Grüne möchten über Gentechnik diskutieren

Die Grünen waren doch immer eine sichere Bank wenn es um Gentechnik ging. Nein, hier gab es kein durchkommen für Grüne Gentechnik. Und jetzt auf einmal kommen die beiden neuen Vorsitzenden mit ihrer Vorlage für die Erarbeitung ein neues Grundsatzprogramms und wollen ihre bisherige Position hinterfragen. „Forschung und Wissenschaft entschlüsseln in immer größerem Tempo die Geheimnisse unserer Welt. Biotechnologie, Nanotechnologie oder Gentechnik können Krankheiten ausrotten oder heilen, sie können Leben verlängern – theoretisch sogar den Tod überflüssig machen. Sie machen Prozes- se und Erfindungen möglich, die uns vor schwierige ethische Fragen stellen. So sprechen wir Grünen uns gegen Genveränderungen bei Lebensmitteln aus, sollten aber noch einmal hinterfragen, ob bestimmte neue Technologien nicht helfen könnten, die Versorgung mit Nahrungsmitteln auch dort zu garantieren, wo der Klimawandel für immer weniger Regen oder für versalzenen Boden sorgt. Das hieße jedoch, die in marktschädlichen Oligopolen organisierten Konzerne so zu regulie- ren, dass sie in neuer Form am Ende der Allgemeinheit, also zum Beispiel auch den Kleinbauern des Südens dienen. Wir werden also über die Frage unseres Umgangs mit neuen Techniken spre- chen und genauso darüber, wie und über welche Anpassungsstrategien dieses Ziel künftig erreicht werden kann.“ Damit ist bei den Grünen eine Diskussionsprozess angestoßen der von vielen kritisch Beobachtet und aktiv begleitet werden wird. Eine erste ausführliche Stellungnahme kam indessen schon von Martin Häusling, Biobauer und Grüner Abgeordneter im Europaparlament. Er bekennt sich klar zur Sicherung einer gentechnikfreien Landwirtschaft, einer klaren Regulierung auch neuer Züchtungstechniken und der Notwendigkeit einer Kennzeichnung von Saatgut bis zum Lebensmittel.

20.04.2018
Von: mn

Auch gegen Gentechnik auf den Feldern und n der Züchtung