Scharfer Protest gegen Pläne der EU-Kommission zum Einsatz von Reserveantibiotika

Ihren „scharfen Protest“ gegen den Entwurf einer Verordnung für Tierarzneimittel der EU-Kommission haben in einer gemeinsamen Stellungnahme Germanwatch, Ärzte gegen Massentierhaltung, Greenpeace und Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft formuliert. Denn der vorliegende Entwurf lasse befürchten, dass der flächendeckende Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung legitimiert würde. Die Organisationen fordern, Reserveantibiotika in industriellen Tierhaltungen zu verbieten und für alle anderen Antibiotika einen verpflichtenden Wirksamkeitstest (Antibiogramm) einzuführen. Die EU-Kommission müsse sich besinnen und ein Verbot für…

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Greenpeace-Recherchen: Supermärkte setzen weiter auf Billigfleisch

Billigfleisch aus dem Sortiment zu nehmen und die Landwirtinnen und Landwirte fair zu bezahlen, mit dieser Botschaft an den Lebensmittelhandel haben Aktivisten von Greenpeace vor zahlreichen Supermärkten in Deutschland protestiert. Gut 90 Prozent des Frischfleischs der großen Einzelhandelsketten stammt laut Greenpeace von Tieren, die unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen gehalten wurden. Sie sind mit der freiwilligen Fleischkennzeichnung Haltungsform 1 oder 2 ausgewiesen. Zu diesem Ergebnis kommt Greenpeace nach Auswertung einer schriftlichen Abfrage bei Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe. Demnach…

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Nobelpreis an Erfinderinnen der CRISPR/Cas „Gen-Schere“

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie ist an die Erfinderinnen der CRISPR/Cas „Gen-Schere“, Emmanuelle Charpentier (Direktorin der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene in Berlin) und Jennifer Doudna (Universität in Kalifornien in Berkeley, verliehen worden. In einer ausführlichen Stellungnahme (siehe nachfolgend) beleuchtet die Gentechnik-Expertin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Annemarie Volling die Entstehungsgeschichte dieser Technik, benennt die Risiken sowie die wirtschaftlichen Begehrlichkeiten und kommentiert die Reaktionen beispielsweise der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf die…

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Thünen-Institut: LPG-Nachfolgeunternehmen nicht gleichzusetzen mit Mehrfamilienunternehmen

Eine generalisierende Behauptung in der Form „LPG-Nachfolgeunternehmen sind Mehrfamilienunternehmen“ erscheint den Agrarökonomen Lutz Laschewski und Andreas Tietz vom Thünen-Institut für Ländliche Räume „empirisch nicht begründet“, da in vielen dieser Unternehmen die Generationen übergreifenden, familiären Bindungen fehlten. In ihrem Beitrag “Identität und Stabilität von Mehrfamilienunternehmen“ zur diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (GEWISOLA) schlagen die Wissenschaftler daher vor, LPG-Nachfolgeunternehmen „als „Gruppenunternehmen“ und weniger als „Mehrfamilienunternehmen“ zu betrachten. „Mit…

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Herbstbestellung muss trotz ASP möglich sein

Eindämmungsmaßnahmen zur Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) dürfen nicht dazu führen, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in den betroffenen Regionen die unmittelbar anstehenden Bearbeitungs-, sowie Aussaatarbeiten der Herbstbestellung nicht durchführen können. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in der vergangenen Woche mit Die Vorgabe, dass land- und forstwirtschaftliche Flächen in den betroffenen Regionen vor weiteren pflanzenbaulichen Arbeitsgängen von behördlich eingesetzten Personen auf tote oder kranke Wildschweine und Kadaver abgesucht, und anschließend freigegeben werden müssen, sei so umzusetzen,…

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Studie: Agrarpolitik der EU bis 2028 droht zur Nullnummer für das Klima zu werden

Die EU-Kommission will die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 um 55 % reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen sollen auch 40 % der Gesamtmittel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in den Klimaschutz fließen. Doch eine im Auftrag von Germanwatch erstellte Studie des Öko-Instituts bewertet die potenzielle Klimawirksamkeit der für die nächste GAP-Periode vorgeschlagenen Instrumente als absolut unzureichend. Germanwatch fordert eine Neugestaltung der Agrarpolitik mit Eco-Schemes.

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NGOs zum Welternährungstag: Politik muss Hungernde unterstützen und einbeziehen, statt Konzerne zu hofieren

Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober fordert ein Bündnis aus 46 Organisationen eine radikale Kehrtwende des globalen Ernährungssystems, zukünftig gerecht, agrarökologisch und demokratisch ausgerichtet, ohne alte und neue Gentechnik, ohne Ausbeutung von Landarbeitern und Landarbeiterinnen und ohne Vereinnahmung der Politik durch Konzerne.

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Von der Marwitz: Wald muss von CO2-Abgabe profitieren

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) fordert die Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes. Der Green Deal könne nur gelingen, wenn die Senkenleistung des Waldes nicht mehr umsonst erbracht wird. Gemeinsam mit den Familienbetrieben Land und Forst hat die AGDW die Kampagne „Wald ist Klimaschützer“ gestartet.

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„Heuschrecke des Jahres 2020“ an Ex-Bauernpräsidenten Dr. Klaus Kliem verliehen

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) hat die „Heuschrecke des Jahres 2020“ an Ex-Bauernpräsidenten Dr. Klaus Kliem verliehen, weil dieser seinen Stammbetrieb an ALDI verkauft hat. Für die AbL ein weiterer Beleg dafür, endlich ein wirksames Agrarstrukturgesetz zu beschließen. Dabei verweist die AbL auf die Ankündigung von Thüringens Landwirtschaftsminister, am 14. Oktober einen Entwurf für ein solches Gesetz vorzulegen.

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EMB: Ökonomische und soziale Nachhaltigkeit der ökologischen gleichstellen

Die Themen „kostendeckende Preise und ein stabiles Einkommen für die LandwirtInnen“ müssen für das European Milk Board (EMB) im Rahmen der Diskussion um den Green Deal und die Farm to Fork-Strategie „zur echten Priorität werden“. So lautet die Botschaft der jüngsten EMB-Mitgliederversammlung. „Der ökologischen Nachhaltigkeit muss die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit unbedingt gleichgestellt werden,“ so die neue EMB-Vorsitzende Sieta van Keimpema aus den Niederlanden, „Das heißt, dass ein Rahmen geschaffen werden muss, damit die Kosten für Anforderungen im Bereich Klima und Umwelt über den Preis gedeckt sind und nicht auf die ErzeugerInnen…

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