19.02.2019

Milchviehhalter drängen auf EU-weite Lösung für Tiertransporte in Drittländer

In Bayern und in Schleswig-Holstein haben in einigen Landkreisen die zuständigen Behörden Tiertransporte in Drittländer außerhalb der EU gestoppt. Grundlage sind unter anderem wiederholte Berichterstattungen über Tierquälerei bei der Schlachtung von Rindern in diesen Staaten. „Diese Fernsehberichte waren für viele Milchbauern absolut schockierend. Wenn man sich selbst bemüht, seine Tiere so korrekt wie möglich zu behandeln, dann erwartet man das von allen anderen in der Lieferkette auch“, beschreibt Kirsten Wosnitza, selbst Milchbäuerin und Sprecherin des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) in Schleswig-Holstein, die Stimmung unter ihren Be

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19.02.2019

Gemeinsamer Aufruf zur Protestaktion am Europäischen Patentamt

Über 20 Organisationen rufen mit der Forderung nach einem sofortigen Stopp der Patentierung herkömmlicher Züchtung zu einer gemeinsamen Protestaktion am Europäischen Patentamt (EPA) am 27. März in München auf. An diesem Tag trifft sich der Verwaltungsrat des EPA, in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind. Auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Zu den Beratungen des Verwaltungsrates ist nur die Industrie eingeladen. Die Organisationen wollen mit ihrem Aufruf sicherstellen, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht außen vor bleiben. Im Juni 2017 hatte der Verwaltungsrat nach öffentlichen Protesten und nach Vorga

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18.02.2019

Nebenwirkungen der EU-Agrarpolitik vermeiden

Der Entwicklungsausschuss des Europäischen Parlaments mahnt eine stärkere Berücksichtigung der Auswirkungen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) auf die Entwicklungsländer an. Mit Blick auf die derzeit laufenden Verhandlungen um eine Reform der GAP hat er dazu mit großer Mehrheit drei Stellungnahmen verabschiedet, um diese im Vertrag von Lissabon, der vertraglichen Grundlage des gemeinsamen Handelns in der EU, festgeschriebene Politikkohärenz (Policy Coherence for Development; PCD) zu erreichen. Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft sind vorrangige Bereiche der EU-Entwicklungszusammenarbeit, heißt es in den Stellungnahmen. Al

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18.02.2019

Kreis erteilt keine Genehmigung für Tiertransporte in Drittstaaten

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde wird vorübergehend keine Tiertransporte von Nutz- und Zuchttieren in bestimmte Staaten außerhalb der Europäischen Union mehr genehmigen. Betroffen hiervon sind Exporte in folgende Länder: Türkei, Jemen, Libanon, Marokko, Algerien, Ägypten, Aserbaidschan, Syrien, Jordanien, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. Nicht betroffen sind Tiertransporte innerhalb Deutschlands oder innerhalb der EU. Das teilt der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit. Hintergrund für diese Entscheidung sind für den Kreis Informationen, die der Veterinärbehörde des Kreises aufgrund von Berichterstattungen und fachlichen S

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17.02.2019

Rückbesinnung auf Ackerbau 1.0 statt Hype um Landwirtschaft 4.0

Eine Rückbesinnung auf pflanzenbauliche Tugenden wünscht sich der Ackerbau-Experte Frank Käufler aus Hessen in einem Beitrag der agrarzeitung (az). Frank Käufler betreut seit 25 Jahren den beim Regionalbauernverband in Homberg (Efze)/Hessen angegliederten Arbeitskreis Ackerbau und führt auch Fortbildungen für den Sachkundenachweis im Pflanzenschutz durch. Seiner Ansicht nach hat gerade der Pflanzenschutz viel zu lange dafür herhalten müssen, ackerbauliche Fehler zu korrigieren. „Doch zunehmende Resistenzen und Ertragsdepressionen zeigen die Grenzen der Chemie auf“, schreibt die az. „Wir haben doch das System an die Wand gefahren“, zitiert die az den Ex

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16.02.2019

BMEL diskutiert Ackerbaustrategie mit Praktikernetzwerk

Im Herbst diesen Jahres will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) eine nationale Ackerbaustrategie vorlegen. Diese stand im Mittelpunkt des dritten Treffens des Praktikernetzwerkes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Mit Fachexperten des Ministeriums sowie Wissenschaftlern des Julius-Kühn-Instituts und des Thünen-Instituts diskutierten laut BMEL die Praktikerinnen und Praktiker zu den Themen "Acker- und Pflanzenbau", "Biodiversität und Klima" sowie "Folgenabschätzung und Akzeptanz". Erste Vorschläge wurden auf ihre Praxistauglichkeit geprüft, so das BMEL. "Mir ist es wicht

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15.02.2019

Bioenergie aus Anbaubiomasse unverträglich mit Naturschutz

„Der Ausbau erneuerbarer Energien ist zum Erreichen der Klimaschutzziele zwingend erforderlich und muss auch Arten und Lebensräume vor den Folgen des Klimawandels schützen. Die Energiewende muss natur- und umweltverträglich erfolgen. Eine wichtige Rolle spielen dabei ein effizienter Umgang mit der Fläche und die Berücksichtigung der jeweiligen landschaftlichen Gegebenheiten“, sagt Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) anlässlich der Vorstellung des Erneuerbare Energien Reports des BfN. Der Report zeigt eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, den tiefgreifenden Umbruch der Energieversorgung in Einklang mit dem Naturschutz z

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14.02.2019

Das erfolgreichste Volksbegehren der Geschichte in Bayern

„Sensation“ und „historisches Ergebnis“ nennen einige Medien das Ergebnis des Volksbegehrens „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“: Mit einer Beteiligung von 18,4 Prozent der Wahlberechtigten ist es das erfolgreichste Volksbegehren der Geschichte in Bayern. Insgesamt haben sich 1.745.383 Bürger eingetragen. „Bayerns Bürgerinnen und Bürger wünschen sich einen wirksamen Schutz der Artenvielfalt und die Förderung einer naturnahen Landwirtschaft“ heißt es bei den Initiatoren des Volksbegehrens. „Bayern erfolgreich für die Bienen und Bauern“, heißt es mit Blick auf das Ergebnis auf deren Homepage. Dies sei das klare Signal, das vom Ausgang des Volksbegehrens

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14.02.2019

EU-Parlament will Tierschutz bei Tiertransporten stärken

Das Europäische Parlament hat am Donnerstag, den 14. Februar 2019, einen Bericht des EU-Agrarausschusses zu Tiertransporten angenommen. Darin wird eine verbesserte und EU-weit einheitliche Kontrolle der Vorschriften, eine Reduktion der Anzahl und Dauer (maximal acht Studen) der Transporte und ein Ende von Exporten in Länder, in denen EU-Tierschutzstandards nicht gewährleistet werden können, gefordert. Der Bericht stellt außerdem fest, dass die EU-Tierschutztransportverordnung 1/2005 Lücken und Mängel aufweist und überarbeitet werden muss. Die EU-Kommission wird aufgefordert, eine Strategie zu entwickeln für regionale Tierhaltung, kurze Lieferketten und

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13.02.2019

Bio-Anbauverband warnt vor „Industrialisierung“ der ökologischen Tierhaltung

Der französische Bio-Anbauverband FNAB (Fédération nationale d’agriculture biologique) warnt mit Blick auf den Geflügelsektor eindringlich vor einer „Industrialisierung“ der ökologischen Tierhaltung. So gebe es in Frankreich in den letzten Jahren immer mehr Legehennenbetriebe mit mehr als 15.000 Legehennen. Zwar liege deren Zahl noch lediglich bei zwei Prozent aller Betriebe, sie halten jedoch bereits 20 Prozent aller Tiere. Diese Betriebe stehen nach Ansicht des FNAB nicht im Einklang mit den Grundprinzipien des ökologischen Landbaus. Der FNAB unterstützt eine Begrenzung auf maximal 9 000 Hühner pro Betrieb und setzt sich für eine Flächenbindung in de

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13.02.2019

Bayern: 30 Millionen Euro für „Tierwohlzukunftsställe“

Als ein „starkes Signal für nachhaltige Landwirtschaft“ bezeichnet Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die 100 Millionen Euro mehr, die das Kabinett ihrem Ressort gegenüber dem vorherigen Doppelhaushalt für 2019/2020 bereitstellt. Allein für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung mit der Initiative „Tierwohlzukunftsställe“ gebe es 30 Millionen Euro zusätzlich. Details dieser Initiative sind noch nicht bekannt. Sie sollen laut Auskunft aus dem Ministerium im ersten Halbjahr 2019 auch unter Hinzuziehung „externer Akteure“ erarbeitet werden. Zehn Millionen Euro mehr sollen in die Agrarumweltmaßnahmen fließen, um die Angebote im Berei

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12.02.2019

Ist Genome Editing nachweisbar? Im Prinzip ja, aber...

Mit Hilfe von Gen-Scheren wie CRISPR/Cas verändertes Erbgut lässt sich grundsätzlich nachweisen. Das bestätigen Experten wie Yves Bertheaud, ehemaliger Forschungsdirektor des staatlichen französischen Agrarforschungsinstituts INRA. Doch die praktische Umsetzung sei schwierig, betont das Europäische Netzwerk der staatlichen Gentechnik-Labore (ENGL) im Entwurf eines Berichts an die EU-Kommission. Derzeit könnten zahlreiche durch Genome Editing hergestellte Produkte unerkannt auf den Markt kommen, warnen die ENGL-Experten. Also müssten die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten dringend handeln, um die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelproduk

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11.02.2019

Volksbegehren „Artenvielfalt“ kurz vor dem Ziel

Seit dem 31. Januar und noch bis zum 13. Februar können die Wahlberechtigten in Bayern in den Rathäusern durch ihre Unterschrift das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ unterstützen. Nach heute gemachten Angaben der Initiatoren fehlen noch 50.000 Unterschriften, um die erforderlichen 950.000 zu erreichen. Sowohl die Initiatoren als auch die bayrische Staatsregierung gehen davon aus, dass dieses Ziel erreicht wird. Die AbL-Bayern ist Unterstützerin des Volksbegehrens, „weil diese historische Chance zur Schaffung eines wirksamen Naturschutz- und Artenvielfalt-Gesetzes zugleich die weitere Industrialisierung der Landwirtschaft beschränkt u

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10.02.2019

Schließungspläne der Südzucker AG lösen heftige Proteste aus

Mehr als 500 Bürger und Bürgerinnen, darunter zahlreiche Bauern und Bäuerinnen mit 200 Traktoren aus der gesamten Region, haben gegen die von der Südzucker AG geplante Schließung der Zuckerfabrik in Warburg demonstriert. „Mit dieser Aktion muss uns der Vorstand von Südzucker hören. Sonst kommen wir nach Mannheim;“ erklärt Josef Jacobi von der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal, selbst Rübenbauer und einer der Initiatoren der Aktion, vor Beginn der Winterversammlung der Südzucker AG, die ihren Sitz in Mannheim hat, in der Gemeindehalle Warburg-Hohenwepel. „Die Verbraucher wollen Regionalität, diesen Markt hat die Südzucker AG vernachl

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10.02.2019

Brexit: Verlängerung des Verfahrens höchst wünschenswert

Am 29. März 2019, also in knapp sieben Wochen, muss Großbritannien die Europäische Union verlassen, wenn nicht noch eine andere Lösung gefunden wird. Für Pat McCormack, Mitglied im Vorstand des European Milk Board (EMB) und Vorsitzender des Irish Creamery Milk Supplier Association (ICMSA) erscheint eine Verlängerung des dem Austritt zugrundeliegenden Verfahrens nach Artikel 50 des Vertrages über die Europäische Union „höchst wünschenswert“. An die Mittglieder des EMB gewandt, schreibt McCormack: „In jedem Verhandlungsprozess kommt die Phase, wenn die Täuschungsmanöver und Bluffs ein Ende haben. Aus Sicht der irischen Landwirte ist dieser Punkt im Brex

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10.02.2019

Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!

Für gesetzliche Rechenschaftspflichten von Konzernen und gegen Investor-Staat-Schiedsgerichte (ISDS), „einem parallelen, einseitigen und unfairen Justizsystem für Konzerne“, setzt sich ein Bündnis von über 150 europäischen Organisationen, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen ein. "Die heutigen Handels- und Investitionsabkommen geben Konzernen weitreichende Sonderrechte und Zugang zu einer Paralleljustiz, um diese Rechte durchzusetzen“, heißt es bei dem Bündnis. Um das zu ändern hat das Bündnis eine Petition an den Präsidenten der Europäischen Kommission, die EU-Ratspräsidentschaft, Vertreter und Vertreterinnen der EU-Mitgliedstaaten und Mitgli

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06.02.2019

Geringere Erlöse und höhere Kosten für Milcherzeuger

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Milcherzeuger hat 2018 erneut einen Dämpfer erhalten. Im Betriebszweig Milchproduktion ist die Marge aus Erlösen und variablen Kosten im vergangenen Jahr wieder zurückgegangen. Das teilt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) mit. Demnach gaben die Erlöse der Milcherzeuger in der Jahresbetrachtung, trotz Erholung ab der Jahresmitte, insgesamt nach. Gleichzeitig sind die variablen Kosten gestiegen. Dies führte erneut zu einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den Milchviehbetrieben. Dazu haben laut AMI vorrangig die Entwicklungen bei den Milcherzeugerpreisen, die rund 90 % der Erlöse

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06.02.2019

Abschuss-Freigabe für Problemwolf

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in Schleswig-Holstein hat am 31.01.2019 einen Antrag auf Entnahme eines Problemwolfes genehmigt. Diese Ausnahmegenehmigung erfolgt auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes. Das teilt das dortige Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mit. Nach Eingang von Anträgen aus der Region und intensiver rechtlicher Prüfung habe das Ministerium schließlich einen eigenen Antrag gestellt, weil in diesem Fall ein koordiniertes staatliches Handeln notwendig sei. „Nach intensiver Prüfung halten wir dieses Vorgehen im vorliegenden Fall für erforderlich, u

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05.02.2019

Bürgermeister startet Petition gegen die geplante Werksschließung

Der Bürgermeister der Stadt Warburg Michael Stickeln (CDU) hat eine an Dr. Hans-Jörg Gebhard, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südzucker AG, gerichtete Petition gegen die geplante Werksschließung des Werkes Warburg der Südzucker AG gestartet. Darin verweist der Bürgermeister darauf, dass von der Schließung mehr als 60 Mitarbeiter und deren Familien, über 800 Landwirte sowie Handwerker und Zulieferer nachhaltig betroffen sein würden. Gegründet 1882, und damit ältestes Industrieunternehmen in Warburg, fungiere die Warburger Zuckerfabrik zudem schon immer als „ein identitätsstiftendes Merkmal für unsere Region und ist der letzte verarbeitende landwir

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05.02.2019

Greenpeace übt Kritik am geplanten Tierwohllabel

Greenpeace-Aktivisten haben heute vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gegen die nach ihren Worten „gesetzeswidrige Tierquälerei bei der Schweinehaltung“ protestiert und dabei auch Kritik an dem von Bundeslandwirtschafsministerin Julia Klöckner (CDU) angekündigten „Tierwohlkennzeichen“ geübt, dass sie am Mittwoch vorstellen will. Statt geltendes Recht durchzusetzen, plane die Landwirtschaftsministerin mit ihrem sogenannten „Tierwohlkennzeichen“ Fleisch von Schweinen auszeichnen zu lassen, denen als Ferkel die Ringelschwänze abgeschnitten wurden. Das laut Greenpeace heute nach dem chinesischen Kalender beginnende „Jahr des

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05.02.2019

Viele sind sich einig: „Eine tolle Veranstaltung“. Weit über