USA: Kosten von Bodenerosion berechnet

Ein Drittel der Düngemittelmenge, die US-Landwirte auf Maisfelder ausbringen, dient nur dazu, den durch Erosion bedingten Mangel an Bodenfruchtbarkeit auszugleichen, und fördert nicht zusätzliches Wachstum. Für die Farmer entstehen daraus jährliche Zusatzkosten in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Dollar, berechneten Wissenschaftler an der Universität in Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Sie benutzten ein Analysemodell, das die Bestimmung des Einflusses von Variablen wie Düngermengen, künstliche Bewässerung und Klima auf das Pflanzenwachstum zulässt. Die Ernteerträge in den USA sind gleich hoch oder höher als in der EU, aber die USA haben den welthöchsten Verbrauch an Nitrat und Phosphat pro Hektar Ackerland. Künstliche Bewässerung kann ein doppelter Kostenfaktor sein: Sie fördert zwar das Wachstum, führt aber auch zu Erosion und der Ausschwemmung von Dünger. „Meine Hoffnung ist, dass diese Informationen dazu dienen, auf internationaler und nationaler Ebene die Bemühungen um die Verbesserung von Bodenqualität zu unterstützen“, sagte Jason Neff, einer der Autoren der Studie.

06.03.2021
Von: ml

Wenn der Boden nicht mehr hergibt und auch Bewässerung nicht mehr hilft. Foto: FebL