"Europas Tiere brauchen Sie"

Unter dem Motto „Europas Tiere brauchen Sie“ ruft der Deutsche Tierschutzbund (TSchB) in seinem soeben erschienenen Mitgliedermagazin „Du und das Tier“ zu einer regen Teilnahme an der Europawahl auf, denn „viele Probleme unserer Zeit sind nur noch gemeinsam zu bewältigen“. Dazu gehören für den TSchB neben den Fragen des Tierschutzes auch „Klima-und Umweltprobleme“, denn die machen „an den nationalen Grenzen keinen Halt“.

Für den TSchB ist das EU-Parlament Teil der Lösung. „Es beschließt die überwiegende Mehrheit aller europäischen Richtlinien und Verordnungen gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union. Die Entscheidungen des EU-Parlamentes betreffen uns alle jeden Tag: Es regelt unter anderem die Einwanderung, die Energiepolitik, den Verkehr sowie den Umwelt-, Verbraucher- und natürlich auch den Tierschutz. Da europäisches Recht prinzipiell Vorrang gegenüber nationalem Recht hat, haben die Parlamentarier demnach eine extrem wichtige Rolle für unser alltägliches Leben. Eine geringe nationale Wahlbeteiligung, die zumeist die politischen Ränder stärkt, wäre also folgenschwer. Nutzen Sie Ihre Stimme daher für ein Europa, das Tiere schützt“, schreibt der TSchB in seinem Mitgliedermagazin.

Darüber hinaus hat der TSchB Wahlprüfsteine zur Europawahl 2019 formuliert, bei denen sich die Kandidaten für die Wahl zum EU-Parlament unter dem Stichwort „Nutztiere“ für folgende Ziele einsetzen sollen:
- den Transport lebender Tiere zu reduzieren und Tiertransporte durch den Handel mit Fleisch und Schlachtkörpern zu ersetzen,
- die Förderung eines schnellen Ausstiegs aus der Käfighaltung,
- die Überarbeitung der EU-Richtlinie für Mindestvorschriften zum Schutz von Masthühnern,
- dass sichergestellt wird, dass das Wohlergehen der Nutztiere bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik Vorrang hat,
- ein Ende der Zwangsfütterung von Enten und Gänsen für die Stopfleberproduktion („Foie Gras“),
- dass alle Tiere vor der Schlachtung betäubt werden,
- die Einführung neuer Vorschriften für den Schutz der Fische zum Zeitpunkt der Schlachtung und während des Transports.

24.03.2019
Von: FebL/PM