15.07.2019

Kritik an Mercosur-Abkommen reißt nicht ab

Wenn sich heute, Montag, in Brüssel die EU-Agrarminister treffen, dann steht auch das Mercosur-Abkommen auf der Tagesordnung. Und die Kritik an diesem Abkommen reißt nicht ab. In Irland ist im dortigen Parlament ein Antrag gegen das Abkommen mit Mehrheit angenommen worden. Einen Tag zuvor fand in Irlands Hauptstadt Dublin vor dem Parlamentsgebäude gegen das Abkommen eine der größten Demonstration der letzten Jahre überhaupt statt, die von der Organisation „beef plan movement“ organsiert worden war. Und in Brüssel protestierte die belgische Bauernorganisation FUGEA (Fédération unie des groupements des éleveurs et agriculteurs) gegen das Abkommen. „Bee

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15.07.2019

SPD fordert gesellschaftlichen Dialog zum Tierwohl-Label

Die SPD hat einen breiten gesellschaftlichen Dialog „in überschaubarer Zeit“ über ein verpflichtendes Tierwohl-Label bei der Fleischproduktion gefordert. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) sei mit ihren Plänen für eine freiwillige Kennzeichnung "auf dem Holzweg", sagte SPD-Vizefraktionschef Matthias Miersch am vergangenen Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Nötig sei eine Pflicht-Kennzeichnung des Tierwohl-Aspekts bei der Fleischherstellung. Als Vorbild für einen gesellschaftlichen Dialog nannte Miersch die mit den Details des Kohleausstiegs befasste Kohlekommission. Die von der Ministerin geäußerte Ablehnung einer verpflichtenden Ken

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12.07.2019

Nutztierstrategie für Tierschutzorganisationen längst überfällig

In Bonn hat sich am 9. Juli das vom ehemaligen Bundesagrarminister Jochen Borchert geleitete Kompetenznetzwerk für Nutztierhaltung zu seiner ersten regulären Arbeitssitzung getroffen, nachdem es sich hierfür auf Einladung der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, Anfang April konstituierte. "Ziel unserer Nutztierstrategie ist es, ein Mehr an Tierwohl unter Berücksichtigung des Umweltschutzes zu erreichen, sodass auch die wirtschaftliche Grundlage der Landwirte gesichert ist, ebenso wie eine gute Versorgung der Verbraucher. Viele Erfahrungen aus Modell- und Demonstrationsvorhaben liegen bereits vor. Auch sind wir dabei,

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12.07.2019

Düngeverordnung: Anhaltende Zielverfehlung droht

Mitte Juni 2019 haben sich Umwelt- und Landwirtschaftsministerien der Bundesregierung auf "ergänzende Vorschläge" zum Düngerecht geeinigt, um drohenden Strafzahlungen von über 850.000 Euro am Tag wegen Nichteinhaltung der Nitratrichtlinie zu entgehen. Dies war unausweichlich geworden, da Deutschland seit 28 Jahren die Umsetzung dieser Richtlinie versäumt und folgerichtig 2018 vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wurde, eine wesentliche Verringerung der Düngemengen vorzunehmen. Ende Januar 2019 hatte die Bundesregierung Vorschläge zur Einhaltung nach Brüssel geschickt, die jedoch nach Ansicht der Kommission nicht ausreichten, am Mittwoch wi

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12.07.2019

Ein Weg aus der ganzjährigen Anbindehaltung

Die milchwirtschaftlichen Organisationen und Vertreter der Landwirtschaft in Bayern sowie das bayerische Landwirtschaftsministerium wollen die vielen kleineren und mittleren Familienbetriebe mit Milchviehhaltung, die wesentlich zum positiven Gesamtbild der ländlichen Räume in Bayern beitragen, auf ihrem Weg von der ganzjährigen Anbindehaltung in zukunftsfähige Haltungsformen begleiten und unterstützen. Das teilt milch.bayern e.V. mit, der freiwillige, privatwirtschaftlich organisierte Zusammenschluss der bayerischen Milch- und Molkereibranche, in dessen Beirat auch Vertreter des Bauernverbandes und des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter sitzen.

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11.07.2019

Familien der EU-Klimaklage gehen in zweite Instanz

Zehn Familien und ein Jugendverband, die gegen die Verletzung ihrer Grundrechte durch eine zu schwache Klimapolitik der EU klagen, haben heute beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Berufung eingelegt. Die Klägerfamilien aus Europa, Kenia und Fidschi sowie der samische Jugendverband reagieren damit auf die Klageabweisung in erster Instanz durch das Europäische Gericht (EuG). Dieses hatte die Klage, in der die Familien das Europäische Parlament und den Rat der EU für den Schutz ihrer Grundrechte durch eine ambitioniertere Klimapolitik in die Pflicht nehmen, mit dem Argument abgewiesen, die Familien seien nicht ausreichend individuell betroffen. “Das Euro

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11.07.2019

“Klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus”

Das Kooperationsprojekt „Tacheles! Klare Kante gegen Extremismus“ der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) und des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland (BDAJ) mit dem Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns sehr, dass unserem Projekt dieser Preis verliehen wurde. Er ist eine Auszeichnung für das vielfältige Engagement, das in unseren Verbänden gegen jegliche Form von Extremismus geleistet wird“, erklärt KLJB-Bundesseelsorgerin Carola Lutz. „Mein Dank gilt daher besonders unseren Ehrenamtlichen, die sich aktiv für ein gelungenes Zusa

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10.07.2019

BDM fordert Freigabe Ökologischer Vorrangflächen auch in Niedersachsen

Aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen mit einem trockenen Mai und sehr heißen Juni in diesem Jahr sind die Auswirkungen der langen Dürre im vergangenen Jahr noch immer zu spüren. Durch den fehlenden Regen konnten bisher die Böden ihr Wasserdefizit aus dem Vorjahr, regional sehr unterschiedlich, nicht ausgleichen und bei vielen tierhaltenden Betrieben wird das Futter knapp. Um die Viehhalter in dieser Situation zu unterstützen und eine ausreichende Futterversorgung zu ermöglichen, fordert der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. die Freigabe von ökologischen Vorrangflächen zur Futtergewinnung auch in Niedersachsen. Aufgrund der ange

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10.07.2019

REGIOtester zum Tag der Regionen gesucht

Einmal im Jahr dreht sich rund um das Erntedankfest für den Bundesverband der Regionalbewegung „alles um die Stärken unserer Regionen“. In einem mehrwöchigen Aktionszeitraum, in diesem Jahr vom 27. September bis zum 13. Oktober, macht der Verband mit dem Projekt „Tag der Regionen“, dass von einem bundesweiten Aktionsbündnis und vielen Einzelakteuren in den Regionen getragen wird, in Hunderten von Projekten, Veranstaltungen, Festen, Ausflügen, Märkten und anderen Events sichtbar, wer in Deutschland alles einen Beitrag dazu leistet, regionale Wirtschaftskreisläufe zu erhalten. „Die Aktionen wollen den Menschen vermitteln, dass es Spaß machen kann, region

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08.07.2019

Weidetierhalter angemessen honorieren

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) fordert extensive Weidetierhaltung endlich angemessen zu honorieren, um diese multifunktionale Zukunftsform der Landbewirtschaftung dauerhaft zu sichern. Im Rahmen der Eröffnung des Deutschen Landschaftspflegetages 2019 unterstrich der Dachverband der deutschen Landschaftspflegeorganisationen, dass Beweidung ein wichtiges Instrument für Schutz und Entwicklung unserer Kulturlandschaft sei. Die Zahl weidetierhaltender Betriebe in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Doch Weidetiere sind nach Ansicht des DVL die Voraussetzung einer lebendigen Kulturlandschaft. Während weltweit eine Million aller Tier- u

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08.07.2019

Oxfam: Menschenrechtsverletzungen in Supermärkten an der Tagesordnung

Leid, Ausbeutung und Diskriminierung sind in den Lieferketten deutscher Supermärkte an der Tagesordnung. Die Supermärkte tun zu wenig dagegen, dass die Menschen, die das Essen in ihren Regalen herstellen, ausgebeutet werden. Das zeigt der Oxfam Supermarkt-Check 2019, der die Geschäftspolitik der führenden bzw. am schnellsten wachsenden Supermärkte in Deutschland, Großbritannien, den USA und den Niederlanden in Bezug auf ihren Umgang mit Menschenrechten analysiert. Demnach schneiden die deutschen Ketten auch im zweiten Jahr der Durchführung des Checks schlecht ab, kein deutscher Supermarkt erzielt in der Gesamtwertung mehr als 20 Prozent der möglichen 1

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06.07.2019

DVL: GAP muss bei Beweidung „landwirtschaftliche Tätigkeit“ und nicht „Art der Vegetation“ fördern

Ein jüngstes Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) fordert eine Änderung der Bewertung von Dauergrünland. Bisher hängt die Förderwürdigkeit mit Agrarzahlungen im Rahmen der aktuellen europäischen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in hohem Maße davon ab, in welchem Umfang „Futterpflanzen“ auf Wiesen und Weiden wachsen. Für die EuGH-Richter ist das kein förderwürdiges Kriterium. Nicht die Art der Vegetation zählt, sondern ob auf der Fläche eine „landwirtschaftliche Tätigkeit“ stattfindet. Darauf weist der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) hin und begrüßt das Urteil. „Die Rechtsprechung muss sich in der Ausgestaltung der Agrarpolitik nach 2

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06.07.2019

Grüne legen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Agrarstruktur vor

In Brandenburg will die Landtags-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen den Ausverkauf der Brandenburger Landwirtschaft stoppen und Bodenspekulation bekämpfen und hat zu diesem Zweck ein Gesetz zur Verbesserung der Agrarstruktur erarbeitet. Ziel ist es, ortsansässige Bauern und Existenzgründungen in der bäuerlichen Landwirtschaft zu stärken. „Das Thünen-Institut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei hat mit seinen Untersuchungen eindrucksvoll belegt, dass der Ausverkauf der Brandenburger Landwirtschaft an Investoren bereits in vollem Gange ist, weil das gültige Bodenrecht ins Leere läuft. Deshalb müssen wir dieses Recht modernisieren, mit der Föderali

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06.07.2019

Bayerischer Gemeindetag: Glyphosat verbieten!

Der Bayerische Gemeindetag, ein kommunaler Spitzenverband mit über 2000 kreisangehörigen Gemeinden, hat die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, die Verwendung von Glyphosat in Unkrautvernichtungsmitteln zu verbieten. „Auch wenn sich die Experten untereinander streiten: das potentiell giftige Zeug gehört nicht auf Bayerns Grünflächen, Äcker und Felder. Die Verwendung sollte verboten werden“, erklärt der Gemeindetagspräsident Dr. Uwe Brandl. Und mit Blick auf das kürzlich in Österreich beschlossene Verbot des Einsatzes von Glyphosat fährt er fort: „Österreich hat es vorgemacht, Bayern sollte nachziehen“. Das Thema Glyphosat hänge seit Jahren wie ein

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06.07.2019

Geplante Regeln des BMEL zum Kastenstand „rechts- und verfassungswidrig“

Tierärzte und Tierschutzorganisationen halten den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Siebten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV), der unter anderem die Kastenstandhaltung bei Sauen neu regeln soll, für rechts- und verfassungswidrig. Das haben sie auch in Stellungnahmen zum Referentenentwurf dem BMEL mitgeteilt. „Es ist ein nicht nachvollziehbarer Rechtsbruch, dass nunmehr eine – seit 27 Jahren bestehende - tiergerechte Formulierung („…dass jedes Schwein im Kastenstand in Seitenlage die Gliedmaßen ungehindert ausstrecken kann“) und über die das BVG Leipzig b

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05.07.2019

BÖLW-Vorsitzender fordert Kurswechsel von Ministerin Klöckner

Anlässlich der Ökofeldtage im nordhessischen Grebenstein hat der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner aufgefordert, sich in Brüssel für einen Kurswechsel in der Agrarpolitik einzusetzen. „Damit die Bundesländer enkeltaugliche Landwirtschaft gut unterstützen und aktive Landwirte stärken können, braucht es zukunftsfähige Agrarpolitik für ganz Europa. 60 Mrd. Euro Steuergeld stecken im EU-Agrarbudget. Mit jedem Euro muss die GAP deutlich steuern – und zwar in Richtung Nachhaltigkeit“, erklärt der BÖLW-Vorsitzende und fährt mit Blick auf die Ministeri

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04.07.2019

Breite Ablehnung des Mercosur-Abkommens durch die Landwirtschaft

Heftige Kritik an dem zwischen der EU und den Mercosur-Staaten abgeschlossenen Freihandelsabkommen üben die Milchbauern und -bäuerinnen des European Milk Board (EMB und des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) sowie der Bauernverband. Frankreich will das Abkommen auch mit Blick auf die Auswirkungen für die eigene Landwirtschaft in der vorliegenden Form nicht ratifizieren. „In der EU arbeiten wir Milcherzeuger seit Jahren daran, dass der Milchsektor krisenstabil und wieder zukunftsfähig wird. Das Mercosur-Abkommen konterkariert diese Bemühungen leider“, erklärt die EMB-Vizepräsidentin Sieta van Keimpema. Durch die nun beschlossene hohe Rin

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04.07.2019

Bienen – Artenschutz mit Gentechnik?

Immer häufiger propagieren interessierte Kreise den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen als Mittel zum „Schutz“ gefährdeter Arten. Dabei sollen natürliche Populationen durch gentechnisch „optimierte“ Organismen auch vollständig ausgetauscht werden. Darauf weist das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech hin. Im Februar 2019 erschien in Südkorea die erste Publikation einer Forschungsarbeit, deren Ziel darin bestand, Bienen per CRISPR-Technologie resistent gegen Pestizide zu machen. Auf diese Weise sollen die Bestäuber mittels Gentechnik vor Insektengiften „geschützt“ werden. Ein Ziel der Masterarbeit in Sü

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01.07.2019

AbL lehnt unqualifiziertes Mercosur-Abkommen ab

Die EU und die Mercosur-Staaten (Brasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien) haben eine politische Einigung über ein entsprechendes Abkommen zur Bildung der größten Freihandelszone der Welt getroffen. Die von der EU-Kommission ausgehandelte Einigung muss noch von den 28 Mitgliedstaaten und danach vom EU-Parlament gebilligt werden. Einzelne Details müssen noch verhandelt werden. Von einem „historischen Moment“ spricht EU-Kommissionspräsident Juncker und von einem „Durchbruch und Erfolg für uns alle“ der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier. EU-Agrarkommissar Phil Hogan sieht „einige Herausforderungen“ auf die europäische Landwirtschaft zukomme

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01.07.2019

BUND widerspricht der Forderung von Bauernverband und Klöckner nach Gentechnik gegen den Klimawandel

Eine Änderung der europäischen Gentechnik-Gesetze hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied auf dem Bauerntag in Leipzig/Schkeuditz gefordert, um mit speziellen Pflanzenzüchtungen gegen den Klimawandel gerüstet zu sein. Unterstützung bekam Rukwied auf dem Bauerntag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. "Wir brauchen neue Züchtungen, die klimastressresistent sind", so die Ministerin. Für den BUND-Vorsitzender Hubert Weiger ist die Neue Gentechnik hingegen keine Lösung für die Klimakrise. "Die Landwirtinnen und Landwirte werden auch in diesem Jahr wieder unter der Hitze zu leiden haben, das zeichnet sic

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04.06.2019

Für die, die es ausprobieren, ist es oft ein schöner Motivat