Milchtagung 2026: Bäuerliche Milcherzeugung sichern! Milchpreiskrise, Marktmonopole, Mercosur und Weidepraxis im Klimawandel. Bundesweite Kooperationsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen (KLVH) am 2. März 2026 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in Präsenz und online. +++ Bodenkongress 2026 - bundesweiter Kongress zu gerechter Bodenpolitik und Zugang zu Land vom 13. bis 14.März in Apolda/Thüringen
Milchtagung 2026
Zu der Milchtagung 2026 unter dem Titel „Bäuerliche Milcherzeugung sichern! Milchpreiskrise, Marktmonopole, Mercosur und Weidepraxis im Klimawandel“ laden in Kooperation die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Katholische Landvolkshochschule Hardehausen (KLVH) am 2. März 2026 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr ein.
In der Einladung heißt es mit Blick auf die einzelnen Programmpunkte: „Die geopolitische Situation mit ihren weltweiten Konfliktherden ist herausfordernder denn je. Auch aufgrund der schwächelnden Wirtschaft treten Umwelt und Landwirtschaft in den Hintergrund. In der Agrarpolitik findet der nötige Transformationsprozess noch zu wenig statt, vielmehr erleben wir unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus einen „rollback“ zu alten Rezepten, aber unsere Forderungen finden auch Eingang in die EU-Marktpolitik.
Die aktuelle Milchpreiskrise kann für viele Bäuerinnen und Bauern zur Existenzfrage werden, schon jetzt gibt es hierzulande weniger als 50.000 Milchviehbetriebe! Im Gegensatz zur Rohstoffknappheit von 2024 führt die Mengensteigerung von 7,6 % im November 2025 zu einem drastischen Rückgang des Spotmarktpreises. Verschärft wird die Lage durch den Preiskampf des Handels, dessen Dumpingpreise die Molkereien an die Erzeuger weiterreichen.
Die Monopolkommission hat erhebliche Ungleichgewichte bei der Verhandlungsmacht von Lieferanten und Käufern in der Agrar- und Lebensmittelversorgungskette festgestellt. Und beim Freihandelsabkommen Mercosur liegt der Fokus auf anderen Branchen und die Bauern fragen sich, welchen Preis sie dafür zahlen werden. Wir diskutieren Modelle zur fairen Preisgestaltung und zeigen ein Beispiel für partnerschaftliche Vertragsgestaltungen bei der Molkereiinitiative Dornseifer.
Das Praxisthema Mob grazing als trockenheitsangepasste Beweidungsform gewinnt in Zeiten des Klimawandels zusätzliche Aktualität.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit den Referierenden Strategien und Konzepte zu diskutieren. Wir freuen uns auf Sie/euch!“
Das ausführliche Programm findet sich hier (Flyer) und eine Anmeldung ist bis zum 24.02. hier möglich. Es wird eine Tagungsgebühr von 30 Euro (inkl. Verpflegung) bar vor Ort erhoben sowie von 15 Euro (optional) für eine Teilnahme online per Zoom.
Bodenkongress 2026
Zum Bodenkongress 2026, dem bundesweiten Kongress zu gerechter Bodenpolitik und Zugang zu Land, vom 13. bis 14.März in Apolda/Thüringen laden die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland, der Förderverein bäuerliche Landwirtschaft und das Netzwerk Flächensicherung ein. Akteur:innen aus Landwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft referieren, sprechen und diskutieren dort über gerechte Bodenpolitik und Zugang zu Land.
In der Einladung schreiben die Veranstalter: „Mit Fachvorträgen, Vernetzung und Diskussion begegnen wir der drängenden Frage, wie der Zugang zu Land gerecht und gemeinwohlorientiert gestaltet werden kann.
Diskussionen zu Landeigentum und Bodenpreisen in Land und Stadt, zu Spekulation und Ausverkauf, zu Möglichkeiten der Regulierung des Bodenmarktes, zu funktionierenden Praxis-Beispielen und zu Flächenfraß und Versiegelung. Die Vorstellung von Volks- und Bürgerbegehren zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten aus der Bewegung heraus.
Am Freitagabend diskutieren wir mit hochrangigen Politiker:innen und können unsere Forderungen direkt an die Entscheidungsträger:innen stellen.
Der Samstag-Nachmittag wird sich explizit der Perspektive junger Existenzgründer:innen und Betriebsnachfolger:innen widmen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an (angehende) Landwirt:innen, Gärtner:innen und Imker:innen, Verwaltungsangestellte aus Landwirtschafts- und Umweltministerien und -behörden, Politiker:innen, Wissenschaftler:innen sowie agrarpolitisch interessierte Menschen.
Ort der Veranstaltung: Eiermannbau, Auenstraße 11, 99510 Apolda/Thüringen
Mehr Infos zum Programm, zu den Teilnahmegebühren und die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 01.03.2026 finden sich hier.
