Britische Landwirte nach Haushaltsplan geschockt

Labour-Schatzkanzlerin Rachel Reeves kündigte 20 Prozent Erbschaftssteuer auf landwirtschaftliche Anlagegüter im Wert von einer Million Pfund (ca. 1,2 Mio. Euro) oder mehr an. Bislang waren landwirtschaftliche Betriebe davon befreit. Nach Schätzungen des Finanzministeriums sind nur 27 Prozent der Farmen betroffen, der Bauernverband und Agrarfinanzberatungsfirmen gehen jedoch von etwa 66 Prozent aus: Vor allem kleine und Familienbetriebe könnten die Steuer nur durch Landverkauf finanzieren, wodurch in vielen Fällen der gesamte Betrieb unrentabel werde. Beim Verband der Farmpächter nimmt man an, dass Pachtland als erstes zum Verkauf stehen wird. „Die Steuer ist absolut unfair, und viele Landwirte bangen um ihre Zukunft“, sagte Bauernverbandspräsident Tom Bradshaw. Er habe noch nie so viel Wut und Ärger bei den Mitgliedern erlebt. In einer Petition mit 150.000 Unterschriften haben die Landwirte den zuständigen Minister um ein Treffen gebeten. Steve Reed, der Minister für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft, hat jedoch eine Kehrtwende in Sachen Erbschaftssteuer kategorisch ausgeschlossen.

Der britische Bauernverband NFU (National Farmers Union) mit entschiedenem Protest gegen die Steurpläne der Regierung. Quelle: NFU