Energiewende und Netzausbau - Auswirkungen des Stromnetzausbaus auf Landwirtschaft und angrenzende Naturräume
Zu einem Online-Fachgespräch zum Thema „Energiewende und Netzausbau - Auswirkungen des Stromnetzausbaus auf Landwirtschaft und angrenzende Naturräume“ am 21. November 2024 von 9:30 – 13:00 Uhr lädt das AgrarBündnis ein.
In der Einladung heißt es: Die Energiewende ist mit umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen verbunden. Derzeitiger gesetzlicher Stand ist, dass auf den Bau von Freileitungen weitestgehend verzichtet werden soll, so dass in den kommenden Jahren in Deutschland mehrere Erdkabeltrassen verlegt werden. Warum wird dem Bau von Erdkabeln Vorrang eingeräumt, wie erfolgt der Ausbau und welche konkreten Auswirkungen hat dies auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, angrenzende Naturräume und andere Schutzgüter? Seit kurzem liegen auch die Ergebnisse verschiedener Versuche zum Einfluss der Erdverkabelung auf Erträge und Bodeneigenschaften in landwirtschaftlichen Regionen Nord- und Süddeutschlands vor, die neue Fragen zur Entschädigung landwirtschaftlicher Betriebe aufwerfen könnten. Das AgrarBündnis möchte im Rahmen dieses Online-Fachgesprächs über den aktuellen Sachstand informieren und den künftigen Handlungsbedarf diskutieren.
Das Programm
9:30 Begrüßung Bernd Voß, AgrarBündnis
9.45 Energiewende braucht den Netzausbau
Warum hat der unterirdische Stromnetzausbau derzeit Vorrang?
Ingrid Nestle, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Beirat der Bundesnetzagentur
Ist der Vorrang für unterirdische Gleichstrom-Verbindungen noch zeitgemäß? Wie haben sich Teilerdverkabelungen von Wechselstrom-Leitungen bewährt?
Bernd Brühöfner, TenneT
10.30 Erdkabel und ihre Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen und Naturräume
Bernhard Heidrich, Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Oldenburg
11.00 Auswirkungen der Erdverkabelung auf Böden, Kulturpflanzen und Ertrag
Aktuelle Sachstände aus Nord- und Süddeutschland
Testfeld in Göttingen sowie entlang der Trasse Wahle-Mecklar (SuedLink, TennetT)
Hartmut Geries (Geries Ingenieure), Gleichen
Felduntersuchungen auf 4 Bodenstandorten in Baden-Württemberg (SuedLink, TransnetBW)
Joachim Ingwersen, Universität Hohenheim und Christian Bidlingmaier, TransnetBW
11.45Sind Neujustierungen bei der Entschädigung und Schadensersatz erforderlich?
Hans-Heinrich von Maydell, Rechtsanwalt Bauernverband
12.15 Wie geht es weiter? DFiskussion zumzukünftigen Handlungsbedarf
13:00 Schlusswort und Ende der Veranstaltung
Karin Jürgens, AgrarBündnis
Ein Flyer mit dem Programm findet sich hier und eine Anmeldung möglichst bis zum 8. November ist hier möglich.
Bürokratieabbau ohne roll back: Wie geht das?
Zu einem Agrarpolitischen Forum zum Thema „Bürokratieabbau ohne roll back: Wie geht das?“ am 2. Dezember von 9:30 Uhr bis 13.00 Uhr in Berlin lädt das AgrarBündnis ein. Eine online-Teilnahme ist nicht möglich.
In der Einladung heißt es: „Bürokratieabbau“ ist notwendig. Das ist Konsens. Doch es verändert sich wenig. Im Gegenteil, die Klagen werden häufiger. Doch was ist es, was abgebaut werden soll? Geht es nur um weniger Kontrollen und Verwaltungsaufwand und um eher technische und organisatorische Problemlösungen?
Oder sind wir mittendrin in einer sehr grundsätzlichen Diskussion über ökonomische, soziale und ökologische Standards, Regeln und Rahmensetzungen, über deren Sinn oder Unsinn natürlich heftig gestritten werden kann?
Wie gehen wir um mit der Tatsache, dass einerseits „die Märkte“ immer „freier“ werden; die einzelnen Betriebe sich jedoch immer mehr gegängelt fühlen. Ist das ein Widerspruch? Oder vielleicht nur die logische Konsequenz dafür, weil in einer „freien“ Marktwirtschaft soziale und ökologische Notwendigkeiten nicht angemessen berücksichtigt werden?
Das AgrarBündnis lädt zu einer Podiumsdiskussion ein, um einerseits auf diese eher grundsätzlichen Fragen Antworten zu finden. Aber auch, um Anregungen zu bekommen, was Bürokratieabbau in der landwirtschaftlichen Praxis tatsächlich heißen könnte.
Das Programm
Moderation: Tanja Busse
9:30 Begrüßungskaffee
10:00 Willkommen!
… zwischen Acker, Düngeverordnung, GLÖZ und GAP. Eine Perspektive aus der Praxis;
Carolin Pagel (AgrarBündnis)
»Bürokratieabbau« – Zwischen Notwendigkeit und Ideologie;
Wolfgang Reimer (Vorsitzender der Agrarsozialen Gesellschaft)
11:00 Pause
11:30 Bürokratieabbau: Was wollen wir überhaupt »abbauen« und wie können wir das umsetzen? Podiumsdiskussion mit:
- Silvia Bender (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)
- Xenia Brand (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)
- Hubertus Paetow (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)
- Jan Plagge (Bioland/Ifoam)
- Dirk Werner (Arc-Beratungs-GbR)
Ausblick Jochen Dettmer (AgrarBündnis)
Das AgrarBündnis bittet um eine Anmeldung bis spätestens 25. November 2024 mit diesem Link über die Website https://agrarbuendnis.de/aktuelles oder mit dem ausgefüllten und eingescannten beigefügten Formular.
Landwirtschaft in rechtspopulistischen Zeiten - Herausforderungen und Gegenstrategien
Die Evangelische Akademie Hofgeismar lädt in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e. V., der unter anderem der Landesverband Hessen der AbL sowie der BUND angehören, zu einer zweitägigen Tagung unter dem Thema „Landwirtschaft in rechtspopulistischen Zeiten - Herausforderungen und Gegenstrategien“ vom 08.-09. Februar 2025 ein.
In der Einladung heißt es: Rechtspopulistische und rechtsextremistische Ideologien gewinnen an Bedeutung und stellen zunehmend eine Gefahr für Grundrechte und Sicherheit der Menschen in Deutschland dar. Auch in der Landwirtschaft versuchen rechte Akteur*innen von außen und innen Einfluss zu nehmen.
Die Tagung beleuchtet, wie rechtsextreme und rechtspopulistische Akteur*innen versuchen, die Unzufriedenheit vieler Bäuer*innen zu verstärken und auszunutzen. Die Tagung geht auch der Frage nach, wie Landwirtschafts- und Naturschutzthemen durch rechte Akteur*innen zur Verbreitung ihres rassistisch- antisemitischen Weltbildes vereinnahmt werden. Expert*innen aus Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis analysieren diese Dynamiken. Gemeinsam werden Strategien entwickelt und diskutiert, mit denen demokratische Werte in der Landwirtschaft gestärkt und extremistische Einflüsse abgewehrt werden können.
Detaillierte Informationen zum Tagungsablauf sowie eine Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie hier.
Anmeldungen sind auch per E-Mail unter Angabe der Tagungsnummer 25054 möglich (bitte vollständige Adresse angeben). Wir bitten um Ihre schriftliche Anmeldung bis zum 19. Dezember 2024. Auch spätere Anmeldungen sind möglich, solange Plätze frei sind. Sie erleichtern uns die Planung, wenn Sie sich frühzeitig anmelden.
