Verboten: Lebensmittelspenden per Gesetz

Die französische Umweltministerin Ségolène Royal wollte der Verschwendung von Lebensmitteln entgegentreten. In ihrem Energiewendegesetz, dass von der Nationalversammlung im Mai verabschiedet worden ist, hat sie deshalb einen Passus zum Umgang mit Lebensmitteln eingebaut: Dieser untersagt den Supermärkten mit über 400 m² Fläche, Restposten ungenießbar zu machen und anschließend wegzuwerfen. Royal wollte die Unternehmen außerdem verpflichten Vereinbarungen mit karitativen Einrichtungen abzuschließen, um Lebensmittelspenden zu erleichtern. Genau diesen Abschnitt im Gesetzt hat das Verfassungsgericht jetzt aus verfahrenstechnischen Gründen für…

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Kühe im Supermarkt

Mit zwei Rinder zogen Milchbauern in England in eine Filiale des Supermarkts Asda. Zusammen mit rund 70 Demonstranten machten sie die Kunden darauf aufmerksam, dass es ihnen nicht möglich ist weiterhin zu einem derart niedrigen Preis Milch zu produzieren. Um ihren Aussagen Nachdruck zu verleihen räumten sie die Milchregale des Supermarktes aus. Einen Videobeitrag und weitere Informationen zu den Bauernprotesten in ganz Europa finden sie unter den unten stehenden Links.

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Küste in Flammen

In Ostfriesland brannten am gestrigen Abend (17.08.2015) über 100 Mahnfeuer. Mit der Aktion zu der der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) aufgerufen hatte, wollen die Landwirte auf die katastrophale Lage am Milchmarkt aufmerksam machen. Seit dem letzten Sommer ist der Milchpreis für die Landwirte um mehr als 30 % eingebrochen. Viele Betriebe machen Verluste, können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und sind in ihrer Existenz bedroht. Ausgelöst ist der starke Preisverfall durch einen Rückgang der internationalen Nachfrage nach Milchprodukten und einer weltweiten Produktionssteigerung. Insbesondere in Europa wurde der Wegfall der Milchquote…

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Glyphosat schädigt Regenwürmer

Forscher der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) haben festgestellt, dass der Wirkstoff Glyphosat das Bodenleben massiv beeinflusst. Zum einen fanden die Forscher heraus, dass sich nach dem Einsatz des glyphosathaltigen Mittels in der vorgeschriebenen Dosis die Menge an pflanzenverfügbarem Nitrat und Phosphat stark erhöht. Dies resultiere vor allem aus dem Wegfall des Pflanzenbewuchses in Folge der Herbizidbehandlung. Die Forscher warnen vor einer Gefahr der Auswaschung der frei werdenden Nährstoffe ins Grundwasser oder in naheliegende Oberflächengewässer. Gravierende Einflüsse stellten die Wissenschaftler auch in Bezug auf das Bodenleben,…

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Keine Gentechnik auf Schottlands Feldern

Großbritanien ist in der Frage der Agrogentechnik ein gespaltenes Land. Während die Regierung des Vereinigten Königreichs sich dafür einsetzt, das gentechnisch veränderte Sorten in England und Wales kommerziell angebaut werden dürfen, ist die schottische Regierung für ein Verbot von GVO. Im Rahmen der neuen in der EU beschlossenen OPT-Out-Regelung will die Regierung in Edinburgh den Anbau von GVO vorsorglich verbieten. Das Verbot soll auch die bereits zugelassene Maissorte MON810 betreffen. Ziel der Maßnahme, so der für Landwirtschaftsfragen zuständige Kabinettsekretär Richard Lochhead, sei es, den „sauberen und grünen Status“ des britischen…

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Roggen vom ehemaligen Todesstreifen

Der Verein FriedensBrot hat das Roggenfeld an der Gedenkstätte Berliner Mauer abgeerntet. Der Ertrag von den beiden kleinen Parzellen lag bei 400 kg hochwertiger Brotroggen. Ein teil des Roggens wurde zur Landwirtschaftsausstellung PolAgrar nach Polen versandt, wo in diesem Jahr die europäische FriedensBrot-Konferenz stattfindet, an der neben Deutschland Vertreter aus allen elf mittel- und osteuropäischen Ländern teilnehmen, die seit dem Falle der Mauer der europäischen Union beigetreten sind. In deren Rahmen wird das Getreide auch verbacken. Das Roggenfeld auf dem ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal…

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Rapspestizide in der Debatte

Auseinandersetzungen gibt es nach wie vor um die Pestizid-Wirkstoffgruppe der Neonikotinoide. Die EU-Kommission hatte ihre Anwendung (eingesetzt wurden sie als Beize gegen Schadinsekten im Raps) im Dezember 2013 für zwei Jahre verboten, da die Europäische Untersuchungsbehörde EFSA eine Gefährdung von Bienen erkannt hatte. Seitdem protestieren Bauernverbände, die Hersteller der Pflanzenschutzmittel haben eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof angestrengt. Sie ziehen in Zweifel, dass Neonikotinoide für vermehrt auftretendes Bienensterben verantwortlich sind und beklagen große Schäden im Raps und einen erhöhten Aufwand beim Einsatz alternativer aber…

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Nur noch mit Schwarz

Das Handelsunternehmen REWE will ab 2017 unter der eigenen Handelsmarke kein Frischfleisch mehr verkaufen, dass von Schweinen stammt, die ohne Betäubung kastriert wurden. Den Zulieferern bleiben damit anderthalb Jahre ihre Produktionssysteme diesbezüglich um zu stellen. REWE folgt mit seiner Initiative dem Discounter LIDL. Das Unternehmen akzeptiert bei Frischfleisch, nach eigenen Angaben, bereits seit 2014 kein Fleisch von betäubungslos kastrierten Tieren. Ab 2016 will das Unternehmen im gesamten Sortiment auf Fleisch von unbetäubt kastrierten Schweinen verzichten.

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Dennree geht auf den Acker

Dennree, nach eigenen Angaben führendes Biohandelsunternehmen in Deutschland, unternimmt den Einstieg in die landwirtschaftliche Produktion. Entsprechend seiner Postion als Marktführer mit inzwischen 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz 2014 von 710 Mio. Euro ist auch die Größendimension des Schrittes auf den Acker beachtlich: Übernommen wird eine konventionell bewirtschaftete Agar-Holding mit drei Betrieben auf insgesamt 4.000 ha Fläche im sächsischen Vogtland kurz vor der tschechischen Grenze. Die Agrofarm 2000 GmbH mit 100 Mitarbeitern umfasst Milch- und Mutterkuhhaltung auf Grünland und mit Futterbau, Biogas sowie den Anbau von Marktfrüchten…

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Milchbauernaktion vor Aldi-Zentrallager

Am Abend des 4. August haben in Ostfriesland 150 Milchbauern mit 78 Schleppern eine spontane Aktion vor dem ALDI-Zentrallager in Hesel gemacht um gegen die Rolle von Discountern, Molkereikonzernen und Politik beim ruinösen Verfall der Milchpreise zu demonstrieren. Auslöser war die Ankündigung des Handelsunternehmens die Butterpreise zu senken. Angeregt von Bauern vor Ort vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) und Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) breitete sich die Idee über soziale Medien innerhalb von 24 Stunden aus. Auch ein örtlicher Kreisbauernverband rief dazu auf, an der Aktion teilzunehmen. Ganze Familien, viele…

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