Bayern: 30 Millionen Euro für „Tierwohlzukunftsställe“

Als ein „starkes Signal für nachhaltige Landwirtschaft“ bezeichnet Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die 100 Millionen Euro mehr, die das Kabinett ihrem Ressort gegenüber dem vorherigen Doppelhaushalt für 2019/2020 bereitstellt. Allein für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung mit der Initiative „Tierwohlzukunftsställe“ gebe es 30 Millionen Euro zusätzlich. Details dieser Initiative sind noch nicht bekannt. Sie sollen laut Auskunft aus dem Ministerium im ersten Halbjahr 2019 auch unter Hinzuziehung „externer Akteure“ erarbeitet werden.

Zehn Millionen Euro mehr sollen in die Agrarumweltmaßnahmen fließen, um die Angebote im Bereich Biodiversität weiter auszubauen. Auch beim Klimaschutz möchte die Ministerin schneller vorankommen. Deshalb würden zusätzlich 15 Millionen Euro für den Aufbau klimatoleranter Mischwälder bereitgestellt. Mit weiteren elf Millionen Euro für den Waldpakt werden die forstlichen Selbsthilfeeinrichtungen gestärkt, um den Waldumbau auch in privaten Klein- und Kleinstwäldern rascher voranzubringen.
Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete wird laut Ministerium um insgesamt acht Millionen Euro erhöht. Damit sollen zwei Jahre lang die Übergangszahlungen in den Regionen finanziert werden, die aus der neuen Gebietskulisse herausfallen. „Wir lassen die betroffenen Bäuerinnen und Bauern nicht im Regen stehen, sondern unterstützen und stabilisieren damit die Betriebe in dieser schwierigen Phase“, so Kaniber. Zudem werde in den nächsten beiden Haushaltsjahren der beschlossene Abbau von 130 Stellen in der Landwirtschafts- und Forstverwaltung sowie der Ländlichen Entwicklung ausgesetzt, um die Menschen im Ländlichen Raum besser unterstützen zu können.

13.02.2019
Von: FebL/PM

Bayerns Landiwrtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat 30 Millionen Euro für "Tiewohlzukunftsställe" angekündigt. Foto: STMELF