Milchbauernaktionen: Deutsche Politiker zum Handeln bewegen

Die Hälfte ist geschafft, nochmal so viel Strecke, Gesprächstermine, Presse- und Diskussionsveranstaltungen, Höfe und Begegnungen stehen an für die Fahrer der zwei nördlichen Staffelfahrtrouten des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) in Richtung München. Am Montag den 21. August sind sie mit 35 Treckern von Pewsum/ Krummhörn in Niedersachsen (Nord-West-Route) und mit 25 Treckern von Hohenwestedt in Schleswig-Holstein (Nord-Ost-Route) aufgebrochen. Die komplett durchfahrenden Schleppergespanne werden jeweils vor Ort in den Regionen von anderen Bauern und Bäuerinnen begleitet – heute im Saarland und in Thüringen.

Die MilchviehhalterInnen haben sich auf den Weg gemacht, um die deutschen Agrarminister von Bund und Ländern in die Pflicht zu nehmen, sich für wirksame Marktregeln im Falle von Milchmarktkrisen, wie im Moment, einzusetzen. Der BDM hat ein Milchmarktverantwortungsprogramm vorgelegt, was im Falle eines Verfalls der Milcherzeugerpreise kurzfristig und europäisch koordiniert Produktionsmenge auf Erzeugerebene reduzieren helfen würde, um das Angebot der Nachfrage anzupassen.

Bundesagrarminister Christian Schmidt betont bisher hauptsächlich, nicht in den freien Markt eingreifen zu wollen, und setzt auf noch zu findende neue Exportmärkte, um die Milch unterzubringen. Am 28. August beginnt die Süd-West-Route der BDM Staffelfahrt und am 1. September die Süd-Ost-Route. Die Fahrt endet am 1. September in München mit einer großen Kundgebung um 11 Uhr auf dem Odeonsplatz.

Routeninformationen, Tagesberichte und Bilder finden sich auf der BDM Seite unter dem unten stehenden Link.

27.08.2015
Von: cw

So entsteht auch ein Wir-Gefühl: Milchbauern gemeinsam auf dem Weg für faire Erzeugerpreise, Foto: Jasper