Einen klimapolitischen Neustart schaffen

Vom 2. bis 13. Dezember 2019 findet die 25. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen (COP25) in Madrid unter chilenischer Präsidentschaft statt. Aus diesem Anlass haben der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) und die Klima-Allianz in einem gemeinsamen Positionspapier unter dem Titel „Einen klimapolitischen Neustart schaffen – in Deutschland und weltweit“ ihre Forderungen zur Weltklimakonferenz an die Bundesregierung vorgelegt.

Neben einem Klimaschutzgesetz und einer Langfriststrategie, einem Sofortprogramm Klimaschutz, einer umfassenden und sozial gerechten CO2-Bepreisung, einem sozialverträglichen Kohleausstieg, dem Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeinsparung, Energieeffizienz und Klimaschutz in der Industrie, einer ökologischen Verkehrswende und klimaneutralen Gebäuden fordern sie auch eine ökologische Agrarwende.

Dazu heißt es in dem Positionspapier: „Die Landwirtschaft muss bis 2050 klimaneutral sein. Die zentralen Herausforderungen liegen unter anderem in der deutlichen Reduktion der Tierbestände, in der Kopplung der Tierbestände an die Fläche, in der Reduktion von Futtermittelimporten und in der Ausweitung ökologischer Anbaupraktiken. Lösungsansätze für mehr Umwelt-, Klima- und Tierschutz sollten mit dem wirtschaftlichen Auskommen und der Existenzerhaltung bäuerlicher Betriebe verbunden werden. Zudem müssen Maßnahmen beschlossen werden, um den Konsum von Fleisch- und Milchprodukten und die Lebensmittelverschwendung deutlich zu reduzieren. Die Bodenqualität ist zu erhalten und Anbaumethoden – inklusive Düngung, Bodenbearbeitung und Wahl der Anbausorten – sind entsprechend zu verändern. Die bislang pauschal und unbegrenzt pro Hektar gewährten EU-Direktzahlungen müssen durch eine Reform der EU-Agrarpolitik zur Honorierung bäuerlicher Leistungen für Klima-, Arten- und Umweltschutz genutzt werden“.