Auftakt Agrarministerkonferenz in Fulda

Auf dem Hof der Familie Hillenbrand in Fulda-Lehnerz hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), dem Bundesverband der Deutschen Milchviehhalter (BDM) und der Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen (VÖL) geladen. Für den BDM stellte Oswald Henkel das Marktverantwortungsprogramm dar mit dem eine Anpassung der Produktionsmenge von Milch an die Nachfrage erreicht werden kann um so einen für die Milchbauern auskömmlichen Milchpreis zu erzielen. Reinhard Nagel begrüßte die Ausführungen. Er forderte eine Abkehr vom ständigen Wachstum und eine Rückbesinnung auf bäuerliche Werte. So sei es untragbar, dass die Lebenszeit der Milchkühe aufgrund ihrer extrem hohen Milchleistung immer weiter zurück gehe und nur noch knapp über zwei Laktationen liege. Auch müsse die Weidehaltung mehr gefördert werden um so positive Auswirkungen für die Tiergesundheit und Milchqualität zu erreichen. Der Sprecher der VÖL, Hans-Jürgen Möller, betonte, dass das derzeitige Wachstum der konventionellen Betriebe in immer größere, teilweise industrielle Strukturen, einen Kurswechsel unmöglich werden lasse. Die Ausrichtung auf eine bäuerliche, nachhaltige Produktionsweise, die ökologische Kriterien ebenso erfülle wie besondere Lebensmittelqualitäten zu erzeugen sei für immer stärker ins Wachstum gegangene Betriebe nicht mehr möglich. Die Forderungen an die Agrarministerkonferenz waren eindeutig ein klares Votum für eine aktive Milchmengensteuerung sowie eine Ausrichtung auf eine zukünftige bäuerliche Landwirtschaft.

01.10.2015
Von: mn