Rote Karte für Menschenrechtsverletzungen

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) zeigt der Fußball-WM in Katar die rote Karte für Menschenrechtsverletzungen und sieht die WM als Gefahr für Menschen und Umwelt. In einem auf der Herbstsitzung ihres Bundesausschusses gefassten Beschluss verurteilt die KLJB den menschenunwürdigen Umgang mit Arbeitsmigrant*innen, Frauen* sowie der LGBTQI+-Community in Katar. Zusätzlich sieht die Jugendorganisation in der WM in Katar auch ein falsches Signal für den Klimaschutz. „Neben den vielfältigen Menschenrechtsverletzungen in Katar halten wir die Austragung der WM aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf die Klimakrise für das völlig falsche Signal. Eine nachhaltige Weiternutzung der WM-Infrastruktur ist in Katar nicht gegeben. Zudem würden viele Fans aufgrund fehlender Übernachtungskapazitäten in Katar auf Pendelflüge aus anliegenden Golfstaaten zu den Spielen zurückgreifen“, hält Jannis Jannis Fughe, Bundesvorsitzender der KLJB, fest. „Wir lehnen die WM in Katar entschieden ab und verzichten auf Bundesebene auf unkritische Begleitaktionen wie zum Beispiel Tippspiele. Wir rufen unsere Mitglieder zur kritischen Auseinandersetzung mit der WM 2022 wie auch anderen zukünftigen Großveranstaltungen auf“, führt Fughe weiter aus.

In dem Beschluss heißt es: „Als KLJB verstehen wir den Einsatz für den Klimaschutz als wichtigen Ausdruck der Schöpfungsbewahrung und des Schutzes von Menschenrechten. Daher verurteilen wir die klimaschädliche Austragung der WM in Katar. Wir fordern den Deutschen Fußball Bund (DFB) auf, sich in den Gremien der FIFA und des europäischen Fußballverbands UEFA dafür einzusetzen, dass ambitionierte Nachhaltigkeitsstandards Grundvoraussetzung für die Vergabe und Durchführung von Turnieren werden. Diese müssen fortlaufend überprüft werden. Zu diesen Standards sollten die uneingeschränkte Verpflichtung der Einhaltung und des Schutzes sämtlicher Menschenrechte und eine klimafreundliche Durchführung der Veranstaltung zählen. Eine Nichteinhaltung der Kriterien muss harte Sanktionen zur Folge haben. Außerdem rufen wir den DFB dazu auf, eigene klimaschädliche Maßnahmen wie Fan-Pendelflüge zu WM-Spielen einzustellen.“ Und in Richtung der FIFA heißt es in dem Beschluss: „Obwohl sich die FIFA durch die offizielle Annahme der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte im Jahr 2016 klar dazu verpflichtet hat, "Verletzungen der Menschenrechte anderer zu vermeiden und nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte anzugehen",20 hält sie trotz der zahlreichen Menschenrechtsverletzungen unverändert an der Austragung des Turnieres in Katar fest. Diese Entscheidung halten wir als KLJB für einen großen Fehler.“