Agrarstrukturgesetz gescheitert

Gerade hat ein multinationales Unternehmen mit Sitz in China seinen Einstieg in einen der größten deutschen Agrarkonzerne KTG verkündet, da muss die Politik einen Rückzieher in Sachen Maßnahmen gegen den Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in die Landwirtschaft machen. Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat seinen Entwurf für ein Agrarstrukturgesetz vorerst auf Eis gelegt. Am Ende war der Widerstand vom Bauernverband zu groß und die Landtagswahl im nächsten März zu nah, als das so ein Projekt, was tatsächlich Wirkung in Sachen einer anderen Agrarstruktur hätte entfalten können noch durchzubringen gewesen wäre.…

weiter lesen...


KTG nach China

Während in der öffentlichen Debatte und in der Politik noch darüber debattiert wird, wie denn Landgrabbing – längst Realität nicht mehr nur in den Ländern des Südens sondern auch bei uns, mindestens in Ostdeutschland – begrenzt oder gar unterbunden werden kann, verkündet einer der größten deutschen Agrarbetriebe den Einstieg eines chinesischen Investors. Die KTG Agrar, ein hamburger Unternehmen, dass besonders in den nordostdeutschen Bundesländern 45.000 ha teils ökologisch, teils konventionell bewirtschaftet und inzwischen auch in Litauen Flächen unter den Pflug genommen hat, verkündete die Übertragung von 620.000 Aktien bzw. einem Anteil von rund 9%…

weiter lesen...


Debatte über Importverbote für Gentechnik

Der Vorschlag der EU-Kommission, den Mitgliedstaaten auch bei Importen von Gentechnikpflanzen Verbotsmöglichkeiten einzuräumen, bekommt immer mehr Kritik. Während der Ministerrat noch nicht darüber befunden hat, lehnen sowohl der Umwelt- als auch der Agrarausschuss des EU-Parlaments den Vorschlag ab. Allerdings sind die Gründe dafür unterschiedlich: Die Gentechnikbefürworter im Parlament und Industrie-Lobbyisten sehen darin einen Verstoß gegen internationales Handelsrecht sowie ein Problem der „Versorgungssicherheit“ für die Tierfütterung in Europa. Damit stoßen sie ins gleiche Horn wie beispielsweise der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT), nach dem…

weiter lesen...


Wir machen euch satt!

Industrielle Biotechnologie und Pflanzenbiotechnologie sollen die Ernährung sichern

weiter lesen...


Nicht Wert zu leben

Jährlich werden in Dänemark ca 30.000 Bullenkälber der Rasse Jersey kurz nach der Geburt getötet weil sie sich nicht zur Mast bzw. einer anderen Verwendung eignen. Das erklärte der Zuchtkoordinator des Rinderzuchtverbands Viking Genetics, Peter Larson, gegenüber dem dänischen Fachmagazin „Foodculture“. Auch in Deutschland war in den vergangenen Monaten immer wieder von aus ökonomischen Gründen getöteten männlicher Kälbern auf Milchviehbetrieben berichtet worden. Allerdings ohne konkrete Betriebe bzw. Zahlen zu nennen. In jedem Fall verdeutlicht das Vorgehen den extremen ökonomischen Druck unter dem die Milchviehbetriebe stehen. Auch zeigen die…

weiter lesen...


Kritik am Nichtstun auf dem Ökomarkt

Einer der Gründungsväter des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN), Hermann Heldberg vom Großhändler Naturkost Elkershausen ist aus dem Dachverband der Ökohändler ausgetreten. Seiner Ansicht nach habe es der BNN nicht geschafft vorhandene Missstände in der Bio-Branche aufzugreifen und diese abzustellen. Heldberg, der selbst 16 Jahre im BNN-Vorstand war, erklärte schriftlich:„Wir machen einen großen Fehler, wenn wir uns in der Preisfindung so stark nach dem Markt richten, der schon jetzt von vier Global Playern beherrscht wird, die über die Lebensmittelpreise bestimmen. Das geht zu Lasten der Qualität: der ökologischen und der sozialen.“ Bauern…

weiter lesen...


Big Data im Bauernverband angekommen

Nachdem sich die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) bereits auf ihrer Wintertagung mit „Big Data“ befasst hat und dabei eigentlich nur auf die Chancen einer allumfassende Datensammlung und -nutzung für die Landwirtschaft eingegangen ist, hat nun auch die europäische Dachorganisation der Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa/Cogeca eine Konferenz dazu veranstaltet. Nach eigenen Angaben wurde mit führende EU-Experten über die Herausforderungen, die neuen Technologien, wie Precision Farming, Dronen und Roboter und die damit verbundenen umfangreichen Datensammlungs- und auswertungsszenarien gesprochen. Generalsekretär Pekka Pesonen stellte sie…

weiter lesen...


Ringelschwanz- und Schnabelprämie ab 1. Juli

Im Land Niedersachsen gehen die Pläne zur Umsetzung von mehr Tierwohl mit einem finanziellen Anreizsystem in die praktische Phase über: Ab 1. Juli können sich Mastschweine- und LegehennenhalterInnen für die Förderung von Tierschutzmaßnahmen anmelden. 16,50 Euro pro Schwein bzw. 1,70 Euro pro Huhn können die Betriebe jährlich bekommen, wenn im Zusammenhang mit angepassten Haltungsbedingungen und Beratung sowie einbezogener Aufzucht der Ferkel auf „kupiertes Körpergewebe“ verzichtet wird, d.h. insbesondere Schwänze und Schnäbel nicht gekürzt werden. Bei den Schweinen wird dann an Hand des Erfolgsindikators „unbeschädigter Ringelschwanz“ bewertet: falls…

weiter lesen...


Bäuerliche Interessen gemeinsam mit der Gesellschaft vertreten

Der deutsche Bauernverband (DBV) lädt dieser Tage zum Bauerntag, eine seiner zentralen politischen Veranstaltungen im Jahr, nach Erfurt. Auch aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ist das Motto „Veränderung gestalten“ gut gewählt. Aber: es müsse darum gehen, statt des bisherigen Verdrängungswettbewerbs zu einer Förderung der gesellschaftlich akzeptierten Landwirtschaft mit Bauernhöfen statt Agrarfabriken zu kommen. „Die entscheidende Fragen dabei sind doch: in wessen Interesse, mit welchem Ziel und mit welchen Bündnispartnern soll die 'Veränderung gestaltet' werden? Der Weg, den die Spitze des DBV einschlägt, scheint klar:…

weiter lesen...


Deutscher Raiffeisenverband (DRV) zum Freihandelsabkommen TTIP

„Auf dem kaufkräftigen US-Markt für Lebensmittel bestehen aus Sicht des DRV gute Absatzchancen für deutsche und europäische Lebensmittel. Die USA sind ein wichtiger Lieferant von Rohstoffen, die die europäische Agrarwirtschaft vor allem im Futtermittelsektor dringend benötigt.“ so schreibt es der Deutsche Raiffeisenverband in der Einleitung zu seinem Positionspapier zum derzeit diskutierten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA. Während bei Futtermitteln, Getreide und dem Ölsaatenhandel schon jetzt die Einfuhrzölle der EU und den USA auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau lägen erhofft sich der Verband vor allem für Milchprodukte einen Abbau…

weiter lesen...


Kostenloser Nachrichtenbrief

Kontakt

Bahnhofstraße 31
59065 Hamm

Email: verlag@bauernstimme.de
Telefon: 02381-49-22-88
Telefax: 02381-49-22-21

Lesen Sie auch Artikel der Bauernstimme

24.09.2026

Ganz enthusiastisch sind wir Anfang des UN-Jahres der Frauen in der Landwirtschaft gestartet. Die Erklärung „Nicht nur ackern, auch entscheiden!“…