Milchindustrieverband verkennt die Lage

Der Vorsitzende des Milchindustrieverband (MIV) Peter Stahl beschwört auf dem Treffen des Verbands in Brüssel den Markt. Zwar sei derzeit definitiv zu viel Milch am Markt, ein erneuter Preisanstieg könne jedoch schnell und überraschend erfolgen. Als Belege für seine These führt Stahl die Milchkrise 2009 an. Wohlweislich unterlässt es der Molkereilobbyist zu erwähnen, dass es 2009 eine starke Marktentlastung durch den Milchstreik gegeben hat. Schon die Ankündigung hatte dazu geführt, dass die Molkereien ihre Lager füllten, also Milch verstärkt nachfragten. Der folgende Streik hat das Angebot weiter reduziert und den Preis gestützt. Auch wenn Stahl dies…

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Glyphosat zur Wachstumssteigerung

Warum nicht? Das Totalherbizid Glyphosat soll, gering dosiert, positive Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum haben. Mit 400.000 Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein Projekt der Universität Hohenheim, dass untersucht ob der sogenannte Hormesiseffekt möglicherweise gezielt zur Ertragssteigerung von Kulturpflanzen wie Getreide oder Kopfsalat eingesetzt werden kann. In Zukunft könnte es dann nicht weniger, sondern mehr Glyphosat auf den Äckern geben. Kritische merken die Wissenschaftler an, müsse man den Einfluss auf ungewollte Beikräuter betrachten. Auch diese könnten von dem wachstumsfördernden Effekt profitieren und schneller…

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Butter noch billiger!

Nicht ganz an den Tiefpreis aus dem Jahr 2009 mit 65 Cent reichen die Anfang März erfolgten Preissenkungen der Discounter bei Butter heran. Jetzt kostet das Stück 250 Gramm Markenbutter bei Norma 75 Cent und wird damit 14 Cent billiger. Nach Butter könnte auch bald der Käse im Preis fallen. Hintergrund ist in beiden Fällen die auch auf lange Sicht prognostizierte Überflusssituation am Milchmarkt. Während die Discounter und der Lebensmitteleinzelhandel den Großteil der Preissenkungen beim Einkauf an die Molkereien weitergeben sind es letzten Endes die Milchbauern, die günstige Butter über einen ruinösen Milchpreis finanzieren.NAch wie vor weigern sich…

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Kommission für Glyphosat

Die EU-Kommission hat sich positioniert und dem EU-Parlament ihren Vorschlag zum Einsatz von Glyphosat vorgelegt. Sie will die Zulassung des heftig umstrittenen Totalherbizids, um 15 Jahre verlängern. Am 7. März geben die Mitgliedsstaaten ihre Empfehlung zur Zulassung ab. Eine Mehrheit für eine Verlängerung gilt als sicher. Forderungen an den deutschen Landwirtschaftsminister sich zumindest zu enthalten scheinen erfolglos. Glyphosat ist weltweit das am weitesten verbreitete Pflanzengift und seit vielen Jahren hoch umstritten. Der Stoff steht im Verdacht eine krebserregende Wirkung zu haben. Sowohl nach Einschätzung der europäischen Behörde für…

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Irische Milch nach Afrika

Die ehemals unter dem Namen Irish Dairy Board firmierende Ornua-Molkerei aus Irland will den afrikanischen Markt erschließen. Das Unternehmen eröffnet ein Werk zum Abpacken von irischem Milchpulver in Nigeria. Vertrieben werden soll das importierte Milchpulver unter der, auch in Deutschland bekannten, Marke Kerrygold. Vertriebswege für das Milchpulver in kleinen Tüten, Beuteln oder Dosen sind vor allem kleine, dezentrale Händler. Damit steht das Milchpulver aus den Überschüssen der europäischen Milchproduktion in direkter Konkurrenz zu einer möglichen eigenständigen Milchproduktion in Nigeria. „Die Eröffnung unserer Kerrygold Anlage in Nigeria ist ein…

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OG-Label für die Schweiz

In der Schweiz könnte es nun doch ein Label „ohne Gentechnik hergestellt“ für Tierprodukte geben. Die Regierung habe dem Parlament empfohlen, einen entsprechenden Gesetzesvorstoß des Bauernverbandsdirektors und Abgeordneten Jacques Bourgeois anzunehmen, berichtet schweizerbauer.ch. Damit dürften die Produkte aus schweizerischer Herstellung künftig als gentechnikfrei beworben werden – sie sind es ohnehin, da im Alpenland schon heute kein Gentechnik-Soja oder andere transgene Futterpflanzen im Trog landen. Bislang haben die heimischen Erzeugnisse deshalb einen Wettbewerbsnachteil gegenüber meist billigeren Lebensmitteln aus dem Ausland, bei denen…

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Gentechnikfreier Mais in USA legt zu

Konventioneller, nicht-gentechnisch veränderter Mais erfreut sich auch in den USA wachsender Beliebtheit. Obwohl die dafür gezahlten Prämien im letzten Jahr um 50 Prozent gesunken seien, verzeichneten Saatguthändler stark steigende Nachfrage, berichtet Corn+Soybean Digest. So verzeichnete Spectrum Premium Non-GMO Seed Corn im letzten Jahr höhere Umsätze, für 2016 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Und die Saatgut-Firma Prairie Hybrids konnte sich in den vergangenen zwei Jahren um Zuwächse von 20 bis 22 Prozent beim gentechnik-freien Saatgut freuen, obwohl viele bisherige Kunden in 2015 bis zu der Hälfte der Maisflächen auf Sojaanbau umgestellt…

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EMMI versucht die Milch zu drosseln

Jetzt ist auch die größte Molkerei in der Schweiz, EMMI, den Schritt gegangen zu versuchen die Milchmenge über einen Bonus zu reduzieren. EMMI kündigt an für jedes Kilo Milch, dass gegenüber dem Vorjahresmonat weniger geliefert wird den Bauern 10 Rappen (ca. 9 Cent) zu zahlen. Befristet ist die Maßnahme für die Monate März und April. Die Maximalmenge ist 50 Prozent der Vorjahresmenge. Möglichkeiten der Reduzierung sei es Altkühe abzustoßen, Milch zur Kälbertränke einzusetzen oder den Kraftfuttereinsatz zu reduzieren. Schon Ende Januar hatte der Vorstand der Schweizer Milchproduzenten (SMP) die bauern aufgefordert die Milchmenge um 3 Prozent zu…

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Klage gegen Brüterei bekräftigt Druck, Alternativen zum Kükentöten zu finden

Es geht darum, umsetzbare Wege zu finden, in der Legehennenaufzucht auf das Töten der männlichen Küken zu verzichten. Der politische Druck erhöht sich: Die Staatsanwaltschaft Münster hat Anklage gegen die Brüterei Brinkschulte im nordrhein-westfälischen Senden erhoben. Diese Meldung verbreitete sich in den letzten Tagen über zahlreiche Medien und entfachte die Diskussion über die Möglichkeiten und nötigen Anstrengungen neu. Indem die Staatsanwaltschaft verkündet, den Fall als Beispiel mit grundsätzlicher, bundesweiter Bedeutung ggf. bis vor den Bundesgerichtshof zu tragen, wird klar: Es geht nicht um jene eine Brüterei sondern darum, über den…

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Bundespreis REGIOkommune – jetzt bewerben

Gesucht und teilnehmen können kommunal unterstütze Projekte, die Stadt und Land verbinden. Städte und Gemeinden sind dazu aufgerufen, innovative Ansätze zur Steigerung der Erzeugung, der Verarbeitung und des Absatzes von regionalen Produkten und Dienstleistungen vorzustellen. Es geht um Projekte, die in Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft, Institutionen, Regionalinitiativen und Verbänden umgesetzt werden. Unter den Bewerben wählt eine Jury besonders erfolgreiche Konzepte und zeichnet diese aus. Der Bewerbungszeitraum läuft bis zum 15. Juni 2016. Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien finden sie auf der Homepage der Regionalbewegung…

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