Fleischerverband schlägt Zahlung eines Mindestpreises an die Mäster vor

Der Landesinnungsmeister der bayerischen Metzger, Konrad Ammon, hat seine Kollegen aufgefordert, faire Preise an ihre bäuerlichen Lieferanten zu zahlen. Das sagte er top agrar im Südplus-Interview. In einem Rundschreiben des Fleischerverbandes Bayern sei den Metzgern vorgeschlagen worden, den landwirtschaftlichen Betrieben 1,40 bis 1,50 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht als Preisuntergrenze zu zahlen. Der Preis müsse für beide Handelspartner wirtschaftlich vertretbar sein und der Landwirt müsse weiter mit einem sicheren Einkommen rechnen können.

Vor dem Hintergrund der Corona- und ASP-Krise sei „es dem Verbraucher wichtig, dass es den kleinen Metzger um die Ecke noch gibt“. Angesprochen auf die mögliche Zukunft für Fleisch aus besonderen Haltungsformen erklärt Ammon, „dass Regionalität Bio längst überholt hat. Dem Verbraucher ist wichtig, dass hinter dem Produkt ein Gesicht steht. Dazu gehört das Gesicht des Landwirts genauso wie das des Metzgers. Wenn dann beide besondere Programme anbieten, kann man damit die Regionalität wesentlich besser herausstellen“.

07.11.2020
Von: FebL

Landesinnungsmeister der bayerischen Metzger, Konrad Ammon. Foto: DFV