Großes bäuerliches Dankeschön an die Bevölkerung

„Überwältigt von den vielen Angeboten zum Anpacken auf den Höfen“ zeigt sich die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und sieht darin auch eine Chance für eine neue Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Zivilgesellschaft.

„Was ist das für ein ermutigendes Zeichen der Wertschätzung, wenn so viele Menschen aus der Bevölkerung ihre Bereitschaft bekunden, uns Bäuerinnen und Bauern bei unserer täglichen Arbeit im Stall und auf den Äckern zu helfen. Wir möchten dafür „danke“ sagen“, so Elisabeth Fresen, Bäuerin aus Verden/Aller und Bundesvorsitzende der AbL.

Fresen weiter: „Diese Hilfsbereitschaft ist eine große Chance für die Landwirtschaft, aber auch für die Verbraucher*innen, einen tieferen Einblick in die bäuerliche Arbeit zu bekommen. Und es gibt jetzt erfreulicherweise eine öffentliche Diskussion, unter welchen Bedingungen in der Landwirtschaft gearbeitet wird, über Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Menschen, die bislang in großem Umfang diese Arbeit verrichtet haben. Wir vernehmen in der Öffentlichkeit Unterstützung für unsere Forderung nach fairer Entlohnung der Arbeit und fairen Preisen für unsere bäuerlichen Erzeugnisse. Es wird diskutiert über vernünftige und menschenwürdige Unterbringung von in- und ausländischen Saisonarbeiter*innen. All diese Diskussionen verstärken das notwendige Fundament für einen neuen Gesellschaftsvertrag, für eine neue Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Landwirtschaft. Es geht nur miteinander, sowohl vor Ort, im Dorf, als auch insgesamt als Landwirtschaft mit anderen Teilen der Gesellschaft wie den Nichtregierungsorganisationen.

09.04.2020
Von: FebL/PM

Elisabeth Fresen, Bäuerin aus Verden/Aller und AbL-Bundesvorsitzende, als Rednerin auf der „Wir haben es satt“-Demo im Januar in Berlin. Foto: FebL