Gerade kleinere und mittlere Betriebe fördern

„Mir ist es wichtig, gerade kleinere und mittlere Betriebe zu fördern. Die Gemeinsame Agrarpolitik muss künftig stärker als bisher auf die Situation von gerade diesen landwirtschaftlichen Unternehmen, besonders Familienbetrieben und Betrieben mit Tierhaltung, zugeschnitten werden. Der Vorschlag der Europäischen Kommission sieht mehr Flexibilität bei der Umverteilungsprämie zugunsten kleiner und mittlerer Betriebe vor. Wir sind hier auf dem richtigen Weg“, das sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in einem Interview in der Juliausgabe der Unabhängigen Bauernstimme auf die Frage, ob sie die Aufschläge auf die ersten Hektare erhöhen und wie sie kleinere Betriebe zusätzlich fördern werde. Eine stärkere Anbindung der Direktzahlungen an Umweltleistungen findet sie „grundsätzlich gut“, wobei „unsere Bauern“ aber „nicht durch unnötige Auflagen belastet werden“ dürften.

In dem Interview verteidigt die Ministerin ihr freiwilliges staatliches Tierwohllabel und erklärt die zahlreichen Ausnahmen bei den Anwendungsbeschränkungen beim Einsatz von Glyphosat. Das Ziel sei es, „den Einsatz grundsätzlich zu beenden“. Mit der angekündigten Ackerbaustrategie soll der Ackerbau „stärker in Richtung Pflanzen- und Bodengesundheit, Robustheit der Kulturpflanzen, Resistenz gegen Schadorganismen, Trockenheit, Stresstoleranz, Klima- und Ressourceneffizienz“ entwickelt werden. Dabei sollen auch die „moderne Pflanzenzüchtung“ und die Digitalisierung ihren Beitrag leisten.

29.06.2018
Von: FebL

Bundesministerin Julia Klöckner. Foto: BMEL/Thomas Trutschel/photothek.net