BayWa: Bilanz fehlerhaft – Sanierungsplan in Gefahr

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Der Vorstand des Münchner Agrarkonzerns BayWa beteuert immer wieder, dass der Sanierungsplan steht, man auf dem richtigen Weg sei, um die Aktionäre zu beruhigen. Doch ständig kommt etwas dazwischen, das die Zweifel an dem mit 5,6 Mrd. € hochverschuldeten Agrarkonzern nährt, ob das auf Kante genähte Sanierungskonzept tragfähig bleibt. Deftige Ohrfeige durch die BaFin  Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das angeschlagene Unternehmen gerügt, dass der Geschäftsbericht 2023 kein vollständig zutreffendes Bild der wirtschaftlichen Lage beschrieben und offenkundige Risiken verschwiegen habe.…

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Die patentfreie Zone für die klassische Pflanzenzucht in Europa bewahren!

Das Bündnis Keine Patente auf Saatgut! hat einen Bericht über jüngst erteilte oder angemeldete europäische Patente auf klassische Pflanzenzucht vorgelegt. Ein Beispiel hierfür ist ein Patent auf die Züchtung einer natürlichen Eigenschaft bei Tomaten, das lediglich auf Kreuzung und Selektion basiert (EP3911147). Vor diesem Hintergrund legt Keine Patente auf Saatgut! als Bestandteil des Berichts einen neuen Vorschlag zur Präzisierung des Patentrechts vor, mit dem derartige Patente in Zukunft verhindert werden sollen. „Diese Patente gefährden die Produktion von Lebensmitteln und die Pflanzenzüchtung, weil sie den Zugang zu biologischen Ressourcen…

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Politik muss Rahmenbedingungen für Agroforst verbessern

Landwirtinnen und Landwirte haben großes Interesse an Agroforstsystemen (AFS), trotzdem werden sie noch zu selten umgesetzt. Dadurch bleiben große Chancen für Klimaschutz, Artenvielfalt und eine zukunftsfähige Landwirtschaft ungenutzt. Das teilt der Wissenschaftliche Beirat für Natürlichen Klimaschutz (WBNK) mit und hat zur Klärung der Frage, warum das so ist und an welchen Stellschrauben gedreht werden sollte, ein Gutachten in Auftrag gegeben. „Agroforstsysteme verbinden produktive Landwirtschaft mit aktiven Beiträgen zu Klimaschutz und Artenvielfalt. Sie sind ein Schlüssel für die Zukunft unserer Agrarlandschaften. Nun braucht es auch den…

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UN-Sonderberichterstatter warnt: Konzernmacht gefährdet das Recht auf Nahrung

Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Michael Fakhri, warnt in seinem kürzlich der UN-Generalversammlung vorgestellten Bericht „Unternehmensmacht und Menschenrechte in Lebensmittelsystemen“ vor der zunehmenden Konzentration von Marktmacht bei wenigen transnationalen Konzernen, die politisch immer größeren Einfluss haben und bestimmen, was an Lebensmitteln produziert und konsumiert wird. Darauf weisen die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Coordination gegen Bayer-Gefahren hin, da unter anderem mit Bayer auch deutsche Konzerne in dem Bericht genannt werden. Der Bericht stellt klar, dass die Machtfülle der Konzerne gravierende…

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Aldi Süd: Ab Januar 2026 kein Frischfleisch mehr aus der Haltungsform 1

Ab Mitte Januar 2026 soll es bei Aldi Süd kein Frischfleisch mehr aus der Haltungsform 1 geben. Ausgenommen sind Markenartikel und internationale Spezialitäten. Umwelt- und Tierschützer:innen begrüßen die Ankündigung als weiteren Schritt zu mehr Tierwohl. Sie und Aldi Süd sehen übereinstimmend auch die Politik gefordert. Die Tiergesundheit in den Schweineställen fördern will auch Tönnies und kündigt ein entsprechendes Bonussystem an. Zum Verzicht auf die Haltungsform 1 heißt es bei Aldi Süd: „Dieser Schritt ist in der Branche einzigartig und ein weiterer erreichter Meilenstein auf dem Weg zum großen Ziel #Haltungswechsel 2030. In gut vier Jahren wird…

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Bäuerliche Beständigkeit

Die November-Ausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Im Schwerpunkt haben wir kostenbewusste und auf ihre eigenen Ressourcen bedachte Höfe in den Blick genommen. Denn zwischen Wachsen und Weichen gibt es eine große Bandbreite solcher Betriebe, die aber meist nicht groß in der Öffentlichkeit stehen. In ihrem Kommentar betont Lucia Heigl, Milchbäuerin aus dem Bayerischen Wald und im AbL-Bundesvorstand, den Wert der bäuerlichen Selbstbestimmung. Als Werkzeuge zur Gestaltung nennt sie bäuerliche Tugenden wie Fleiß, Sparsamkeit und Weitsicht, die nicht nostalgisch verklärt, sondern pragmatisch angewandt zu einem Bauplan für Resilienz verhelfen können.…

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Weltnaturschutzunion billigt Gentechnik in freier Wildbahn

16.10.2025 +++ Künftig können gentechnisch veränderte Organismen mit dem Segen der Weltnaturschutzunion IUCN zu Naturschutzzwecken freigesetzt werden. Das haben die Mitglieder der Organisation auf dem Weltnaturschutzkongress in Abu Dhabi am Dienstag beschlossen. Gestern lehnten sie den Antrag auf ein Freisetzungsmoratorium mit knapper Mehrheit ab. Das Moratorium (Motion 133) beantragt hatte die französische Umweltorganisation Pollinis, unterstützt von weiteren Organisationen aus Benin, Kanada, Ecuador, Pakistan und der Schweiz sowie dem Deutschen Naturschutzring, vertreten durch seine Mitgliedsorganisation Zukunftsstiftung Landwirtschaft mit ihrer…

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BÖLW sieht Verbesserungsbedarf für Bio-Importe

Am European Organic Day im September hat EU-Agrarkommissar Christophe Hansen angekündigt, die EU-Öko-Verordnung (2018/848) zukunftsfest machen zu wollen und bis Ende des Jahres wichtige Veränderungen vornehmen zu wollen. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sieht vor allem bei Importen echten Bedarf für die von der EU-Kommission geplante Anpassung. Für andere wichtige Vereinfachungen empfiehlt der BÖLW flexiblere Auslegungen und nachgelagerte Rechtsakte.  „Wir begrüßen, dass die EU-Kommission das EU-Öko-Basis-Recht öffnen will, um wichtige Anpassungen vorzunehmen, die nur auf diesem Weg zu erreichen sind“, erklärt Peter Röhrig,…

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AbL fordert konsequentes Handeln nach der Feststellung des „günstigen Erhaltungszustands" des Wolfes in Deutschland

Deutschland hat durch das Bundesumweltministerium (BMUKN) den "günstigen Erhaltungszustand" für die atlantische und die kontinentale Region an die EU-Kommission gemeldet. Die rechtlichen Grundlagen für die rechtssichere und zeitnahe Entnahme von Problemwölfen im Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz zum Wolf sollen nun angepasst werden. Dazu erklärt Kirsten Wosnitza, AbL-Milchbäuerin in Schleswig-Holstein: "Die Daten sind Teil des sogenannten FFH-Berichts Deutschlands an die Europäische Union. Das ist eine gute Voraussetzung, um die Zusammenarbeit von Tierhaltern und Naturschützern im Thema Weide wieder positiv zu gestalten. Jetzt müssen die…

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Schweinepreise dramatisch abgestürzt

Marktbeobachtungen von Hugo Gödde +++ Noch vor wenigen Wochen hatte man für das Restjahr 2025 stabile Schweinepreise vorausgesagt. Diese Woche stürzten sie nun überraschend um 9% auf 1,70 €/kg und die Ferkelpreise fielen gleich um 22% auf nurmehr 44 €/Ferkel hinterher. Zwar hatten die Schlachtunternehmen bereits seit dem Sommer über fehlende „Impulse“ vom Markt geklagt. Aber bisher hatten die Erzeugergemeinschaften noch dem Preisdruck standgehalten bzw. nur teilweise nachgegeben. Nun drohten die Schlachter mit reduzierter Abnahme, da die Fleischnachfrage stockte und auch nach den Ferien nicht wieder in Gang gekommen war. Zudem hat sich der europäische…

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20.11.2025

Eigentlich, dachte ich, liefe mir der Kommentar zum UN-Jahr der Bäuerinnen 2026 locker von der Feder. Mir ist schon lange bekannt, wie sich die…