Pestizide runter - Vielfalt rauf!

19.00 Uhr im Hotel Restaurant Sachsenross, Obere Dorfstrasse 32, 37176 Nörten-Hardenberg

Pestizide runter - Vielfalt rauf!

So kann enkeltaugliche Landwirtschaft gelingen

Aktion Agrar und AbL Niedersachsen laden ein zu einer Diskussion über die Reduktion des
Pestizideinsatzes. Sprechen werden Dr. Ramanjanyeyulu aus Indien und Matthias Erle,
konventioneller Bauer aus dem Göttinger Umland.

Die gesellschaftliche Diskussion über den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft hat viele
Menschen erreicht. Um die Bienen zu schützen wurden Neonicotinoide verboten, das Totalherbizid
Glyphosat war Gegenstand einer europäischen Bürgerinitiative.

Wie gelingt die Pestizid-Reduktion wirklich? Wie können wir eine Landwirtschaft gestalten, die der
Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten gut tut, die Wasser und Böden schützt und neue
Zukunftsperspektiven für die bäuerlichen Betriebe eröffnet?

Mit Andhra Pradesh hat sich ein großer Bundesstaat in Indien entschlossen bis 2024 aus der
Landwirtschaft mit Pesiziden auszusteigen. Die Regierung stellt 400 Millionen Dollar im Jahr zur
Verfügung, um Millionen Bäuerinnen und Bauern und deren Familien mit alternativen Strategien
vertraut zu machen. Dr. GV Ramanjaneyulu vom Centre for Sustainable Agriculture, Initiator des
Projekts, berichtet von den aktuellen Entwicklungen aus Indien. Er sieht darin eine Chance, ein
Vorbild für Agrarökologie in der ganzen Welt zu geben.

Matthias Erle ist konventioneller Landwirt aus Klein Lengden bei Göttingen. Er hat in den letzten
Jahren seinen Fungizideinsatz deutlich reduziert, unter anderem durch genaue Analysen im
Frühstadium eines Pilzbefalls. Er beklagt einen Rückgang ackerbaulichen Wissens und
elementarer Erfahrungen mit Pflanzen, ihren Schädlingen und Krankheiten.

Aktion Agrar hat gerade eine Kampagne zur Reduktion des Pestizideinsatzes gestartet und will
konventionelle Bäuerinnen und Bauern mit "Bios" und mit Konsumentinnen und Konsumenten
zusammen bringen. Kooperationspartner für diese Veranstaltung ist die Aktionsgemeinschaft
Solidarische Welt aus Berlin (ASW) und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

27.11.2018

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