Isoflurannarkose ist kostengünstig und praktikabel

Der Vorstandssprecher von NEULAND, dem Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung, Jochen Dettmer begrüßt die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Ferkelbetäubungssachkundeverordnung und weist gleichzeitig die Kritik einiger Bundestagsabgeordneter und Verbände an der Isoflurannarkose für die Ferkelkastration entschieden zurück.

„Schon bei der Anhörung des Ernährungsausschuss des Deutschen Bundestages zur Ferkelkastration am 26.11.18 habe ich aus den 10-jährigen Erfahrungen im NEULAND-Qualitätsfleischprogramm darauf hingewiesen, dass bei Förderung und der Durchführung der betäubten Kastration durch den Landwirt das Verfahren sehr kostengünstig sein kann. Nach unserer Kostenkalkulation würden die Kosten bei einem 30 Sauenbetrieb bei 1,24 € auf alle Ferkel umgelegt liegen und bei einem 60 Sauenbetrieb bei 0,85 € auf alle Ferkel umgelegt. Zudem ist damit zu erwarten, dass mit der Serienproduktion auch die Kastrationsanlagen preiswerter werden,“ so Dettmer weiter.

„Damit wären die Kosten für das Insofluranbetäubungsverfahren gegenüber der Spritzung gegen den Ebergeruch gleich hoch, oder sogar noch günstiger“, stellt Dettmer klar.

„Zudem begrüße ich die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Ferkelbetäubungssachkundeverordnung. Damit können nun die entsprechenden Schulungskonzepte vorbereitet werden. Mit der baldigen Veröffentlichung der Förderrichtlinie für den Kauf der Kastrationsanlagen könnten dann auch die ersten Bestellungen für die Kastrationsanlagen erfolgen. Damit würde auch der Zeitplan bis zum Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration zum 31.12.20 einzuhalten sein,“ so Dettmer abschließend.