„Wie kann die Klimawirkung der Milchproduktion gemessen werden und wie zeigt sie sich konkret auf den Höfen?“
So lautet das Thema der Online-Veranstaltung der AbL am 3.juni um 19.30 Uhr.
In der Einladung heißt es: „Seit einigen Jahren gewinnt das Thema Klimabilanzierung zunehmend an Bedeutung. Verschiedene Klimatools wurden bereits entwickelt, um den CO₂-Fußabdruck von Milchviehbetrieben zu erfassen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Nutzung einer national harmonisierten Berechnungsmethodik, denn nur so lassen sich die Ergebnisse zwischen den Betrieben und Berechnungstools vergleichen. Die Bewertung des CO₂-Fußabdrucks liefert wichtige Ansatzpunkte für praktikable Klimaschutzmaßnahmen und kann gemeinsam mit weiteren Indikatoren zur Einordnung der betrieblichen Nachhaltigkeit beitragen.“
In der Online-Veranstaltung gibt es Fachvorträge von:
- Lisa Oehlert (Landwirtschaftskammer Niedersachsen)
- Lisa Fröhlich (Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen) und
- ein Praxisbeispiel von einem Milchbetrieb (noch zu bestätigen)
Zentrale Fragen sind:
- Warum wird heute auf Milchviehbetrieben bilanziert und wie funktioniert das?
- Welche Indikatoren werden bei der Klimabilanzierung auf Milchviehbetrieben betrachtet?
- Wie sehen die Ergebnisse der Klimabilanzierung aus, und welche konkreten Maßnahmen leiten sich daraus für die Praxis ab?
Die Veranstaltung ist die erste aus der Reihe „Milchproduktion im Klimawandel: Vom CO₂-Fußabdruck zur gemeinwohlorientierten Praxis“ und es stehen Klimabilanzen, deren Methodik und aktuelle Nutzung im Fokus. In den folgenden Veranstaltungen wird erörtert, warum der CO2-Fußabdruck nicht als entscheidendes Kriterium für die Weidehaltung gelten kann und welche Alternativen es hin zu einer Honorierung von Gemeinwohlleistungen gibt.
Die AbL lädt herzlich ein, gemeinsam die Bedeutung und die Auswirkungen von Klimabilanzen für die bäuerliche Landwirtschaft zu diskutieren.
Die Anmeldung erfolgt über dieses Formular: AbL e.V.: Klimabilanzierung. Der Zoom-Link wird rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt.
Agroforst-Feldtag am Gut Marienhof: Wasserrückhalt & Zukunftsbaumarten
Wie lässt sich das Wasser auf dem Acker halten? Welche Rolle kann Agroforst beim Erosionsschutz spielen? Und welche Baumarten haben Zukunft auf landwirtschaftlichen Flächen? Um diese Frag en geht es beim Agroforst-Feldtag am Gut Marienhof am 10.Juni von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr in Heinsberg, zu dem die AbL NRW einlädt.
In der Einladung heißt es: „Auf einer sechs Hektar großen Hangfläche wurden Anfang 2025 fünf Gehölzstreifen mit verschiedenen Wertholzarten angelegt. Sie bremsen den Wasserabfluss, fördern die Versickerung und schützen so den Boden vor Erosion. Gleichzeitig entsteht eine langfristige Nutzungsperspektive: die Produktion von hochwertigem Furnierholz.
Der Bioland-Betrieb von Anne Rothkranz-Pott und Christoph Pott wirtschaftet mit Mutterkuhhaltung, Ackerbau und Biogas. Die Hanglagen stellen dabei eine besondere Herausforderung dar. Die neu angelegten Agroforststreifen sind ein Ansatz, um auf zunehmende Starkregenereignisse zu reagieren und die Bodenfruchtbarkeit zu sichern.
Neben einem bereits bestehenden Pappelstreifen wurden weitere Baumarten wie Baumhasel, Hybridnuss, Spitzahorn, Wildkirsche und Mostbirnen gepflanzt. Die Pflanzung erfolgt in Dreiergruppen mit späterer Auslese mit Blick auf stabile Bestände und hochwertiges Wertholz in 60–80 Jahren.“
Programm:
Nach einer Feldführung über die Fläche mit Einblicken aus der betrieblichen Praxis, wird es zwei fachliche Beiträge geben:
- Wasserrückhalt auf der Fläche und Agroforst als Maßnahme; Jan-Fritz Nierste (Agroforstplaner, Landwandler Umweltberatung)
- Zukunftsbaumarten in Agroforst-Systemen und deren Vermarktungspotenziale; Norbert Tennhoff (Landesbetrieb Wald und Holz NRW)
Im Anschluss lädt die AbL NRW zum Austausch bei Snacks und Getränken ein.
Die Teilnahme ist kostenlos – eine Anmeldung ist erforderlich über: horrion[at]abl-ev.de
