In gesellschaftlichen Debatten dominiert oft die urbane Perspektive. Das hat die Sprecherin des Vorstands der Rentenbank, Nikola Steinbock, bei einem Parlamentarischen Abend der Landwirtschaftlichen Rentenbank und des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus erklärt und einen Perspektivwechsel gefordert.
„Die Menschen im ländlichen Raum leisten einen entscheidenden Beitrag zur wirtschaftlichen Prosperität unseres Landes, treiben die Energiewende voran und leben sozialen Zusammenhalt oft über Generationen hinweg. Nicht zuletzt erzeugt die Landwirtschaft im ländlichen Raum qualitativ hochwertige und erschwingliche Lebensmittel. Dennoch stehen diese Regionen zunehmend unter Druck, und ihr Potenzial droht ungenutzt zu bleiben. Ein Grund dafür ist, dass in gesellschaftlichen Debatten oft die urbane Perspektive dominiert, obwohl über 50 Prozent der Bevölkerung auf dem Land leben“, erklärt Steinbock und fährt fort: „Was wir brauchen, sind ein Perspektivwechsel sowie Konzepte, die das Leben und Wirtschaften im ländlichen Raum attraktiv machen. Eine vielversprechende Zukunft für die ländlichen Räumen heißt Zugang zu Bildung und Betreuung, eine flächendeckende digitale Anbindung, Mobilität, eine verlässliche Gesundheitsversorgung sowie wohnortnahe Kultur und nicht zuletzt sichere Arbeitsplätze. Das ist ein Auftrag an uns alle – an Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Und es ist auch ein Auftrag an uns als Rentenbank. Wir fördern genau die Themen, die im ländlichen Raum wichtig sind. Dabei verstehen wir uns nicht nur als Geldgeber, sondern als Mitgestalter.“
