfalen Saatgut erzeugt und Milchvieh hält. Weiterhin geben Martin Schulz in Niedersachsen und Marc Berger in Baden-Württemberg Einblicke, in welcher Form sie auf ihren Höfen beweglich waren, sind oder werden. Ein niedersächsisches Netzwerk mit 15 ökologischen und konventionellen Betriebspaaren zeigt, dass es befruchtend sein kann, in den Austausch zu gehen – um z.B. Pflanzenschutzmaßnahmen zu überdenken und Veränderungen auszuprobieren. Ulf und Hendrik Allhoff-Cramer engagieren sich besonders für den Klimaschutz, weil sie auf ihrem nordrhein-westfälischen Hof und in ihrem Wald die Auswirkung erschreckend vor Augen haben – aktuell beteiligen sie sich deswegen an einer großangelegten Klimaklage.
Für viele Betriebe ist Getreideanbau, einst die Königsdisziplin auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit eines Hofes, aufgrund der Unwägbarkeiten, gestiegener Kosten und der gesunkenen Preise kaum noch rentabel. Welche Marktentwicklungen da hineinspielen, analysiert Marktbeobachter Hugo Gödde.
Außerdem geht es um die Blauzungenkrankheit. Hier haben die Schafhalterinnen Ulrike Hasenmaier-Reimer und Stefanie Lamberti beschrieben, welche Belastung die schweren Erkrankungen ihrer Tiere sind und waren und was für Nachwirkungen ihnen und ihren Herden bleiben.
Um zu zeigen, dass sogenannte Share-Deals, also Anteilsverkäufe von Agrarunternehmen mit viel Landbesitz, durchaus überwacht und geregelt werden können, zieht Bodenmarktexperte Jobst Jungehülsing eine Zwischenbilanz der 2023 gestarteten Kontrollen in Frankreich.
