Wachstum wohin?

Der kritische Agrarbericht 2016 ist da!

Wachstum ist seit Jahrtausenden der zentrale Motor der Landwirtschaft. Grund genug also, dass der Kritische Agrarbericht 2016 den Begriff zum diesjährigen Schwerpunkt macht. Zumal Wachstum jenseits von Photosyntheseleistungen längst nicht mehr nur positiv gesellschaftlich diskutiert wird. Allein die drei Eingangsessays des Kritischen Agrarberichts eröffnen viele mögliche Fässer. Von einer grundsätzlichen Analyse des Wachstums und der Kritik daran über einen lebendigen Tagungsbericht mit verschiedenen landwirtschaftlichen Akteuren zu den mit Hoffnungen und Zweifeln verbundenen Wachstumsideen bis hin zu einer Entmythologisierung agrarindustrieller „grüner“ Wachstumsvorstellungen spannt sich der Bogen. Effizienzsteigerungen als Idee nachhaltigen Wachstums wie sie die Agrarindustrie vornehmlich in den Schwellenländern will, werden kleinbäuerliche Existenzen dort in Bedrängnis bringen oder gar ruinieren, soziale Verwerfungen sind vorprogrammiert. Gleichzeitig lässt sich die Welt nicht nur mit solidarischer Landwirtschaft und Urban Gardening ernähren. Und der Ökolandbau? Ringt noch mit der Frage, wie sehr der dem Wachstumsgedanken verfallen will und spürt gleichzeitig die negativen Auswirkungen, die das längst zügellose Wachstum der konventionellen Landwirtschaft ihm aufzwingt. Preise, Pachten.... die Spiralen drehen sich immer weiter. Klar wird: einen Königsweg wird es nicht geben. Wie so häufig scheint wünschenswert eine Vielfalt, kein Entweder oder. Sonst wäre man ja auch bei „Wachsen oder Weichen.“

Den Kritischen Agrarbericht 2016, wie auch seine Vorgänger, kann man jetzt bestellen, am einfachsten hier auf der Seite mit dem Formular online.

05.01.2016
Von: cs