2018: Starke Umweltbewegung, zögerliche Bundesregierung

Eine aus umweltpolitischer Sicht ernüchternde Bilanz für das Jahr 2018 zieht der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger. Für 2019 fordert der BUND von der Bundesregierung ein wirksames, eigenständiges Klimaschutzgesetz und mit Blick auf die Reform der Europäischen Agrarpolitik mehr Geld für "bäuerlich-ökologische Strukturen". "Es hat uns sehr gefreut, dass die Umweltbewegung in diesem Jahr von einem so breiten gesellschaftlichen Rückhalt vor allem auch von jungen Menschen getragen wurde", erklärt Weiger mit Blick auf die zahlreichen Großdemonstrationen in diesem Jahr. "Die Umweltbewegung wird stärker und…

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Das Wollschwein ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2019“

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) hat das Wollschwein zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2019“ erklärt. Die GEH ernennt seit 1984 alljährlich die „Gefährdete Rasse“ und will damit deutlich machen, dass neben den Wildtieren und Wildpflanzen auch in der Landwirtschaft der Verlust der Vielfalt eingezogen ist. Mit dem Wollschwein steht laut GEH im Jahr 2019 eine Nutztierrasse im Mittelpunkt, die auf der Roten Liste in der Kategorie „Rassen aus anderen Ländern“ aufgeführt ist. Das Wollschwein ist eine der ältesten, rein erhaltenen Schweinerassen Europas. Seinen Ursprung hat es auf dem Balkan, vor allem…

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DMK wertet Fett in der Milch auf

Die DMK Group (Deutsches Milchkontor), Deutschlands größte Molkereigenossenschaft, wertet ab dem 1.1.2019 den Inhaltsstoff Fett in der Milch auf und kommt damit einer Forderung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) nach. „Eine Anpassung des Werteverhältnisses von Fett zu Eiweiß ist für eine marktgerechte Bezahlung der Milch erforderlich. Über viele Jahre hatte das Verhältnis von Fett zu Eiweiß 1:2 betragen. Doch die Verwertungssituation am Markt hat sich grundsätzlich verändert. Vor allem, weil der Preis für Milchfett in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Im Jahr 2017 liefen Fett- und Eiweißpreis dann komplett…

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Das Vorsorgeprinzip durch Innovation ausgehebelt

Das Vorsorgeprinzip ist als eines der Grundelemente der Umweltpolitik in Deutschland und in Europa fest verankert und findet sich beispielsweise als eines der Primärrechte der EU im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Art. 191 AEUV). Doch jetzt droht es durch das Innovationsprinzip ausgehebelt zu werden. „Das Vorsorgeprinzip kommt insbesondere dann zur Anwendung, wenn es darum geht, mit Unsicherheiten und Nichtwissen in der Risikoabschätzung umzugehen, weil weder der eindeutige Nachweis für Gefahren noch für die Sicherheit von Produkten vorliegt“, erklärt Annemarie Volling, Gentechnikexpertin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche…

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Erster Schritt gegen unfaire Handelspraktiken

Am 19. Dezember 2018 sind die Trilog-Verhandlungen zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischem Parlament und dem Europäischen Rat unter der österreichischen Ratspräsidentschaft über den Richtlinienvorschlag „Unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelkette“ zu einem Abschluss gekommen. Künftig sollen Landwirte und andere Lebensmittelproduzenten besser vor unfairer Behandlung durch Supermarktketten und Lebensmittelkonzerne geschützt werden. Als unlautere Handelspraktiken gelten beispielsweise die Verweigerung schriftlicher Verträge, die rückwirkende Änderung vertraglicher Verpflichtungen, die Beteiligung bzw. Kostenübertragung von…

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UN-Klimagipfel: Jetzt muss Bundesregierung handeln

Das auf der Weltklimakonferenz in Katowice (COP 24) vereinbarte Regelbuch ist nach Einschätzung der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch eine solide Grundlage für die weltweite Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. "Dieses Regelwerk ist eine solide technische Basis. Aber zur Abwendung der Klimakrise kommt es nun darauf an, dass alle Staaten deutlich mehr politischen Willen zur zügigen Umsetzung des Pariser Abkommens zeigen", sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. "Für den notwendigen Wandel müssen zum Beispiel weitreichende Transformationspartnerschaften zwischen Staaten zur Umsetzung der Energie- und…

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Zahlreiche Mängel bei Pestizid-Zulassung

Eine aktuelle Analyse offenbart zahleiche Schwachstellen beim europäischen Pestizid-Zulassungssystem und bietet Lösungen an. In einem neuen White Paper, dessen Erstellung vom Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) Europe koordiniert wurde, haben die 24 an der Erarbeitung des Papiers beteiligten Experten zahlreiche Mängel bei der Sicherheitsbewertung von Pestiziden identifiziert. Diese Defizite seien wesentlich mitverantwortlich dafür, dass gefährliche Pestizide in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden. In der Analyse werden auch Vorschläge unterbreitet, wie die Risikobewertung von Pestiziden im Einklang mit der EU-Gesetzgebung verbessert…

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US-Gericht soll entscheiden

Zwei Tage nach der erneuten Zulassung Dicamba enthaltender Herbizide forderten Monsantos Anwälte das zuständige Gericht auf, eine gegen die Umweltbehörde EPA gerichtete Klage abzuweisen. Die Kläger argumentieren, die EPA habe Dicamba-Produkte 2016 ohne ausreichende Prüfung zugelassen. Das Anwaltsteam von Bayer-Monsanto sieht mit der neuerlichen, zweijährigen Zulassung den Grund der Klage als nicht mehr gegeben. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2019 Farmer in den USA mehr als 24 Millionen Hektar gegen Dicamba resistenter GVO-Sojabohnen pflanzen werden.

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UN-Vollversammlung bekennt sich zum Schutz der Menschenrechte auf dem Land

Die UN-Vollversammlung hat gestern nach jahrelangen Verhandlungen die Erklärung für die „Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ mit überwältigender Mehrheit verabschiedet. Damit werden Kleinbauern und andere Gruppen wie Landarbeiter*innen besser vor Menschenrechtsverletzungen geschützt. Ein Bündnis aus 19 deutschen und internationalen Bauern-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen fordert: Auch die Bundesregierung muss sich zur Erklärung bekennen und sie konsequent umsetzen. Bei der finalen Abstimmung im Plenum der UN-Vollversammlung in New York votierten 121 Staaten dafür, acht dagegen und 54…

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Neuer AbL-Bundesvorstand gewählt

EU-Agrarreform, Tierhaltung und Vermarktung lauteten die inhaltlichen Schwerpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Ferner wurde ihr bisheriger Vorstand mit großer Mehrheit wiedergewählt und ergänzt. Neben dem bisherigen AbL-Vorsitzenden Martin Schulz, Neuland-Schweinemäster im Wendland, wählte die Versammlung im hessischen Buchenau Elisabeth Fresen, Jungbäuerin mit Mutterkuhhaltung und Ackerbau aus dem Landkreis Verden/Aller, zur neuen AbL-Vorsitzenden. Die weiteren gewählten Vorstandsmitglieder sind Lucia Heigl, Milchbäuerin aus Bayern (stellvertretende Vorsitzende), Reiko Wöllert aus…

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