Termin-HINweise

Webinar: Der Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Ernährung vor Ort, in Deutschland und weltweit ++ Saatgut und das Recht auf Nachbau - Vom Konzern zurück in bäuerliche Hände ++ Gelbe Pracht und gutes Pflanzenöl – Pestizidreduktion im Rapsanbau

Bäuerinnen und Bauern säen Frieden: Der Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Ernährung vor Ort, in Deutschland und weltweit

Ein Webinar von Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL, v.a. der Arbeitsgruppe Internationales), junge AbL & FaNaL am 20. April 2022, 19.00 - 21.00 Uhr.

Krieg hinterlässt stets schwer vorstellbares Leid und Zerstörung – jetzt auch in der Ukraine. Schon jetzt sind Millionen Menschen auf der Flucht vor der Gewalt im Land. Auch die Folgen für die Landwirtschaft und die globale Lebensmittelversorgung sind fatal und die Exporthäfen liegen lahm. Die steigenden Getreidepreise verschärfen die in vielen Regionen ohnehin schon dramatischen Hungerkrisen, besonders in importabhängigen Ländern. Auch in Deutschland wächst die Sorge vor knappen Treibstoffen, Dünge- und Futtermitteln.

Anlässlich des internationalen Tags des bäuerlichen Widerstandes (17. April), zu welchem La Via Campesina jährlich aufruft, diskutieren wir diese Probleme mit den geladenen Gästen. Im ersten Teil der Veranstaltung blicken wir auf die Lage vor Ort, in den Betrieben der Ukraine und bei ihren Bäuer:innen. Im zweiten Teil betrachten wir die Folgen dieses Krieges auf die Landwirtschaft in Deutschland und weltweit. Wie reagieren Bäuer:innen in Deutschland auf den Krieg? Welche politischen Maßnahmen bräuchte es jetzt, um Betriebe zu unterstützen und die Versorgung mit Lebensmitteln zu sichern? Wie hängt der Krieg in der Ukraine mit anderen Krisen und Konflikten zusammen und wie kann die globale Verschärfung der Welternährungskrise noch abgewendet werden?

Refrent:innen: Olena Borodina (Professorin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Ukrainian Rural Development Network); Bernd Schmitz (Bauer im Rheinland und Vorsitzender der AbL NRW); Marita Wiggerthale (Agrarexpertin von Oxfam); Lena Bassermann (Referentin für Welternährung von INKOTA) - Moderation

Die Veranstaltung findet mit Simultan-Dolmetschung zwischen Russisch und Deutsch über die Plattform Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine Anmeldung ist bis zum 19.4. möglich unter anmeldung[at]abl-ev.de.

 

Saatgut und das Recht auf Nachbau - Vom Konzern zurück in bäuerliche Hände

Eine Zoom-Veranstaltung im Rahmen der agrarpolitischen AbL-Fortbildungsreihe am 28.04. um 19.00 Uhr.

Das Recht auf den Nachbau des verwendeten Saatguts und die Zucht von Kultursorten, die an den eigenen Betrieb angepasst sind – das sind Grundlagen der landwirtschaftlichen Arbeit, doch leider keine Selbstverständlichkeit. Wir wollen mit dieser Veranstaltung den rechtlichen Rahmen abstecken, von juristischen Kämpfen berichten und vor allem zeigen, wie wir zurück zu Vielfalt und Selbstbestimmtheit kommen.

Referent:innen: Georg Janssen (Bundes-Geschäftsführer der AbL und Vorsitzender der IG Nachbau), Karsten Ellenberg (Kartoffelzüchter, Retter der Sorte Linda),  Susanne Gura (Vorsitzende des Dachverbands der Nutzpflanzen)

Zum Zoom-Link und zu weiteren Informationen über die agrarpolitische Fortbildungsreihe geht es hier.

 

Gelbe Pracht und gutes Pflanzenöl – Pestizidreduktion im Rapsanbau

Eine Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mittags-Dialog: Pestizidreduktion und Alternativen im Pflanzenschutz“ des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN) am 26. April 2022 / 12:00 bis 13:00 Uhr.

Raps ist eine beliebte Ackerbaukultur, hat eine gute Vorfruchtwirkung in der Fruchtfolge und ist die Haupt-Ölfrucht in Deutschland. Blühende Rapsfelder erfreuen die Menschen und sind beliebte Nahrungsquellen für Bestäuberinsekten. Aber Raps ist auch anfällig für Schädlingsbefall und zählt zu den besonders intensiven Ackerkulturen. Was bedroht die Rapsbestände? Wie lässt sich die Kultur schützen und dennoch Pestizide reduzieren? Welche Alternativen bestehen zum chemisch-synthetischen Pflanzenschutz? Was sind die Herausforderungen in der Praxis?

Referenten: Ralf Udo Ehlers, e-nema Gesellschaft für Biotechnologie und biologischen Pflanzenschutz; Paul Schlegel, Ackerbauberater, Bioland Landesverband Ost; Moderation Susanne Smolka, Referentin für Pestizide / Biozide, PAN Germany

Um eine Anmeldung zur gesamten Reihe, auch wenn Sie nur an einzelnen Dialogen teilnehmen werden, wird gebeten.

Zur Veranstaltungsreihe heißt es: Eine Reduktion des Risikos und Einsatzes chemisch-synthetischer Pestizide um 50 Prozent bis 2030 ist erklärtes Ziel des Europäischen Green Deals. Deutschland unterstützt dieses Ziel und strebt laut Koalitionsvertrag eine “deutliche Verringerung” von Pestiziden an. Wie kann das gelingen? Was sind die aktuellen politischen Rahmenbedingungen? Welche Praxis-Beispiele gibt es für wirksame Alternativen im Pflanzenschutz und Schädlings-management? Wo sind Schwierigkeiten zu überwinden, wo ist weitere Unterstützung notwendig?

Mit der Veranstaltungsreihe „Mittags-Dialoge: Pestizidreduktion und Alternativen im Pflanzenschutz“ möchte PAN Germany das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten, den Dialog über Möglichkeiten zur Pestizidreduktion befördern und alternative Pflanzenschutzverfahren diskutieren. In einem kompakten Online-Format werden Expert*innen themenspezifisch ihr Fach- und Praxiswissen weitergeben und die Fragen der Teilnehmenden beantworten. Alle Veranstaltungen werden aufgezeichnet und von einem Graphic recording begleitet.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Interessierte und Fachleute aus den Bereichen Landwirtschaft und Umwelt- und Naturschutz.