Keine Höfe mehr der Kohle opfern – Lützerath bleibt!

Am 8.Januar haben bundesweit im Rahmen eines Aktionstages von „Alle Dörfer bleiben“, „Lützerath lebt“ und anderen Initiativen zahlreiche Aktionen stattgefunden und wurden gelbe Kreuze aufgestellt als Zeichen des Widerstands gegen den weiteren Braunkohleabbau, die Zerstörung weiterer Dörfer und des letzten Bauernhofes in Lützerath. Unterstützt hat den Aktionstag auch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

„Das OVG Münster konnte noch kein Urteil darüber fällen, ob RWE den Hof von Eckardt Heukamp frühzeitig abreißen darf oder nicht. Wir als Bäuerinnen und Bauern stehen solidarisch hinter unserem Berufskollegen und sagen: Der Hof und ganz Lüzterath bleiben! Denn jeder Hof zählt, es dürfen keine Höfe mehr für Kohle geopfert werden! Jetzt noch Böden für Kohle abzubaggern ist widersinnig. Außerdem ist längt bewiesen, dass Deutschland das 1,5 Grad-Ziel nur einhalten kann, wenn die Bagger vor Lützerath stoppen. Es geht also in mehrerlei Hinsicht ums Ganze: Es geht um das Einhalten der Klimaziele und damit den Erhalt unser aller Lebensgrundlage, und es geht um den Erhalt des Hofes“, erklärt Lena Jacobi aus dem Bundesvorstand der AbL, die ihr Zeichen auf dem Marktplatz in Witzenhausen gemeinsam mit Vertreter:innen der Initiative „Acker bleibt“ und der Aktion Agrar setzte.

In Lützerath fand unter anderem ein Dorfspaziergang statt und es wurden einzelne leerstehende Häuser zum Zeichen des Widerstands „besetzt“.

Für den 8. Januar war ursprünglich eine Großdemo in Lützerath geplant. Diese wurde abgesagt, da die zunächst für den 7.1. angekündigte Gerichtsentscheidung des OVG Münster auf einen bisher unbekannten Termin verschoben wurde und sich die Corona-Situation wieder verschärfte.

10.01.2022

Der Beitrag von Acker bleibt, Aktion Agrar und AbL zum Aktionstag auf dem Marktplatz in Witzenhausen/Hessen, zweite von rechts Lena Jacobi. Foto: AbL