Der Kampf um den Boden - Lebensgrundlage statt Kapitalanlage: Betriebliche und politische Ansätze für bäuerlichen Landbesitz
Im Rahmen der agrarpolitischen AbL-Fortbildungsreihe lautet am 19.05. online um 19.00 Uhr das Thema: Der Kampf um den Boden - Lebensgrundlage statt Kapitalanlage: Betriebliche und politische Ansätze für bäuerlichen Landbesitz.
Der Bodenmarkt in Ostdeutschland hat einiges gemein mit dem Wohnungsmarkt in Berlin oder München. Immer mehr Land gehört immer weniger Menschen. Während Konzerne mal eben 6000 Hektar auf einen Schlag kaufen, finden junge Menschen keinen Zugang zu Land und die kleinen und mittelgroßen Höfe können bei Kauf- und Pachtpreisen nicht mehr mithalten. Zugleich werden fruchtbare Böden durch den Bau neuer Autobahnen und Industriegebiete versiegelt und über Jahrtausende alter Humus von ausgeräumten Agrarlandschaften vom Wind davongeweht. In dieser Veranstaltung zeigen wir auf: Was sind die zentralen Probleme der Bodenpolitik und wo sind Anknüpfungspunkte für Veränderungen? Was können Agrarstrukturgesetze bewirken? Und, wie können landwirtschaftliche Betriebe ihr Land sichern?
Referent:innen: Gesine Langlotz, Existenzgründerin, junge AbL; Reiko Wöllert, stellv. Bundes-Vorsitzender der AbL; Claudia Gerster, AbL Sachsen-Anhalt
Der Zoom-Link und weitere Informationen über die agrarpolitische Fortbildungsreihe finden sich hier.
Der Markt für landwirtschaftliche Qualitätsprodukte: Funktionsweisen – Wettbewerbsfähigkeit – faire Preise…
Einen Online-Workshop zum Thema „Der Markt für landwirtschaftliche Qualitätsprodukte: Funktionsweisen – Wettbewerbsfähigkeit – faire Preise…“ veranstaltet das AgrarBündnis am 20. Mai 2022 von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr.
In der Einladung heißt es: In der agrarpolitischen Diskussion ist es nahezu eine Selbstverständlichkeit, dass für „öffentliche Güter“ (d. h. für besondere Qualitäten von landwirtschaftlichen Erzeugnissen) auch öffentliche Gelder (d. h. Fördermittel) zur Verfügung stehen sollten. Aber auch die Märkte für Qualitätsprodukte leisten einen wesentlichen Beitrag, um besondere Leistungen zu honorieren.
Allerdings sind die Erwartungen an die Märkte vielfältig. Gewünscht wird u.a.:
- die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig erzeugter Produkte, um den Beitrag der Landwirtschaft für mehr Klimaschutz, Umweltschutz, Tierschutz etc. zu erhöhen.
- faire Erzeugerpreise, faire Verbraucherpreise, faire Verteilung der Wertschöpfung innerhalb der Wertschöpfungskette
- eine Lenkungswirkung für Produktion und Konsum
- die Sicherstellung der Versorgung
- u.a.m.
Wenn aber nicht nur die Politik, sondern auch die Agrarmärkte die notwendige Transformation der Landwirtschaft unterstützen sollen, dann müssen auch sie zielgerichtet wirken.
Dafür müssen wir u.a. ihre Funktionsweise besser verstehen: Preisbildung, Verhältnisse innerhalb der Wertschöpfungsketten, Entwicklung der Nachfrage, Mengensteuerung bei Mangel oder Überfluss u.a.m.
Wenn wir nicht nur über die Förderlandschaft, sondern auch über Märkte reden, stellen sich die Fragen: Welche Instrumente kann man einsetzen? Was ist praxistauglich? Was ist effizient?
Anhand von jeweils drei Inputs wird über den Markt für Qualitätsfleisch und über den Biomarkt diskutiert.
Referent:innen sind unter anderem Hugo Gödde, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Neuland; Hans Möhrle, Erzeugerorganisation Süd für besonders artgerechte und umwelt-schonende Tierhaltung; Thomas Dosch, Tönnies; Alexander Gerber, Demeter.
Das vollständige Programm findet sich hier. Der Link zur Veranstaltung wird zugeschickt nach einer Anmeldung (Name, Organisation) unter anmeldung[at]agrarbuendnis.de.
