Bessere Lieferverträge für Milchbauern

Das hat der der Präsident des deutschen Bauernbunds (DBB) Kurt-Henning Klamroth gefordert. Er fordert eine Änderung des Marktstrukturgesetzes. Laut DBB sind die aktuellen Milchlieferverträge mit Andienungspflicht und nachträglicher Preisfestsetzung längst überholt und schwächen die Position der Erzeuger gegenüber den multinationalen Milchkonzernen. Der DBB fordert zukünftig festzuschreiben, das Milchlieferverträge eine befristete Laufzeit von mindestens vier Monaten und höchstens vier Jahren haben sollen. Auch müssten Angaben über einen Festpreis für die Liefermenge einer Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß der Güteklasse Eins im Vertrag enthalten sein. Bestandteil des Vertrages sollten ferner Angaben zu einer kompletten oder variablen Andienung, der Teilnahme an Spezialprogrammen wie Weidemilch und zu den Informationspflichten der Partner sein.Ausdrücklich nicht mehr statthaft sollten dagegen laut DBB Preisanpassungen innerhalb des Lieferzeitraumes, die Koppelung an die Preise anderer Marktteilnehmer sowie die Ausweisung von Zu- und Abschlägen aufgrund bestimmter Abholorte oder -mengen sein. Der DBB verspricht sich von diesen Änderungen, dass Molkereien schlechte Preisabschlüsse mit dem Handel nicht mehr durch Senkung der Milcherzeugerpreise ab puffern können. Darüber hinaus müssten aufgrund des Wegfalls der Abnahmepflicht Wachstumsschritte der Betriebe langfristiger geplant werden, was eine mengenbegrenzende Wirkung habe. Ausdrücklich bedauerte der DB, dass es bei der Agrarministerkonferenz in Fulda nicht zu Beschluss angebotssteuernder Maßnahmen gekommen sei.

10.12.2015
Von: mn